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Zutrittskontrolle

Sicherheit macht Schule

Die Schule als ein Ort des Vertrauens und des Wohlfühlens – eine elektronische Schließanlage kann dazu beitragen, wie das Beispiel des Schulzentrums in Nümbrecht zeigt.

Hier lässt es sich gut leben und lernen. Im Oberbergischen Land inmitten einer intakten Wald- und Wiesenlandschaft gelegen ist der heilklimatische Kurort Nümbrecht nicht nur als Touristenziel beliebt, sondern auch als Wohnsitz für Familien. Dafür sorgen nicht zuletzt die gute Verkehrsanbindung und eine hochwertige Infrastruktur. Ein Beispiel dafür ist das Schulzentrum, in dem neben einer Grundschule auch eine Sekundarschule und ein Gymnasium vertreten sind. Hinzu kommen zwei Sporthallen und ein Schwimmbad sowie vier weitere Grundschulen in den Außenbezirken. Lernen auf dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik in einem inspirierenden und zugleich behüteten Umfeld – das ist die Leitlinie des Schulzentrums. Wichtiger Baustein dabei ist ein Zutrittskontroll- und Schließsystem, das den spezifischen Anforderungen des Schulbetriebs gerecht wird.

Komplexes Anforderungsprofil

Für die Gemeinde kam nur eine ganzheitliche Lösung in Frage. „Wir haben eine elek tronische Schließanlage gesucht, die verschiedene Funktionen zugleich erfüllt und dazu noch ausbaufähig ist“, so Torsten Nolden, in Nümbrecht für die Bauunterhaltung aller gemeindeeigenen Gebäude zuständig. Zuallererst sollte die Technik auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen, die sich im Schulbereich aufhalten: Schüler ganz unterschiedlichen Alters mit teilweise großem Bewegungsdrang, Lehrkräfte, die sich voll auf ihre anspruchsvolle Tätigkeit konzentrieren müssen, und schließlich Vereine, die bestimmte Funktionsbereiche wie Sporthalle, Küche oder Aula nach dem Unterricht nutzen. Damit sich all diese Gruppen sicher und frei in der Schule bewegen können, führt aus Sicht von Nolden heute kein Weg vorbei an einem kontrollierten Zutrittssystem, das eine effektive Amokprophylaxe mit einer Antipanikfunktion verbindet.

So soll sichergestellt werden, dass Klassenzimmer im Fall einer Bedrohung von außen schnellstmöglich verriegelbar sind, sich aber zugleich jederzeit von innen im Notfall wieder öffnen lassen. Während Antipanik-Verschlüsse als Teil der Rettungs- und Fluchtwegeplanung in zahlreichen Verordnungen wie etwa der Schulbauverordnung geregelt sind, existieren für die Amokprophylaxe keine verbindlichen Mindeststandards. Auf der Suche nach praxistauglichen Lösungen fanden Lokaltermine in anderen Gemeinden und Gespräche mit der Kreispolizei Gummersbach statt. Das Ergebnis der Recherche: Es gibt eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Ansätze. Einige sehen einen Nottaster vor, der alle Türen zentral verriegelt. Bei anderen muss der Lehrer eine Zahlenkombination auf dem Smartphone eingeben, um die Verriegelung zu aktivieren. Viel zu umständlich und im Ernstfall anfällig für menschliche Fehler, findet Nolden. Nach einer Ausschreibung entschied sich die Gemeinde für die elektronische Schließanlage CES Omega Flex, die nach dem Einbau an mehr als 400 Türen heute alle geforderten Funktionalitäten erfüllt.

