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Überprüfung der Beschäftigten gefordert

Angesichts des Handgranatenwurfs in einer Flüchtlingsunterkunft fordert der Präsident des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW) Gregor Lehnert eine schnelle Umsetzung der Vorschläge des AK Gewerberecht.

Der derzeit heiß diskutierte Handgranatenwurf in einer Flüchtlings-unterkunft in Villingen-Schwenningen zeige, dass die Vorschläge der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Gewerberecht“ zur Verschärfung der Rechtsgrundlagen für die privaten Sicherheitsdienste schleunigst umgesetzt werden müsse, so Lehnert.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten vorgestern mitgeteilt, dass es sich bei dem Vorfall nicht um ein „fremdenfeindliches Motiv“, sondern um „Konflikte zwischen rivalisierenden Sicherheitsunternehmen“ handele. Dies bestätige leider die Erkenntnisse des Verbandes, dass gerade beim Schutz von Flüchtlingsunterkünften immer mehr unseriöse Sicherheitsdienste zum Einsatz kämen, so Lehnert.

Nicht nur der BDSW fordert ein schnelles Aktivwerden der Politik. Im Bundestag herrscht parteiübergreifend Einigkeit: Deutschland braucht klare Vorgaben für private Sicherheitsdienste und vor allem eine deutliche Verschärfung der Zuverlässigkeitsüberprüfung durch die Behörden. Der heute geforderte Auszug aus dem Bundeszentralregister („Führungszeugnis“) reiche nicht aus, so Lehnert.

Der Verband begrüßt grundsätzlich das „Eckpunktepapier“ zur Überarbeitung des Gewerberechts, das von einer Arbeitsgruppe unter Leitung des Bundeswirtschaftsministerium im Dezember vorgelegt wurde. Insbesondere die Vorschläge einer Unterrichtung der Gewerbeämter, durch Staatsanwaltschaft und Gerichte, über Erkenntnisse von Beschäftigten und Unternehmern in Strafsachen sowie die regelmäßige Überprüfung der Zuverlässigkeit der Beschäftigten (alle drei Jahre) mittels eines erweiterten Führungszeugnisses werden begrüßt.

Regelabfragen bei der Polizeibehörde des Wohnsitzes sowie bei den Verfassungsschutzbehörden zum Beispiel beim Schutz von Flüchtlingsunterkünften und von Großveranstaltungen sind dringend notwendig und entsprechen den Forderungen des BDSW.

Das Papier sei ein Schritt in die richtige Richtung, aber es reiche noch nicht weit genug, so Lehnert. Man müssen immer wieder feststellen, dass die öffentlichen Auftraggeber meistens dem billigsten Unternehmen den Auftrag zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften erteilten. Solange sich das nicht ändere, würden sich Vorfälle wie in Villingen-Schwenningen leider immer wiederholen, so Lehnert abschließend.

Das neue Gesetz soll die Anforderungen an private Sicherheitsdienstleister erhöhen.
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BDSW fordert Gesetz für Sicherheitsdienstleister

Der Präsident des BDSW, Gregor Lehnert, fordert im PROTECTOR-Interview die Verabschiedung eines Gesetzes für die private Sicherheitswirtschaft.

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Qualität setzt sich durch

Vor Kurzem legte der BDSW die Umsatzzahlen der privaten Sicherheitsdienste für das erste Halbjahr 2017 vor – der starke Rückgang zeigt, dass der Konjunkturaufschwung in Folge der Bewachung von Flüchtlingsunterkünften jetzt wohl endgültig beendet ist. Ob man darüber unglücklich ist, wollte PROTECTOR & WIK von BDSW-Hauptgeschäftsführer Dr. Harald Olschok wissen.

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Sicherheit von Flüchtlingsunterkünften

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BSWS) machte vor Kurzem in einem Pressegespräch deutlich, dass nicht an der Sicherheit der Flüchtlingsunterkünfte gespart werden dürfe. Ein Sicherheitsmitarbeiter auf weit über 100 Flüchtlinge – diese Rechnung könne nicht sicher sein, so BDSW Präsident Gregor Lehnert.

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Perspektive der Sicherheitsdienstleister

Wichtiges Bindeglied

Vor kurzem stellte der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) die Branchenzahlen für 2015 vor. Dabei reihte sich Superlativ an Superlativ. PROTECTOR & WIK wollte nun von Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des BDSW, wissen, wie man sich angesichts solcher positiver Zahlen fühlt – und ob es da nicht doch auch eine kleine Skepsis gibt.