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Foto: Maniago
Maniago vereint Zutrittskontrolle und Fluchtweg-Management in einem Produkt – so bietet die Lösung Sicherheit, Komfort und Flexibilität.

Zutrittskontrolle

So werden Sicherheit, Komfort und Flexibilität vereint

Die Produktentwicklung von Maniago setzt auf kundenspezifisch als Standard und vereint Sicherheit, Flexibilität und Komfort in den Lösungen des Unternehmens.

PROTECTOR sprach mit dem Entwicklungsleiter Georg Fröhlich über die Herausforderungen moderner Zutrittskontroll-Systeme, den Fokus der Produktinnovationen bei Maniago auf kundenspezifische Angebote, und die Frage, wie sich Sicherheit, Komfort und Flexibilität zusammenbringen lassen.

Sie entwickeln mit Ihrem Team Zutrittskontroll-Systeme bei Maniago. Welche Herausforderungen leiten Ihre aktuellen Innovationsprozesse und inwiefern unterscheiden sich Ihre Ziele von anderen Herstellern?

Zutrittskontroll-Systeme bewegen sich immer im Anspruchsdreieck von Sicherheit, Komfort und Flexibilität. Die Herausforderung für Entwickler liegt darin, eine höchstmögliche Vereinbarkeit dieser Anforderungen herzustellen und Lösungen so skalierbar zu machen, dass sie im Kleinen wie Großen funktional und effizient sind. Das dürfte ein Kernziel der Produktentwicklung bei allen Herstellern sein. Unterschiede entstehen eher über die Lösungsphilosophie, die man seinem Innovationsprozess zugrunde legt. So haben wir uns bei Maniago zum Beispiel gezielt gegen sogenannte Branchenlösungen entschieden. Der Grundgedanke ist zwar schlüssig und verspricht Effizienz: Man bündelt branchentypische Anforderungen und übersetzt diese in Lösungen für Kliniken, Behörden oder Industrie. Meist decken diese Branchenkonzepte auch rund 80 Prozent aller Anforderungen der Kundengruppe ab. Erfahrungsgemäß sind dann aber die Anpassungen der letzten 20 Prozent an die kundenspezifischen Anwendungssituationen nur mit enorm hohem Aufwand realisierbar. Im Ergebnis gibt es also doch wieder unliebsame Kompromisse oder hohe Kosten.

Deshalb setzt Maniago auf die Lösungsphilosophie „Individualisierung als Standard“. Wir streben also eine System-Agilität an, bei der sich modulare Hard- und Software-Komponenten rasch und unkompliziert in passgenaue Sicherheit und individuelle Nutzerfreundlichkeit überführen lassen. Basis hierfür ist Intelligenz am Produkt.

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Foto: Maniago Dipl.-Ing. Georg Fröhlich, Entwicklungsleiter der Maniago GmbH.

Was genau meinen Sie mit Intelligenz am Produkt?

Das bedeutet, dass wir bei der Produktentwicklung neben einer Ausstattung mit innovativen Funktionen vor allem ein hohes Individualisierungs- und Skalierungspotenzial im Blick haben. Denn genau das öffnet uns effiziente Wege, für jeden einzelnen Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu konzipieren.

Ein Beispiel aus unserer Entwicklungsentscheidung: Wir erschließen ein enormes Effizienzpotenzial, indem wir die Skalierbarkeit der Türkonfigurationen verfeinern. Üblicherweise werden am Markt 16er Schritte für die Aufstockung von Zutrittskontroll-Systemen angeboten. Möchte ein Kunde also 17 Türen mit der Zuko ausstatten, hat er Pech. Denn dann benötigt und bezahlt er zwei Standardmodule für 16 Türen. Diesen Standard ändern wir aktuell und bieten Module für jeweils zwei Türen an, mit denen das System in kleinen Schritten quasi endlos aufgestockt werden kann. Das bietet unseren Kunden neben Wirtschaftlichkeit vor allem mehr Unabhängigkeit und Flexibilität bei der Planung und reduzierte Aufwände bei Nachrüstungen. Genau solche Planungsspielräume gilt es letztlich für alle Bereiche und Anforderungen herzustellen.

Sicherheit, Flexibilität oder Komfort – je nach Bedarf

Inwiefern brauchte eine Zutrittskontrolle auch beim Aspekt Sicherheit Spielräume?