Safety first

„Unser Anspruch war, die Anlage für die unterschiedlichen Nutzergruppen so intuitiv wie möglich auszulegen“, erklärt René Theunert, Gebietsverkaufsleiter West bei CES. So sind die Türen zu den Klassenzimmern mit einem Elektronik-Doppelknaufzylinder ausgestattet und können mittels Transponder von außen entriegelt werden. Auf der Innenseite befindet sich ein mechanischer Knauf, der jederzeit ohne Schließmedium bedient werden kann. „Im Gefahrenfall kann derjenige, der der Tür am nächsten ist – ganz gleich ob Lehrer oder Schüler – einfach den Knauf drehen und so das Klassenzimmer sicher verriegeln.“ Es braucht dazu weder ein Smartphone noch einen Schlüssel. Die automatische Sperrfalle in den speziellen Panikeinsteckschlössern gewährleistet gleichzeitig einen erhöhten Einbruchsschutz. Kein Unbefugter kann in das so verschlossene Klassenzimmer eindringen, während gleichzeitig Personen im Innern den Klassenraum jederzeit wieder verlassen können. Sie müssen dazu nur die innen angebrachte Klinke drücken. Dadurch wird die Sperrfalle zurückgezogen und die Tür entriegelt. Ein im Knaufzylinder integriertes Modul stellt sicher, dass der Schließhebel automatisch zurückgestellt und die Schlossmechanik zuverlässig ausgelöst wird.

Auf einen Schlag viele Probleme gelöst

Ganz nebenbei löst das elektronische Zutrittssystem noch mehrere andere, bislang oft nervenaufreibende Aufgaben. Schlüsselverluste, zuvor für alle Beteiligte mit erheblichem Kosten- und Verwaltungsaufwand verbunden, stellen kein Sicherheitsrisiko mehr dar. Verlorengegangene Transponder werden einfach deaktiviert, und ein neuer Transponder wird ausgegeben. Nach dem gleichen Muster funktioniert die Zutrittsvergabe bei Personalwechsel, der im Schulbetrieb an der Tagesordnung ist. Gerade in den Sommerferien, wenn andere Urlaub machen, haben die Mitarbeiter vom Gebäudemanagement alle Hände voll zu tun, um alte Berechtigungen zu entziehen und neue zu vergeben. Doch kein Vergleich mit der leidigen, manuellen Verwaltung der Schlüsselausgabe früherer Zeiten.

Das erledigt heute alles die CES Omega Flex Software. Weil die Benutzeroberfläche einem Schließplan nachempfunden ist, lässt sie sich besonders einfach und intuitiv bedienen. Oleg Brenner, der Hausmeister, kümmert sich neben einer Vielzahl anderer Aufgaben auch um die Sicherheitstechnik und hat den Überblick über alle Türen und Schlösser. Seine Befürchtung, dass die Zylinder-Knäufe durch Schüler mutwillig beschädigt werden könnten, hat sich nicht bestätigt, zu robust sind die Bauteile aus Edelstahl und Kupfer-Beryllium. Um eine Beschädigung durch Multimedia-Wagen zu verhindern, wurde eine spezielle Schutzvorrichtung montiert. Jeden Abend schließt Brenner die Gebäude ab und morgens kurz vor sechs Uhr wieder auf. In den Sommerferien, wenn keine Arbeiten im Schulzentrum anstehen, aktiviert er an den Eingangstüren einen Sperrmodus mit dem „Block-Master“. Jetzt ist ein Zutritt auch mit berechtigten Schließmedien nicht mehr möglich. Einzige Ausnahme: Der Emergency-Key. Er steht in der Berechtigungshierarchie noch über dem Block-Master und ist unabhängig von allen Einstellungen immer schließberechtigt. Für den Notfall führt beispielsweise die Nümbrechter Feu erwehr stets einen Emergency Key bei sich auf dem Wagen. Mit seinem Release-Master kann auch Brenner nach Ferienende die Schließgeräte wieder in den Freischaltmodus versetzen.

Modular ausbaufähig

Noch läuft die Schließanlage im Offline-Modus. Dabei müssen die Daten aus der Software mittels PC und einem RF-Stick auf die Schließgeräte an jeder einzelnen Tür übertragen werden. Das soll sich bald ändern, die Vernetzung ist bereits beschlossene Sache und soll im Zuge des Breitbandausbaus in Angriff genommen werden. Dann hat das „Ablaufen“ der Türen ein Ende, und die gesamte Schließanlage kann von einem PC aus verwaltet und gesteuert werden. Auch für diesen Fall hat CES vorgesorgt. Die Elektronik- Zylinder müssen nicht ausgetauscht werden, die Online-Funktion wird einfach über ein Firmware-Update in den Schließgeräten freigeschaltet. So wächst die Schließanlage mit ihren Aufgaben und lässt sich kosteneffizient an neue Anforderungen anpassen.

Sylvia Lambach, Leiterin Unternehmenskommunikation CES, C.Ed. Schulte GmbH