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Die Transformation zur klimaneutralen Fertigung  stellt für die Industrie eine große Herausforderung dar. Praktische Hilfestellungen gibt es auf der Digitalveranstaltung Klimaneutrale Produktion – Ready for zero-carbon solution? am 10.11.2021.

Veranstaltungen

So funktioniert die Umstellung auf eine klimaneutrale Fertigung

Praktische Lösungsansätze und Strategien „Klimaneutrale Produktion – Ready for zero-carbon solution?“ am 10.11.2021. 

Die zukünftige Fertigung ist klimaneutral und stellt eine echt Herausforderung für viele Unternehmen dar. Trotzdem bleibt keine Zeit mehr, um abzuwarten. Denn die Politik hat die Weichen gestellt. Mit dem Beschluss zur Verfassungsbeschwerde gegen das Klimaschutzgesetz im März 2021 hat das Bundesverfassungsgericht Druck auf die Politik ausgeübt, die Regelungen des Klimaschutzgesetzes vom 12.12.2019 noch einmal zu präzisieren und zu verschärfen. Daraufhin hat die Bundesregierung mit dem Klimaschutzgesetz 2021 und dem Klimaschutzprogramm 2030 schnell reagiert. Im Ergebnis bedeutet das, dass bis 2030 der CO2-Ausstoß um 65 % und bis 2040 um 88 % zum Vergleichsjahr 1990 gesenkt werden muss und die Klimaneutralität anstatt 2050 schon 2045 erreicht werden soll. Doch solch eine Transformation ist kompliziert und erfordert neue Denkmodelle. Hilfestellung soll die Digitalkonferenz Klimaneutrale Produktion. Ready for zero-carbon solution? geben. Dafür bündeln die Schlüterschen Industriemedien ihre Netzwerke, um bei der Umsetzung solch einer Transformation zu unterstützen – und das praxisnah.

Die Chancen in der Herausforderung erkennen

Neben Energie- und Ressourceneinsparungen lässt sich durch eine Reduzierung von Umweltemissionen auch eine Unabhängigkeit von den Risiken zukünftiger Preissteigerungen (z.B. die sich im Preis zuletzt verdoppelten Europäischen Emissionszertifikate deren Ausweitung im Raum steht, sowie die bald steigende nationale CO2-Abgabe) erzielen. Darüber hinaus können Umweltschutzmaßnahmen sowohl zu einem positiven Imagegewinn in der Außendarstellung führen als auch zu einer höheren Identifikation der eigenen Mitarbeitenden mit den Unternehmenswerten. All dies führt neben positiven Auswirkungen auf die Umwelt letztlich auch zu ökonomischen Vorteilen. Darüber referiert Dipl. Volkswirt Stefan Büttner, Direktor für Globale Strategie & Wirkung am Institut für Energie Effizienz in der Produktion (EEP) sowie Vorsitzender der UNECE Task Force zu Industrieller Energieeffizienz und koordiniert die gemeinsamen Aktivitäten von EEP und dem Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA zur Klimaneutralen Produktion. 

CO2-Footprint die Basis

Die Erhebung des Corporate Carbon Footprints ist ein unerlässlicher Schritt zur Identifikation von CO2-Hotspots, der Definition einer Klimaschutzstrategie sowie der anschließenden Reduzierung von Treibhausgasminderungen. Wie diese Erhebung (Scope 1-3) funktioniert erklärt Marcel Severith, Manager der Systain Consulting GmbH bei der Digitalkonferenz am 10.11.2021

Verschiedene Ziele – verschiedene Strategien

Um sich dieser strategischen und vor allem ungewöhnlich langfristigen Herausforderung zu stellen, braucht es strategische Planung: Wie werden unternehmerische Klimaziele unter dem Eindruck des Paris Abkommens sinnvoll definiert? Wie geht man mit der Unsicherheit durch weit in der Zukunft liegende Ziele um? Wo lauern die technologischen und finanziellen Risiken? Wo locken Chancen auf Wettbewerbsvorteile? Wie finde ich das richtige Maß zwischen Qualität und Geschwindigkeit, vor allem in Bezug auf bei Abhängigkeit von Vorlieferanten. Über mögliche Strategien informiert Robert Werner, Geschäftsführer des Hamburg Institut und der Greenmiles GmbH.

Zertifizierung zukünftig erforderlich

Dabei wird es in Zukunft auch wichtig sein, sein Unternehmen auch dementsprechend zu zertifizieren. Wie dies nach dem  Standard PAS 2060 funktioniert erklärt Georgios Agrafiotis, Auditor der TÜV SÜD Industrie Service GmbH.  Praxisnahe Ansätze für einen ressourceneffiziente Fertigung stellt Dr.-Ing. Marc-André Dittrich, Abteilungsleiter Funktionsorientierte Prozessplanung vom IFW Hannover vor und natürlich bedeutet praxisnah auch, dass wir mit Andreas Müller, Geschäftsführer der Alois Müller GmbH, auch einen Unternehmer zu Wort kommen lassen, der schon 2019 seine Green Factory am Hauptsitz in Ungerhausen in Betrieb nahm und von seinen Erfahrungen über den Umstellungsprozess berichtet.

Die Themen im Überblick:

  • 9.00 Uhr – N.N „Transformation zur Klimaneutralen Industrie: Herausforderung und Chance“
  • 10.00 Uhr– Uhr Stefan Büttner: „Bereit für die Zukunft? – Der Weg zum klimaneutralen Unternehmen”, 
  • 11.00 Uhr – Marcel Serverith: „Erhebung des Corporate Carbon Footprint (Scope 1-3)“
  • 13.00 Uhr – Robert Werner: „Strategische Planung und Vorgehen bei der Transformation zum klimaneutralen Unternehmen“
  • 14.00 Uhr – Georgis Agrafiotis „Glaubwürdiger Nachweis der Klimaneutralstellung von Unternehmen gemäß PAS 2060″
  • 15.00 Uhr – Marc-Andre-Dittrich: „Praxisnahe Ansätze für eine ressourceneffiziente Fertigung – Legen wir los“
  • 16.00 Uhr – Alois Müller „Green Factory | CO2-Neutralität durch Erneuerbare Energien, intelligente Vernetzung und Demand Side Management”

Tickets für die Veranstaltung können Sie sich  hier sichern.