Oft konkurrieren Sicherheit und Komfort miteinander. Möchte ich alles zentral steuern können, binde ich das System an ein Netzwerk. Muss ich sicherstellen, dass keine Angriffe von außen möglich sind oder bei einem Netzausfall Funktionen lahmgelegt werden – zum Beispiel in einer JVA –, braucht es Komponenten, die autark funktionieren können. Deshalb entwickeln wir Geräte, die eine hohe Redundanz aufweisen, gleichzeitig aber auch alle nötigen Schnittstellen bieten, um sie auf Wunsch anbinden zu können. Die passgenaue Lösung für einen Kunden startet dann mit einer engagierten Analyse der individuellen Sicherheitsanforderungen und einer fachkundigen Beratung. Ihre Effizienz basiert auf dem Produkt, das alle Optionen unkompliziert möglich macht.

Auf dem Markt gibt es zunehmend Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen der Gebäudesicherheit. Wie gehen Sie bei Maniago mit diesem Trend um?

Diese modernen All-in-one-Lösungen erfordern gewerkübergreifende Hard- und Software-Konzepte, die verschiedene Technologien der Gebäudefunktionen vereinen und ihre Bedienung komfortabel zentralisieren. Da wir historisch zwei Gewerke parallel bedienen, liegt das systemübergreifende Denken in der DNA von Maniago. Lösungen der Zutrittskontrolle und des Fluchtweg-Managements werden hier unter einem Dach und aus einem Guss entwickelt. Damit entfallen Administrationsaufwände und Sicherheitslücken eines System-Mix und die Komponenten funktionieren auch dort reibungslos ineinander, wo Anforderungen komplex werden.

Die Verknüpfung von Komfort, Sicherheit und Flexibilität erreichen wir in der Produktentwicklung also immer wieder, indem wir von Beginn an ganzheitlich und groß denken. Auf der anderen Seite machen kleine Details, die bis zu Ende gedacht werden, oft den entscheidenden Unterschied. In diesem Spagat des Denkens finden unsere Innovationen statt.

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Können Sie uns ein Beispiel für ein solches Detail geben?

Bei der Zutrittskontrolle liegt der Entwicklungsfokus natürlich auf innovativen Funktionen und Trends wie Cloud-Anbindung oder biometrischen Verfahren. Das sind die Parameter, die bei einer Ausschreibung oder in einem Verkaufsgespräch im Vordergrund stehen. Dinge wie Montagefreundlichkeit fallen gerne unter den Tisch und werden auch bei der Entwicklung stiefmütterlich behandelt. Oft stecken aber genau da Potenziale für attraktive Kundenvorteile.

Bevor wir mit der Entwicklung unserer neuen Zuko starteten, setzten wir uns mit verschiedenen Interessensgruppen an den Tisch. Vertreter aus dem technischen Support wünschten sich übersichtliche, großzügige Installationen in geräumigen Schaltschränken. Bauherren und Architekten wiederum plädierten für kompakte Anlagen, die auch in beengten Installationsräumen Platz finden. Unsere Analyse von Ausschreibungen und Kundenaufträgen zeigte zudem einen Trend, der weg von Technikräumen auf jedem Stockwerk hin zu zentralen Einheiten im Keller geht. Vor allem bei großen Gebäuden in Bestlagen mit hohem Mietspiegel ist es verständlich, dass Investoren die Flächen lieber gewinnbringend vermieten, als sie mit großräumiger Technik zu füllen. Diese soll in Bereichen Platz finden, die nicht vermietet werden können. Letztlich haben wir genau diese gegensätzlichen Anforderungen in einem konkreten Entwicklungsziel fixiert und in Planungsfreiheit am Produkt überführt. Kunden können sich ihre Anlage künftig so zusammenstellen, dass sie in kleinen Räumen als Wand- oder Zwischendecken-Montage Platz findet und dennoch einfach zu installieren ist. Es gibt aber auch die Möglichkeit für Gewerbe- und Industriebauten, die gleiche Zuko in geräumigen Schaltschränken unterzubringen. Für solche Entwicklungsarbeiten an vermeintlich nebensächlichen Details muss man schon eine Portion Idealismus mitbringen, denn die Vorteile stehen nicht unbedingt an vorderster Front, wenn es um bunte Anzeigen und Kaufargumente geht. Sie werden aber in ihren Auswirkungen unterschätzt und machen oft den kleinen, aber bedeutenden Unterschied im Wettbewerb der Angebote aus.

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Hoppe

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Foto: Gretsch-Unitas

Gretsch-Unitas

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