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Antennenanlagen müssen im privaten und gewerblichen Bereich gegen Blitzeinschläge gesichert werden.

Brandschutz

So werden Antennen geerdet und gegen Blitze gesichert

Im Sinne des umfassenden Brandschutzes müssen Antennen im privaten und gewerblichen Bereich gegen Blitzeinschläge gesichert und wirksam geerdet werden.

Effektive Erdung und Blitzschutz sind für Antennenanlagen auch im Zuge des Brandschutzes unerlässlich – SSB Electronic bietet hierzu passende Lösungen an. Zur Sicherung von Antennenanlagen eignen sich die neuen Erdungsschellen der Produktreihe GC von SSB-Electronic zur Erdung aller gängigen Koaxialkabel mit einem Außendurchmesser von sieben bis 15 mm. Zu den Vorteilen zählen laut Hersteller eine schnelle Montage sowie die hohe Schutzklasse IP 68.

Gründe für die Verwendung von Erdungsschellen zur Sicherung von Antennenanlagen

Die Verschleppung von Potentialen und die daraus resultierenden Mantelströme und Mantelfelder sind gerade bei räumlich ausgedehnten elektrischen Komponenten, wie koaxialen Leitungen, immer wieder problematisch. Erdungsschellen bringen den leitfähigen Geflechtmantel des koaxialen Kabels auf Erdpotential zu bringen und verhindern so technische Ausfälle, Erwärmung von Leitungen durch Mantelströme, sogar Verletzungen durch gefährliche Berührungsspannungen und möglicherweise Brände. Bei der Installation von Antennen- und Kommunikationsanlagen gibt es normative Vorgaben, wobei die Blitzschutznormen VDE 0185-305 und die Antennenerrichtungsnormen VDE 0855 maßgeblich sind.

Potenzialausgleich an Antennen dient Personen- und Geräteschutz

Abhängig von den baulichen Gegebenheiten (zum Beispiel im Gebäude vorhandene Blitzschutzanlage) ergeben sich daraus notwendige Maßnahmen in Bezug auf Potentialausgleich, Erdung und Blitzschutz. Laut dem Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) müssen Antennen dabei immer in den Potentialausgleich eines Gebäudes einbezogen werden. Zudem müssen alle metallenen Teile der Antennenanlage, beispielweise der Antennenmast oder die Schirme der Antennenkabel, in den Potentialausgleich einbezogen werden.

Dieser verhindert größere Spannungsunterschiede zwischen elektrisch leitfähigen Teilen, die wiederum entsprechende Ströme (Mantelströme) erzeugen, und dient dem Personen- und Geräteschutz. Die Abschirmung des koaxialen Leiters sollte immer, ebenso wie die gesamte Antennenanlage, auf einheitlichem Erdpotential liegen.

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Gefahr der elektrostatischen Aufladung an Antennen und elektrischer Schlag durch Überspannung

In offene Leitungen, die nicht- oder nur hochohmig abgeschlossen sind und sich wie eine riesige Antennenanlage über große Distanzen ausdehnen, werden im gleichen Umfang elektromagnetische Wellen (Rauschen) oder elektrostatische Spannungen eingekoppelt. Das Resultat ist eine elektrische Spannung im Leiter, ähnlich eines Kondensators, die sich bei Berührung schlagartig entladen kann.

Gefahr des Mantelstroms und der Überhitzung

Das Wesen eines Kabels ist es, dass es zwei Orte miteinander verbindet. Je weiter die Orte räumlich auseinander liegen (zum Beispiel Haus und Geräteschuppen), so wahrscheinlicher ist die Gefahr, dass sich zwischen Ort A und Ort B ein Potentialunterschied von - im schlimmsten Fall – ein paar Volt aufbaut. Da die Abschirmung eines koaxialen Kabels, der Geflechtmantel, nur über einen geringen Widerstand verfügt, kommt es nach dem Ohmschen Gesetz zu einem Ausgleichsstrom zwischen Ort A und Ort B. Dieser Strom fließt dauerhaft und kann einige Ampere stark sein. Hohe Erwärmungen des Koaxialkabels ist die Folge, welches die elektrischen Eigenschaften des Kabels sehr stark negativ verändert, sogar bis zum Kurzschluss. Wo ein Strom fließt, bilden sich ebenfalls Magnetfelder. Auch diese können die Informationsübertagung im Koaxialkabel stören, überlagern und negativ beeinflussen.

