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Das Ziel in modernen Mehrzweckgebäuden ist es, die Komplexität des eingesetzten Managementsystems zu reduzieren und den Schutz zu maximieren.
Foto: Vanderbilt
Das Ziel in modernen Mehrzweckgebäuden ist es, die Komplexität des eingesetzten Managementsystems zu reduzieren und den Schutz zu maximieren. Eine smarte Integration jenseits der Gewerkegrenze bietet verschiedene Vorteile. 

Zutrittskontrolle

Smarte Integration jenseits der Gewerkegrenzen

Was eine Integration von Zutritts- und Videotechnik für smarte Mehrzweckgebäude jenseits der Gewerkegrenzen leistet.

Mehrzweckgebäude stellen aufgrund ihrer heterogenen Nutzerschaft komplexe Anforderungen an Sicherheitssysteme – dem begegnet man am besten mit einer smarten Integration der Gewerke. Vielerorts ist eine Rückkehr von flexibel nutzbaren Gebäuden zu beobachten, die verschiedenen Zwecken dienen können, darunter Wohnräume, Einzelhandelsgeschäfte, Unterhaltung Geschäftsräume, Hotels und mehr. Eine große Anzahl der in den letzten Jahren errichteten Gebäude sind Mehrzweckgebäude, die gleichzeitig unterschiedlichste Nutzer besitzen. In diesem Zusammenhang spielen gerade die Sicherheitsanforderungen eine Rolle, da es auch darum geht, potenzielle Mieter und Besucher zu begeistern und für die Investoren die Nutzungsdauer der Gebäude zu maximieren.

Trennung der Nutzungsarten im Mehrzweckgebäude

Wenn es in einem Gebäude diverse Funktionen mit mehreren Beteiligten gibt, wünschen sich Gebäudeeigentümer und Gebäudenutzer eine Trennung der Nutzungsarten. Diese trägt dazu bei, Menschenmengen voneinander zu trennen, und ermöglicht es, die Sicherheitsmaßnahmen auf die jeweilige Gebäudenutzung zu beschränken. Dabei steht die betriebliche Sicherheit im Vordergrund. Für die operative Sicherheit ermöglicht die Abtrennung der verschiedenen Einheiten einen flexiblen Wechsel zwischen den Bedrohungsszenarien. Vielleicht muss nur ein Teil des Gebäudes auf ein hohes Risiko hin optimiert werden, während der Rest des Gebäudes nur einer niedrigen Bedrohung ausgesetzt ist. Um diese Art von Flexibilität zu ermöglichen, plant man Einheiten wie etwa Hotel, Einkaufszentrum oder Büroetagen so, dass sie physisch voneinander getrennt sind und jeder Zugang und alle Verbindungsstellen zwischen den verschiedenen Bereichen überwacht wird.

Die eingesetzte Zutrittskontrolle (inklusive Besucherverwaltung und übergeordneten ID-Management) in Mehrzweckgebäuden ist an komplexe Anforderungen geknüpft. Ein Grund ist das einheitliche Management dieser Systeme. Ein anderer Grund und gewichtiger Faktor sind die unterschiedlichen Personengruppen mit ihren eigenen Sicherheitskonzepten. Ein übergeordnetes System macht die Bedienung verständlich und erzeugt ein müheloses Benutzererlebnis.

Gebäudeeigentümer versus Nutzer

Gebäudeeigentümer und Nutzer haben ganz unterschiedliche Erwartungen. Naturgemäß möchte der Gebäudeeigentümer seine Investition schützen, den Nutzern aber maximale Flexibilität bieten und das verbunden mit dem höchsten Sicherheitsstandard. Das Ziel ist es die Komplexität des eingesetzten Managementsystems zu reduzieren und den Schutz zu maximieren.

Gerade hier ist die systemübergreifende, flexible Zutrittskontrolle der Schlüsselfaktor für maximale Sicherheit. Der Administrator kann sofort erkennen, ob es sich bei der Person die das Gebäude betritt oder ins Parkhaus einfährt, um welche Personengruppe es sich handelt.

Das Augenmerk liegt auf Integration

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Ist es der beauftragte Dienstleister, der Reparaturen vor Ort durchführt, ist es ein Angestellter, ist es ein Besucher, der einen Termin bei einer Firma hat, oder ist es ein Bewohner und dessen Besucher? Ganz gleich, um welche genannte Personengruppe es sich handelt, der Administrator erhält einen vollständigen Überblick über alle Ereignisse im System. Zu den Ereignissen in einem übergeordnetem System gehört auch die Übersicht über gewerkeübergreifende Managementsysteme wie Videotechnik, Einbruchmeldeanlage und Brandmeldesysteme. Beides zusammen vernetzt, reduziert die Gefahr, dass wichtige Ereignisse unentdeckt bleiben.

