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Zentrale Sicherheitssysteme im Einzelhandel

Sicheres Einkaufsnetz

Ob städtischer Supermarkt oder kleiner Dorfladen – Einzelhandelsunternehmen vereinen verschiedene Geschäftseinrichtungen an einem Standort: Verkaufs-, Lager-, Personal- oder Abstellräume, Schaufenster und Parkplätze. Diese Komplexität ist eine besondere Herausforderung für Sicherheitsverantwortliche.

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik stieg im Jahr 2015 die Zahl bekannter Ladendiebstähle im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent auf über 391.000 – das sind mehr als 1.000 Fälle pro Tag. Die Prävention von Diebstählen gehört daher weiterhin zu den wichtigsten Aufgaben von Sicherheitsverantwortlichen im Einzelhandel und kann auch auf den Erfolg eines Unternehmens Einfluss nehmen. Eine integrierte, multifunktionale Sicherheitslösung hilft ihnen dabei, an den einzelnen Standorten schnell, wirksam und wirtschaftlich für Sicherheit zu sorgen.

Sicherheitsfaktor Zutrittskontrolle

Viele Einzelhandelsunternehmen beschäftigen eine große Zahl an Mitarbeitern und Lieferanten, die mitunter zu mehreren Niederlassungen Zutritt benötigen. In Branchen wie dem Einzelhandel mit seinem hohen Anteil an saisonbedingten Arbeitskräften und einer starken Fluktuation der Mitarbeiter kann es darüber hinaus für Sicherheitsbeauftragte schwierig werden, mit der starken Zu- und Abnahme der Zutrittswünsche Schritt zu halten. Ein integriertes Zutrittskontrollsystem kann da Abhilfe schaffen: Durch eine zentrale Verwaltung sämtlicher Zutrittskontrollfunktionen ist es möglich, dass zum Beispiel Mitarbeiter von einer ruhigeren Filiale zu einer Niederlassung mit starker Auslastung abberufen werden und das Gebäude sofort betreten können.

Dieses Verfahren stellt besonders zu saisonalen Hochzeiten wie in der Weihnachtszeit eine produktive Auslastung der einzelnen Filialen und Mitarbeiter dar. Die heute auf dem Markt erhältlichen Lösungen beinhalten, neben Software-Entwicklungskits wie sie beispielsweise von Honeywell Security angeboten werden, Schnittstellen zu anderen Systemen wie Personal- und Lohnbuchhaltung. Die zutrittsrelevanten Daten werden auf diese Weise, abhängig von den Änderungen des Beschäftigungsstatus der Mitarbeiter, auf den neuesten Stand gebracht.

Verdächtiges Verhalten erkennen

Ergänzend zur Zutrittskontrolle sorgt ein Videoüberwachungssystem für Sicherheit im Einzelhandel. Mit Hilfe von Videoanalyse werden kriminelle Aktivitäten in einem Geschäft durch Auswertung eines CCTV-Bilds in Echtzeit, das mit einer Reihe von „Risikokriterien“ verglichen wird, identifiziert – und zu einem gewissen Grad vorhergesagt. Im Einzelhandel wird die Videoanalyse in erster Linie eingesetzt, um Ladendiebstähle von Einzelpersonen im Geschäft zu verhindern oder um den unbefugten Zutritt von Personen beziehungsweise Fahrzeugen in Bereichen wie Lagerhallen oder -räumen zu überwachen.

Dazu wird das System so programmiert, dass die Sicherheitsbeauftragten aufmerksam gemacht werden, wenn eine Person sich an einem bestimmten Ort zögernd aufhält oder sich auf eine bestimmte Art und Weise bewegt. Die Sicherheitsbeauftragten können dann bei Zwischenfällen vorausschauender reagieren und besser handeln. Verwendung hierfür finden IP-Kameras, die gegenüber analogen Videokameras deutliche Vorzüge bieten, da die Videodaten bereits in digitaler Form vorliegen.

Vorteil durch Vernetzung

In der Vergangenheit mussten die einzelnen Komponenten des Sicherheitssystems, beispielsweise Videoüberwachung, Einbruchschutz und Zugangskontrolle, aufwändig und relativ umständlich miteinander verbunden werden. Damit waren entsprechend hohe Kosten für das Unternehmen verbunden – nicht nur bei der Einrichtung, sondern auch bei der Anpassung des Sicherheitssystems, beispielsweise bei der Integration weiterer Videokameras. Die Einbruchmeldezentrale MB-Secure von Honeywell hingegen ist skalierbar und passt sich den Bedürfnissen des Unternehmens flexibel an. Sie bildet die Basis zur Integration von Einbruchmelde-, Zutrittskontroll- und Videoüberwachungslösungen in nur einem System. Durch diese Verbindung der einzelnen Gewerke entstehen viele Vereinfachungen und sinnvolle Verknüpfungen. In einem Supermarkt können beispielsweise der Einbruchschutz und die Videoüberwachung miteinander verbunden werden:

Ein Einbrecher schlägt ein Fenster beim Personaleingang ein. Ein Glasbruch- oder Bewegungsmelder, der mit der MB- Secure verbunden ist, registriert diesen Vorfall. Die Zentrale, an die ebenfalls das Videosystem gekoppelt ist, weist die entsprechende Kamera mit Blick auf das Fenster an, aufzuzeichnen. Durch diese ereignisbasierte Videoaufzeichnung werden nur ausgewählte Momente dokumentiert, was die Datenmenge der zu speichernden Videodateien deutlich verringert. So lässt sich die Videodatei lokal auf einer SD-Karte in der Videokamera speichern, ein Videorecorder ist nicht notwendig. Cloud-Video und Zutrittskontrollsysteme können einfach über IP-Vernetzung implementiert werden und sind damit wirtschaftliche und einfach zu wartende, fernüberwachte Sicherheitssysteme.

Lediglich die Hardware muss am jeweiligen Einsatzpunkt vor Ort installiert werden. Die einzelnen Objekte werden dann via IP zentral durch einen Standort überwacht, der über einen Server Zugriff erhält. Das ist besonders im Einzelhandel ein entscheidender Vorteil, da es den Aufwand für Sicherheitspersonal in den einzelnen Filialen reduzieren kann. So kann beispielsweise ein Sicherheitsverantwortlicher per Remote-Zugriff auf die Bilder der Videokamera mehrere Standorte überwachen und dann im Verdachtsfall das Sicherheitspersonal vor Ort informieren und an den richtigen Einsatzpunkt leiten.

Laut Polizeistatistik ist die hohe Aufklärungsquote bei Ladendiebstählen unter anderem darin begründet, dass viele Tatverdächtige schon vom Sicherheitspersonal im Einzelhandel gestellt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Mit den heute üblichen, hochauflösenden Aufnahmen aus der Videoüberwachung kann das Sicherheitsteam oft den Beweis gleich mitliefern. So leistet die Sicherheitstechnik auch einen entscheidenden Beitrag zur Aufklärung von Ladendiebstählen.

Frank Richter, Leiter Marketing Kommunikation DACH, Honeywell Security & Fire

MB-Secure Mit der Sicherheitszentrale MB-Secure von Honeywell lassen sich Einbruchmeldesysteme, Videoüberwachung und Zutrittskontrolle zentral verwalten und steuern. Die MB-Secure ist vorkonfiguriert erhältlich, kann aber auch vollständig vom Errichter konfiguriert werden. Möglich wird das durch ein besonderes Lizenzierungskonzept: Alle Zentralen sind mit einer einheitlichen Platine und einer Firmware ausgestattet. Die benötigten Funktionalitäten können nach Bedarf mit einem Lizenzschlüssel über eine Programmiersoftware freigeschaltet werden. Sollten sich die Sicherheitsanforderungen eines Objekts im Laufe der Zeit verändern, beispielsweise wenn das Einzelhandelsunternehmen eine weitere Filiale eröffnet, können Errichter darüber zusätzliche Funktionalitäten einfach freischalten. Dadurch ist ein Upgrade möglich, ohne dass umfassende Änderungen an der Zentrale oder ein kompletter Zentralenaustausch notwendig sind. Gleichzeitig muss nur gezahlt werden, was wirklich benötigt wird – die MB-Secure passt sich den Anforderungen flexibel an.
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Lösung für den Mittelstand

Zentrale im Fokus

Die Herausforderungen für Mittelstandsunternehmen sind so vielfältig wie die Firmen, die sich unter dem Begriff zusammenfassen lassen. Gemeinsam haben sie, dass wohl in jedem Unternehmen Bereiche existieren, die ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen oder die besonderen Schutz benötigen. Um diese Anforderungen zu erfüllen, ist ein flexibles und leicht zu skalierendes Sicherheitssystem vonnöten.

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Honeywell

Zentralenreihe vorgestellt

Honeywell präsentiert mit MB-Secure eine multifunktionale Zentralenreihe, die zur Integration von Einbruchmelde-, Zutrittskontroll- und Videotechnik in einem System dient.

Foto: S. Winkelmann/Honeywell

Schutz kritischer Infrastrukturen

Integration ist Trumpf

Versorgungsunternehmen sind Teil der unverzichtbaren Infrastruktur eines Landes und müssen deshalb besonders geschützt werden. Denn wenn sie aufgrund von Diebstahl, Sabotage oder Brandschaden ausfallen, entsteht dadurch nicht nur ein direkter materieller Schaden. Hier sind individuelle Schutzkonzepte gefragt, die auf die Besonderheiten eingehen.

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Honeywell Security

Gewerkeübergreifende Integration

Auf der Security 2014 stellt Honeywell Security seine neue Zentrale MB-Secure vor. Sie bietet die Möglichkeit der gewerkeübergreifenden Integration.