Mantel des Kabels regelmäßig auf Erdpotenzial legen

Es ist also unbedingt erforderlich, die Spannungspotentiale im leitenden Mantel des koaxialen Kabels möglichst auf Null zu halten. Dies kann nur geschehen, wenn in regelmäßigen Abständen der Mantel des Kabels auf Erdpotenial gelegt wird und so Ausgleichstrom (durch die Reduzierung der Spannung) und die induzierte Spannung sicher gegen Erdpotential abgeleitet werden.

Die Erdungsschellen der Produktreihe GC wurden für den Potentialausgleich an Koaxialkabeln entwickelt. Mit diesen Erdungsschellen werden elektrostatische Aufladungen (Wind, Ladungsteilchen in der Gewitterluft), die gerade bei Wetterlagen mit Gewitterneigung durch die Antennenanlage oder das hochohmig geerdete Koaxialkabel eingefangen und fortgeleitet werden, erfolgreich beseitigt und das angeschlossene Gerät geschützt.

Eigenschaften der neuen Erdungsschellen aus der GC-Serie von SBB-Electronic

Das Gehäuse der Erdungsschellen besteht aus schwarzem Kautschuk, welches das Erdungsband  aus Edelstahl umgibt. Als Innenkontakt wird ein Geflechtband aus verzinntem Kupfer verwendet. Die Dichtmasse aus schwarzem Butylkautschuk verhindert zuverlässig, dass Feuchtigkeit oder Schmutz in die Erdungsschelle eindringen kann. Das etwa 40 Zentimeter lange Erdungskabel ist eine siebendrähtige Kupferleitung mit einem 16 Quadratmillimetern Querschnitt, umgeben von einem schwarzen PVC-Mantel.

Die neuen Erdungsschellen zeichnen sich durch kompakte Struktur aus und lassen sich schnell und einfach montieren. Dabei wird das abisolierte Koaxialkabel in die Erdungsschelle eingelegt, die Erdungsschelle zusammen geklappt und mit zwei Schrauben verschlossen, sodass die Installation in kurzer Zeit mit nur wenigen Werkzeugen möglich ist.

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Foto: SSB Electronic Die Erdungsschellen der Produktreihe GC entwickelte SSB Electronic für den Potenzialausgleich an Koaxialkabeln.

Erdungsschellen für  Antennen sind wasserdicht und witterungsbeständig

Die Erdungsschellen aus dem Hause SSB-Electronic sind wasserdicht sowie witterungs-, korrosions- und temperaturbeständig. Mit ihrer hohen Schutzklasse IP 68 gewährleisten sie einen zuverlässigen Schutz des Equipments beziehungsweise der Anlage vor Überspannung. Der zulässige Temperaturbereich erstreckt sich von -40 bis +85 Grad Celsius. Die Erdungsschellen sind UV-beständig und uneingeschränkt für den Außeneinsatz geeignet. Elektrisch überzeugen die neuen Erdungsschellen mit einem niedrigen Kontaktwiderstand, der kleiner fünf Milliohm beträgt.

Die Erdungsschellen werden durch die QS der SSB-Electronic aufwendig geprüft und strengen internen Qualitätstests unterzogen. Es handelt sich dabei um unterschiedliche Korrosions-, Temperatur- und Umwelttests, die zur Überprüfung der Korrosions- und Temperaturbeständigkeit sowie Staub- und Wasserdichtheit dienen. Ebenso werden elektrische Tests durchgeführt, um wichtige elektrische Parameter zu ermitteln.

Produktalternative zur Erdung von Koaxialkabeln in gewohnter Qualität

Mit den neuen Erdungsschellen bietet SSB-Electronic GmbH eine weitere Produktalternative zur Erdung von Koaxialkabeln in gewohnter Qualität an. Die Datenblätter, Montageanleitungen und weitere Informationen zu den neuen Erdungsschellen sind auf der Website von SSB-Electronic GmbH zu finden. Sie können direkt über den Online-Shop des Unternehmens oder über den einschlägigen Kabelfachhandel bestellt werden. Zahlreiche flexible, dämpfungsarme und speziell für Gebäudeinstallationen zertifizierte Brandschutz-Koaxialkabel, passende Koaxialverbinder aller Normen sowie koaxiale  Überspannungsableiter stehen ebenfalls zur Verfügung.

Lina Schmidt, Leitung Produktmanagement, SSB-Electronic GmbH.

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