Smarte Integration der Gewerke: übergeordnetes Systemmanagement

Eine solche Systemarchitektur sorgt aufseiten der Betreiber und Investoren für ein hohes Maß an Investitionssicherheit. Moderne, übergeordnete Systeme sind modular und skalierbar aufgebaut. Durch eine zusätzliche Anbindung in die Cloud sind sie jederzeit und von jedem Ort bedienbar und überprüfbar. Das Dashboard zeigt dem Administrator auf einen Blick alle systemrelevanten Ereignisse. Das führt zu reaktionsschnellen Serviceleistungen, wie die Diagnose, Bedienerunterstützung oder Entstörung. Und das Ganze von Remote aus. Wird ein Problem trotz Fernwartungsunterstützung nicht gelöst, kann ein lokaler Facherrichter eingesetzt werden.

Rechtliche Bestimmungen und Richtlinien einhalten 

In einem vollumfänglichen Sicherheitskonzept spieltauch der Brandschutz sowie die Integration in ein übergeordnetes Systemmanagement eine sehr wichtige Rolle. Der Betreiber ist verpflichtet rechtlicher Bestimmungen und Richtlinien einzuhalten. So erhält der Administrator ein Echtzeit-Monitoring für die Gebäudesicherheit und bestmöglichen Brandschutz im Ernstfall. Professionelle Brandschutztüren können mit einem digitalen Zutrittskontrollsystem ausgestattet werden, was wiederum mit dem übergeordneten Sicherheitssystem individuell konfiguriert werden kann, sei es bei den Berechtigungen oder beim Besuchermanagement.

Moderne, übergeordnete Systeme sind modular und skalierbar aufgebaut. Durch eine zusätzliche Anbindung in die Cloud sind sie jederzeit und von jedem Ort bedienbar und überprüfbar.
Moderne, übergeordnete Systeme sind modular und skalierbar aufgebaut. Durch eine zusätzliche Anbindung in die Cloud sind sie jederzeit und von jedem Ort bedienbar und überprüfbar.

Gerade der Zutritt zu besonders schützenswerte Bereichen soll und muss gesteuert und verwaltet werden. Dabei ist es erheblich auf sichere, nicht kompromittierte Identifikationsverfahren, wie etwa RFID-Technologien und Biometrie, zu setzen.

Selbstverständlich entriegeln sich Brandschutztüren automatisch im Brandfall. Bei der Evakuierung eines Gebäudes unterstützt das Zutrittskontrollsystem etwa mit einer umgekehrten Personenzählung: Haben alle Personen, die das Gebäude betreten haben, auch das Gebäude wieder verlassen? Auch hier wiederum spielt eine Integration mit der Videosicherheit eine sehr große Rolle. Die eingesetzte Videotechnik im übergeordneten System kann laufend feststellen, ob die Personenzahl der Brandschutzverordnung entspricht.

Verbindung mit integrierter Videotechnik

Die Zutrittskontrolle zum Parkhaus wird in Verbindung mit integrierter Videotechnik noch mehr für den Administrator vereinfacht. So unterstützt die Videotechnik auf visueller Ebene, sei es die Kennzeichen oder Fahrzeugerkennung und hilft dem Administrator zur schnellen Entscheidungsfindung. Das sind nur einige Gewerke, die hier in einem gesamtheitlichen und übergeordneten Systemmanagement erwähnt werden. Zusammen bilden sie eine Einheit von Assistenzsystemen, die dem Betreiber einen Gesamtüberblick über seine Investition geben.

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Anbieter wie Acre setzen bei Sicherheitslösungen alles auf die Vernetzung und Integration sämtlicher Bereiche. Zutrittskontrolle, Einbruchmeldeanlagen, Brandmeldeanlagen Videotechnik und ID-Management. Schon in der Projektierungsphase unterstützt Acre mit der Planung und Ermittlung solcher Systeme. Acre liefert die komplette Technologie und Service vor Ort und Remote.

Dank der offenen Systemarchitektur und Schnittstellen ist dies ebenso für Bestandsbauten umsetzbar, die bereits über Sicherheitslösungen verfügen, die aber eine Aktualisierung benötigen, weil gegebenenfalls Technologien kompromittiert wurden.

Wojtek Korba, Sales Manager Germany & Projectmanagement Smart Building IoT, Vanderbilt International.

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Wojtek Korba, Sales Manager Germany & Projectmanagement Smart Building IoT, Vanderbilt International.
Foto: Vanderbilt
Wojtek Korba, Sales Manager Germany & Projectmanagement Smart Building IoT, Vanderbilt International.
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