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Schnittstellenkompetenz

Sinnvoll vernetzen

Mit der stetig steigenden Zahl unbemannter Banking-Bereiche wächst nicht nur die Bedeutung von Sicherheit mit Videotechnik weiter, sondern auch die Anforderungen an die funktionelle und Zusatzservice bietende Vernetzung unterschiedlicher Technologien. Schnittstellenkompetenz ist gefragt.

Aber was bedeutet Schnittstellen-kompetenz? Ein paar grundsätzliche Überlegungen geben Hilfestellung: Um das Sicherheitsziel einer Videoüberwachungs-anlage zu erhöhen, ist es oft sinnvoll, Video mit anderen Sicherheitsgewerken zu verknüpfen. Verknüpfungspunkte sind die Schnittstellen. Über sie werden Metadaten und Steuerinformationen ausgetauscht, die als komplementäre Informationspakete die Effizienz der Gesamtanlage erhöhen.

Ein typisches Beispiel ist die Verknüpfung von Bild- und Transaktionsdaten an Geldausgabeautomaten. Die Bildaufnahme erfolgt über Kameras, die je nach Einsatzbereich unterschiedliche Kriterien zu erfüllen haben. Bildausschnitt, benötigte Bildqualität und Umgebungsbedingungen wie beispielsweise die Lichtverhältnisse variieren stark und sollten vorab für jeden Kamerastandort definiert werden. Die Auflösungen gehen von D1 bis Dual-Link HD-SDI und mehr. Hier ist man schon einen entscheidenden Schritt weiter, wenn man verinnerlicht, dass „mehr Pixel“ nicht zwangsläufig „bessere Lösung“ bedeutet. Es gilt, den tatsächlichen Bedarf zu definieren.

Korrektes Blickfeld

Da Kameras als Bildgeber die Hauptinformationsquelle vieler Sicherheitssysteme darstellen, ist ihre volle Funktionsfähigkeit entscheidend. Ihre Fernüberprüfung kann beispielsweise über Camcheck, ein Softwaretool von Geutebrück, automatisiert und perfektioniert werden. Das Softwaretool stützt sich technisch gesehen auf Videoanalyse, konkret auf Camera Position Authentication, einen elektronischen Verdrehschutz. Sie erkennt effizient Veränderungen im Kamerablickfeld, denn insbesondere dort, wo Geldtransaktionen erfolgen, spielt die absolute Einhaltung des Kamera-Blickfeldes eine große Rolle, da bei einer Verdrehung unter Umständen kein Schutz mehr gegeben wäre.

Im Falle eines Problems mit einer Kamera kann dies nicht nur Alarmaufschaltungen in Echtzeit bewirken, sondern auch den automatischen Eintrag in eine Kamera-Statusliste, die sich über viele Banking-Bereiche erstrecken und von autorisiertem Personal jederzeit gesichtet werden kann. Die Bildhistorie kann zudem direkt abgespielt werden, um die Situation zu beurteilen. Passt alles, wird der Status der Kamera in der Kamera-Statusliste auf „OK“ gesetzt. Bei Unregelmäßigkeiten kann eingegriffen werden.

Schnittstellen werden heute fast nur noch netzwerkbasiert auf Basis des TCP/IP-Protokolls realisiert. Standardisierte Schnittstellen zur Systemsteuerung sind OPC und BACnet, je nach Anwendung werden auch noch serielle Schnittstellen verwendet. Da sich Systemanforderungen per se über ihre Nutzungsdauer verändern, müssen heute genutzte Schnittstellen auch in Zukunft zu anderen Systemherstellern und zu kommenden Produktgenerationen kompatibel sein.

Daher ist darauf zu achten, dass alle betroffenen Systemhersteller dies zusichern. Ansonsten kann die Modernisierung eines Teils des Gesamtsystems dazu führen, dass alle Schnittstellen überarbeitet werden müssen – ein aufwendiges Unterfangen. Außerdem sollten Hersteller Software Development Kits (SDKs) mit entsprechendem Entwicklersupport bereitstellen. Die Preispolitik von SDKs und Schnittstellen ist unbedingt zu vergleichen. Die Unterschiede sind groß und können zu erheblichen, ungeplanten Kosten führen.

Je nach Hersteller arbeiten die Kameras mit unterschiedlichen Kompressionen, die der nachgeschaltete Videorecorder „verdauen“ muss. Die Auswahl der Aufnahmeeinheit legt die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems und die Wahlmöglichkeiten bei Hardware, Softwaretools und Integration anderer Systeme entscheidend fest. Völlige Unabhängigkeit von Kameraherstellern bietet beispielsweise ein omnibrides System, also eine Videospeichereinheit, die alle gängigen Kompressionen verarbeitet.

Hans J. Kruft, Key Account Manager Banks der Geutebrück GmbH

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Architektur von Videosystemen

Zentral oder dezentral

Die Planung von Videosicherheitssystemen ist die Basis ihrer späteren Leistungsfähigkeit. Festlegung der Schutzziele, Analyse der Rahmenbedingungen und Bestimmung der benötigten Funktionen sind elementare Planungsabschnitte für die Auswahl des technischen Lösungskonzeptes.

Foto: Hanwha Techwin

Implementierung des H.265-Standards

Die Signifikanz der Kompression

Diejenigen, die in der Videoüberwachung tätig sind, werden wahrscheinlich in etwa einem Jahr zurückblicken und sich fragen, wie wir jemals ohne H.265 überleben konnten. H.265-Kompression ist da, und der Zeitpunkt könnte nicht günstiger sein.

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Standardisierung

Zukunft der Sicherheitstechnik

Vernetzung ist in der Sicherheitstechnik ein zentraler Trend, denn integrierte Sicherheitslösungen bieten eine hohe Kosteneffizienz und einen reduzierten Administrationsaufwand. Voraussetzung für deren Realisierung ist die Nutzung von offenen Plattformen und standardisierten Protokollen.

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Videomanagement im Parkhaus

Alles im Blick bei B+B in Düsseldorf

Die B+B Parkhaus GmbH & Co. KG ist ein familiengeführtes Düsseldorfer Unternehmen, das rund 20.000 Stellplätze in 60 Objekten betreibt. Schritt für Schritt wird das technische Parkhausmanagement zentral organisiert. Im Zentrum steht eine neue Geutebrück Videolösung mit G-SIM Security Information Management.