Smartphone-basierter Zugang ist elementar für Car-Sharing und andere Mobility-Services.
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Zutrittskontrolle

Smarte Designprinzipien für sichere Mobility-Services

Sicherer Smartphone-basierter Zugang ist eine Voraussetzung für Car-Sharing und andere Mobility-Services. Elementar sind dabei vier Designprinzipien.

Will man Mobility-Services, wie Car-Sharing oder In-Car Delivery, sicher und komfortabel umsetzen, müssen die grundlegenden Designprinzipien möglichst umfassend berücksichtigt werden. Die neueste Generation von Fahrzeugen hat sich zu komplett digitalisierten, drahtlos vernetzten Rechnerknoten entwickelt. Dies erleichtert den sozialen Wandel und verändert herkömmliche Geschäftsmodelle. Früher besaß man in der Regel ein teures Fahrzeug, das zu 95 % der Zeit irgendwo auf einem Parkplatz stand (Quelle: Fortune). Heute dagegen erzielt der durch die drahtlose Kommunikation ermöglichte Carsharing-Markt eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 16,2 % und dürfte bis 2025 einen globalen Markt von fast 15 Milliarden USD erreichen.

Intelligente Fahrzeuge, die sich drahtlos austauschen

Heute nutzen mehr als 43 Millionen Personen Carsharing-Dienste, wobei die Sektoren Autovermietung und Taxi noch nicht berücksichtigt sind (Quelle: Statista). Die Vorteile von Carsharing sind überzeugend. Einzelpersonen haben Zugang zu privaten Autos, ohne die Kosten und Verantwortung, die mit dem Eigentum an einem Fahrzeug verbunden sind. Mit der bevorstehenden Zunahme fahrerloser Fahrzeuge, die weder abgeholt noch zurückgebracht werden müssen, wird sich dieser Trend weiter beschleunigen.

Intelligente Fahrzeuge, die drahtlos kommunizieren können, um Benutzer zu authentifizieren und ihnen Zugang zu gewähren, bilden eine technologische Triebfeder dieses Trends. Allerdings sind Informationen und Kommunikation, die Over-the-Air zwischen Benutzern und Fahrzeugen übertragen werden, gefährdet, denn sie stellen eine Angriffsfläche für potenzielle Hacker und Diebe dar.

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Damit ist auch ein Risiko durch Dienstausfälle ein Thema, dem Beachtung geschenkt werden sollte. Aufgrund der langjährigen Erfahrung auf dem Gebiet der sicheren, kontaktlosen Authentifizierung hat Legic vier Best Practices für Anbieter bei der Einführung neuer Mobilitätsdienste erarbeitet.

Lokale drahtlose Kommunikation ist ein Muss für smarte Dienste

Der Smartphone-basierte Fahrzeugzugang ist die Voraussetzung für das Sharing von Fahrzeugen. Erfahrungen mit Diensten, die eine Online-Konnektivität erfordern, zeigen jedoch, dass Mobilfunkdienste für die Nutzung von Mobilitätsdiensten oft nicht ausreichend zuverlässig sind. Niemand will beispielsweise mit Kindern und Lebensmitteln vor einem verschlossenen Fahrzeug stehen und es nicht aufschließen können, weil es in der Tiefgarage keinen Mobilfunkempfang gibt. Ein Mobilitätsdienst, der den Zugang zum Fahrzeug über lokale Kommunikation ermöglicht, ist eine bessere und zuverlässigere Option, die die Abhängigkeit von der Mobilfunkkonnektivität beseitigt. Die lokale Kommunikation über RFID, Bluetooth oder UWB zwischen Smartphone/Smartcard und Fahrzeug ist schnell, zuverlässig und energieeffizient.

Unterstützung für vielfältige Anwendungen in den Mobility Services

Neue Mobility Services erfordern häufig, dass mehrere Anwendungen in einer einzigen Fahrzeuginfrastruktur untergebracht sind. Dasselbe Fahrzeug kann gleichzeitig als Teil einer Carsharing-Flotte, für Paketzustelldienste („In-Car Delivery“), als Energiespeichersystem („Vehicle-to-Grid“ oder V2G) sowie als persönliche Mobilitätsgarantie genutzt werden. Ziel muss es sein, eine Mobilitätsinfrastruktur zu schaffen, die eine Vielzahl bereits vorhandener und zukünftiger Dienste unterstützt, die Fahrzeugnutzung optimiert und gleichzeitig die Umweltbelastung so gering wie möglich hält.

Sicherheit und Kontrolle für den Service-Anbieter gewährleisten

Neben der Wahrung der Sicherheit und Vertraulichkeit für die Nutzer in Bezug auf Führerschein, Kreditkartendaten, persönliche Profile, virtuelle Schlüssel und Standortdaten muss auch das Geschäftsmodell des Anbieters von Mobilitätsdiensten geschützt werden. Der Schutz wertvoller Infrastruktur vor Missbrauch muss sichergestellt werden. Geschäftlicher Erfolg ist also nur zu erreichen, wenn Service-Anbieter die vollständige und sichere Kontrolle über ihre Fahrzeuge, Dienste, Anwendungsökosysteme und Benutzerinteraktionen behalten.

Flächendeckende und sichere Konnektivität bereitstellen

Ein zuverlässiger und sicherer Informationsaustausch zwischen allen Infrastrukturkomponenten und Nutzern ist unerlässlich. Konnektivität ist nicht nur ein Merkmal; sie ist eine wichtige Grundlage, um Mobilitätslösungen zu ermöglichen. Die sichere Interaktion zwischen Service-Anbietern, Nutzern und Fahrzeug muss sichergestellt werden, nicht nur mit dem Netzwerk des Service Providers, sondern auch am Netzwerkrand zwischen Nutzern und Infrastruktur über Kurzstreckenkommunikation wie Bluetooth und NFC. Alle Komponenten müssen miteinander kommunizieren können, und das System muss bei Ausfall einer Netzwerkverbindung weiterhin sicher funktionieren.

Dr. Felix Pütz, Head of Business Unit Mobility and Smart City, Legic Identsysteme.

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