Foto: CES/Andrea Bowinkelmann

CES

Sicherheitskonzept an den Türen der Jugendhilfe

Wo Menschen betreut werden, ist die Sicherheit der Schutzbefohlenen und die dazugehörigen Gebäude oberstes Gebot. Das Raphaelshaus in Dormagen organisiert Zutrittsberechtigungen standortübergreifend mit einem Schließsystem von CES.

Die Herausforderungen beginnen bei der Auswahl des passenden Schließsystems für Türen und Fluchtwege – einschließlich der Frage: Was tun, falls ein wichtiger Schlüssel verloren geht? Das Raphaelshaus in Dormagen hat einen Weg gefunden, das Sicherheitsrisiko bei Schlüsselverlust zu minimieren. Mit einer elektronisch-mechanischen Kombilösung von CES regelt das Jugendhilfezentrum den Zutritt zu allen seinen Gebäuden und Außenstellen.

Seit mehr als 110 Jahren unterstützt die katholische, soziale Einrichtung junge Menschen und bietet ihnen einen Ort zum Lernen, Wohnen und zur persönlichen Entwicklung. Zurzeit werden hier rund 240 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 18 Jahren fachkundig betreut. „Eine elementare Grundbedingung für erfolgreiche Betreuungsarbeit ist die Sicherheit der Kinder und der Mitarbeiter“, erklärt Sascha Hesch, Verwaltungsleiter im Raphaelshaus. Zur Absicherung gegen unberechtigtes Eindringen von außen nutzt die Einrichtung ein Schließsystem des Herstellers CES aus Velbert. Die Anlage kombiniert elektronische Zutrittskontrolle an der Außenhaut sämtlicher Gebäude mit zuverlässigem mechanischem Schließschutz im Inneren.

„Früher hatten wir hier eine klassische Schließanlage mit mechanischen Zylindern in allen Türen“, so Hesch. „Doch als ein Schlüssel verloren ging, haben uns die erheblichen, damit verbundenen Unannehmlichkeiten dazu bewogen, nach Alternativen zu suchen.“ Nach eingehender Beratung durch den langjährigen Fachpartner für Sicherheitssysteme, Ferdi Boss sei der Entschluss gefallen, auf eine Lösung von CES umzusatteln, die das elektronische System Omega Flex mit dem patengeschützten mechanischen System DU (Double Undercut) verbindet. Als Schließmedium dienen Kombi-Schlüssel, die mit einem fälschungssicheren mechanischen Profil sowie einem elektronischen Chip am Schlüsselkopf versehen sind. Die Schließanlage im Raphaelshaus in Dormagen und in den Außenstellen umfasst etwa 900 mechanische Schließzylinder und 80 Elektronikeinheiten.

Die kabellosen, batteriebetriebenen Elektronikzylinder in die Türen einzubauen, war für den Fachmann reine Routine. „Eine besondere Lösung erforderten einzig die beiden Schiebetüren im Verwaltungsgebäude“, erklärt Ferdi Boss. Außerhalb der Bürozeiten wird ihre Automatik von einem Wandterminal aus angesteuert. Sobald ein berechtigter Transponder in Reichweite gelangt, öffnet sich die Tür. „Die CES-Komponenten sind so anpassungsfähig, dass auch diese Installation keinerlei Probleme bereitet hat“, ergänzt der Sicherheitsexperte. Die Pflege und Erweiterung der Anlage kann nach einer Schulung bei CES nun durch die hauseigenen Techniker Theo Wolters und Peter Schütz verwaltet und programmiert werden.

An sämtlichen Außentüren ist die Technologie installiert – selbstverständlich auch an den Gebäuden der einzelnen Gruppen für die Kinder und Jugendlichen sowie in den Außenstellen der Einrichtung in Köln, Neuss und Dormagen. Vor allem beim Betrieb in mehreren Objekten treten die Vorteile der gewählten Lösung deutlich hervor: Zu den Räumlichkeiten der jeweiligen Gruppen erhalten nur ausgewählte Pädagogen und Betreuer zu verschiedenen Zeiten freien Zutritt. Mit den Transpondern und elektronischen Zylindern lassen sich die gewünschten Zutrittsregelungen flexibel und individuell organisieren. Mithilfe einer integrierten Zeitfunktion kann die Zutrittserlaubnis für alle weiteren Benutzer wie beispielsweise das Reinigungspersonal auf feste Zeiten beschränkt werden. Für Notfallsicherheit ist ebenfalls gesorgt. Dank der Elektronikzylinder mit Anti-Panik-Modul können Personen auch ohne Schlüssel jederzeit über Flucht- und Rettungswege aus den Gebäuden ins Freie gelangen.

