Foto: Deutsche Bahn AG

Metalldiebstahl

Unternehmen gründen Sicherheitspartnerschaft

Die deutsche Wirtschaft sagt den Metalldieben den Kampf an. Mit einem Bündnis gegen Metalldiebe wehren sich die drei großen Infrastrukturbetreiber Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, RWE sowie der Verband Deutscher Metallhändler zukünftig gemeinsam.

„Mit vereinten Kräften gehen wir ab sofort noch stärker gegen Buntmetalldiebe vor. Unser Ziel ist es, den Rohstoffdiebstahl vom Ort des Geschehens bis in die Absatzkette hinein einzudämmen“, sagte Prof. Gerd Neubeck, Leiter Konzernsicherheit der Deutschen Bahn am Montag in Berlin.

Alleine die Schäden der beteiligten Infrastrukturunternehmen haben sich im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt. Wurden 2010 noch elf Millionen Euro an Schäden gezählt, waren es schon 2011 etwa 20 Millionen Euro. Hinzu kamen Image- und Folgeschäden wie Zugverspätungen, ausgefallene Telefon- und Datenleitungen oder Engpässe bei der Stromlieferung.

Austausch von Know-how

Volker Wagner, Sicherheitschef der Deutschen Telekom, betonte: „Auch wenn die Telekom nicht so stark betroffen ist wie andere Unternehmen: Wir nehmen den Diebstahl nicht einfach hin, sondern tun präventiv etwas dagegen. Kooperation und Austausch von Know-how sind dafür der richtige Weg.“

Kernstück der Zusammenarbeit in der Sicherheitspartnerschaft bildet ein neues elektronisches Frühwarnsystem. Die Mitglieder sammeln gemeinsam Informationen aus Metalldiebstählen und tauschen diese untereinander aus.

Absatzwege abschneiden

Zusätzlich werden die im Verband der Deutschen Metallhändler organisierten Unternehmen informiert und so der Absatz des gestohlenen Materials erschwert. Thomas Reuther, Präsident des Verbands Deutscher Metallhändler e.V.: „Durch das gemeinsame und koordinierte Vorgehen mit Verband, Unternehmen und unseren Mitgliedsbetrieben wollen wir kriminelle Kreisläufe unterbrechen und den Tätern den Absatzweg abschneiden.“

„Im nächsten Schritt geht es um die Entwicklung und Umsetzung von neuen Sicherheitsmaßnahmen. Wir sind auf der Suche nach Partnern in der Wissenschaft. Mit innovativen Forschungsprojekten können wir unsere sensible Infrastruktur noch besser schützen“, so Michael Schoofs, Leiter Forensik RWE.

Gemeinsame Präventionskampagne

Regelmäßige Arbeitskreistreffen gemeinsam mit der Polizei dienen zum Austausch über Auffälligkeiten und Häufungen. Abwehrmaßnahmen werden zukünftig gemeinsam initiiert und umgesetzt. Bestandteil der Zusammenarbeit soll auch eine gemeinsame Präventionskampagne sein. Alle Bürger werden aufgerufen, sich bei Auffälligkeiten zu melden. Ein weiteres Vorhaben ist der gemeinsame Buntmetallgipfel im Frühsommer 2013.

Alleine die Deutsche Bahn war im vergangenen Jahr mit mehr als 3.000 Fällen Metalldiebstahl betroffen. Hinzu kamen nachhaltige Auswirkungen auf Kunden im Jahr 2011 durch 11.000 betroffene Züge mit etwa 150.000 Verspätungsminuten. Die Deutsche Telekom verzeichnete 320 Fälle von Metalldiebstahl. RWE war mit 466 Fällen betroffen. Mit steigenden Rohstoffpreisen entstehenden Unternehmen mit sensibler Infrastruktur zunehmend wirtschaftliche Schäden und Beeinträchtigungen im täglichen Geschäft.

Foto: Deutsche Bahn

Deutsche Bahn, Sicherheitsbericht 2014

Investitionen zeigen Wirkung

Die Deutsche Bahn hat bei der Vorstellung ihres Sicherheitsberichts 2014 Mitte März eine insgesamt positive Bilanz gezogen. PROTECTOR sprach mit dem Sicherheitschef Gerd Neubeck unter anderem über die geplante Ausweitung der Videoüberwachung an Bahnhöfen.

Foto: Deutsche Bahn AG

DB

Erfreuliche Sicherheitsbilanz

Die Deutsche Bahn AG hat heute in Berlin ihren Sicherheitsbericht für das Jahr 2013 vorgestellt. Das erfreuliche Ergebnis: Die Sicherheit in Zügen und auf Bahnhöfen in Deutschland ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und statistisch deutlich besser als im sonstigen öffentlichen Raum.

Foto: Tapa

Frachtdiebstahl

Schulterschluss gefordert

Banküberfälle sind out, Ladendiebstähle bringen nur „Peanuts“ ein – Cargo-Crime ist dagegen eine Deliktform, die sich wachsender Beliebtheit erfreut. Nun gibt es verschiedene Initiativen wie beispielsweise die Transported Asset Protection Association (Tapa), die diesem Trend entgegenwirken wollen.

OSPA-Preisträger 2015

RWE: Herausragendes In-House-Sicherheitsteam

Die RWE Konzernsicherheit hat „Mission: Possible“ erfüllt. Bei der erstmaligen Vergabe der deutschen Outstanding Security Performance Award (OSPA) wurde die Konzernsicherheit der RWE AG als „Herausragendes In-House-Sicherheitsteam“ ausgezeichnet.