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W&S Kolumne

Sicherheit braucht Vertrauen

Kürzlich hat der Datenschutzbeauftragte seinen jüngsten Bericht vorgelegt und – fast möchte man trällern: alle Jahre wieder... – zahlreiche Missstände benannt. Das war nicht schwer, erreichten ihn doch in diesem Jahr dreimal so viele Eingaben wie im Vorjahr. Und einige Funde waren echte Pfunde, die ohne ihn nie diskutiert würden.

Ob beim Datenschutz, der Datensicherheit oder bei der Gebäude- und Freilandsicherung: Sicherheit braucht Regeln, und die erfordern Kontrolle. Denn es ist immer dasselbe: Wo Regeln sind, ist auch Kreativität. Und wo Kreativität ist, muss jemand ein wachsames Auge haben. Allerdings hat der Datenschutzbeauftragte für seinen Sicherungsauftrag ein klar umrissenes Mandat. Das hat aber nicht jeder, der etwas zu sichern hat. So entsteht der Effekt, dass manche Sicherungsbemühung gewollt oder ungewollt in Überwachung kippt und – Stichwort Lidl – zu dem Gespenst wird, das niemand haben wollte. Denn Überwachung weckt Misstrauen und führt zu massiver Gegenwehr – von Verweigerung über schlechte Presse bis hin zur Sabotage; auch und gerade von innen. Was also tun?

Es ist keine Frage: Sicherheit braucht Kontrolle. Sie hilft, Fehler und Lücken früh zu erkennen und gegenzusteuern, Verantwortliche zu identifizieren und Unschuldige zu entlasten. Kontrolle kann sehr viel, und sie kann sehr viel Gutes. Doch damit Sicherheit höchst verlässlich wird, ist noch etwas anderes nötig: Sicherheit braucht Vertrauen. Vertrauen in die Klugheit der Mitarbeiter, Vertrauen in die Kraft der Transparenz, wenn Kontrollmechanismen und -produkte genutzt werden sollen oder müssen, und Vertrauen in die Leistungsfähigkeit von Lösungen, ohne ihr Potential vollständig auszuschöpfen – also Vertrauen in die Beratungskompetenz von Herstellern, Planern und Errichtern.

Denn wer transparent und berechenbar in seinen Handlungen ist, gewinnt das beste Sicherungssystem überhaupt: Loyalität und Wachsamkeit jedes einzelnen. Wer das nicht hat, endet wie die Schwiegermutter in alten Filmen: Im Sommerkleid und ohne Schirm draußen in Hagel und Sturm. Vertrauen Sie darauf!

Ralf Schwirzheim
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Kriminelle Mitarbeiter

Die Grenzen des Vertrauens

Kontrollen helfen nur unzureichend gegen Mitarbeiterkriminalität, denn Unternehmen überwachen ihre Mitarbeitenden nicht permanent – sie bringen ihnen selbstverständlich Vertrauen entgegen. Doch wie schützt man sich vor schwarzen Schafen? Die Versicherungswirtschaft bietet Lösungen.

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W&S Kolumne

Haben Sie Vertrauen?

„Vater Staat“ ist ein sehr deutscher Begriff. Fürsorglich, bisweilen auch streng, aber immer gerecht – so stellen wir uns die Obrigkeit gerne vor, und so ordnen wir uns ihr bereitwillig unter. Das heißt aber nicht, dass wir uns – wie es sich für anständigen rebellischen Nachwuchs gehört – nicht dann und wann gegen ihn auflehnen.

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Compliance

Gesamtlösung gesucht

Compliance-Richtlinien sind mittlerweile in fast allen großen Unternehmen anzutreffen. Was jedoch auffällt: ihr Vokabular. Es wirkt vielfach bemüht, ehrlich zu sein, auf das „Wir“ getrimmt und in der ganzen Lesart eher einem Wohlfühlprospekt entliehen. Dabei sollte man die Wichtigkeit dieser Richtlinien nicht unterschätzen. Denn wer als Unternehmen an diesen Stellen die Hausaufgaben nicht macht, dem drohen empfindliche Geld- oder Haftstrafen und Reputationsverlust.

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W&S Kolumne

Wir haben ja Video...

Es ist erst eine handvoll Wochen her, da wurde in Frankfurt ein Baby aus einem Krankenhaus entführt. Das Baby wurde zum Glück schnell gefunden, aber ebenso schnell war aus anderen Kliniken reflexartig der Abwiegelspruch zu hören: „Das kann uns nicht passieren. Wir haben ja Video!“