Eine weitere entscheidende Verbesserung wurde beim Thema Schlüsselverlust erzielt. Falls ein Schlüssel abhanden kommen sollte, können die damit verbundenen Berechtigungen ohne Aufwand elektronisch deaktiviert und ein neuer Schlüssel nachprogrammiert werden. Für die Zukunft ist geplant, das zunächst offline betriebene System zu einer Online-Lösung auszubauen. Aufgrund des anpassungsfähigen Baukasten-Prinzips ist das komfortabel zu realisieren, ohne dass Komponenten ausgetauscht oder aufwendige Umbaumaßnahmen durchgeführt werden müssen. Es genügt, die Anlage um Access Points zu erweitern, die das Schließsystem per Funktechnik ins hauseigene Datennetzwerk einbinden – und zwar an allen Standorten und Außenstellen. Danach lassen sich die Berechtigungen bequem per Mausklick am PC verwalten und ändern.

Die hohe Funktionalität, die bei der Elektronik realisiert wurde, setzt sich nahtlos bei den Mechanikzylindern im Inneren der Gebäude fort. Das System DU von CES steht für „Double Undercut“ – einen doppelten Hinterschnitt am Schlüsselprofil. Beim Fräsen des Profils sorgt eine dritte Achse für eine dreidimensionale Nut, die einen Teil des Schließgeheimnisses enthält. Sämtliche verbreiteten Kopiertechniken müssen hier kapitulieren. Ohne Originalschlüssel wird der Zutritt zu verschlossenen Räumen somit praktisch unmöglich. „Das Zusammenwirken der elektronischen und mechanischen Zylinder erzeugt ein umfassendes Gefühl der Sicherheit“, sagt Verwaltungsleiter Hesch. Dementsprechend fällt sein Urteil uneingeschränkt positiv aus: „Zuverlässigkeit bis ins Detail, die Option zum schrittweisen Ausbau und unkomplizierte Intervention bei Schlüsselverlust – das waren die Hauptgründe, der CES-Anlage Vertrauen zu schenken. Die Nutzer brauchten eine minimale Umgewöhnungsphase, und seither bewährt sich das System im täglichen Einsatz.“

Foto: Fotolia/ Contrastwerkstatt

Amokschutz an Schulen

Das große Einmaleins der Sicherheit

Safety first – getreu diesem Motto überarbeiten immer mehr Schulen ihr Sicherheitskonzept. Dabei spielen Amokprävention und elektronisches Zutrittsmanagement eine immer wichtigere Rolle.

Foto: CES

Schließsysteme für medizinische Zentren

Alltagstauglich und zuverlässig

Ob Ärztehaus, Klinik oder Pflegezentrum – wo Menschen medizinisch betreut werden, gelten besondere Anforderungen an die Sicherheit und den Schutz der Privatsphäre. Um den Zugang zu Behandlungsräumen und Arzneimittellagern benutzerfreundlich zu regeln, setzen immer mehr Gesundheitseinrichtungen auf Schließsysteme mit elektronischen und mechanischen Komponenten.

Foto: Iloq

Schließsysteme

Digitales Schließsystem für Dormagen

In einer Vielzahl der städtischen Gebäude in Dormagen ist das digitale Schließsystem von Iloq integriert worden.

Foto: Elbphilharmonie, Jann Wilken

Schließanlage in der Elbphilharmonie

Komplexe Anforderungen

Von der weithin sichtbaren, geschwungenen Glasfassade über den auf Stahlfedern schwebenden Konzertsaal bis zu den Schließanlagen für die rund 2.500 Türen: Die Elbphilharmonie ist in jeder Beziehung ein außergewöhnliches Objekt. Wie die übrigen Gewerke musste auch das Schließsystem besonderen Anforderungen genügen.