Foto: Vanderbilt

Test HD-IP-Kamera

Vanderbilt CCMW 3025

Die CCMW 3025 von Vanderbilt ist eine klassische Box-Kamera mit C/CS-Mount und 1/3 Zoll CMOS-Sensor. Sie liefert maximal drei Megapixel oder wahlweise niedrigere Auflösungen von 1080p, 720p oder SD. Die Kamera unterstützt die Codecs H.264 und M-JPEG und kann Bilder im simultanen Triple-Streaming übertragen. Die Videoströme lassen sich dabei unabhängig konfigurieren. Die CCMW 3025 verfügt über Tag/Nacht-Umschaltung, WDR und Gegenlichtkompensation, was sie rund um die Uhr einsetzbar macht. Die minimale Lichtempfindlichkeit beträgt laut Datenblatt 0,5 Lux in Farbe und 0,3 Lux in Schwarzweiß (bei F1.2 und 50 IRE). Zur weiteren Ausstattung zählen unter anderem Bewegungserkennung, 3D-Rauschreduzierung, Privatzonen, Zweiwege-Audio, ein integriertes Mikrofon sowie ein analoger Videoausgang. Ein SD-Kartenslot für die Aufzeichnung direkt in der Kamera ist ebenso integriert.

Einrichtung

Die Kamera kann mit wenigen Handgriffen und ohne Schwierigkeiten installiert werden. Dank der Stromversorgung über PoE hält sich der Verkabelungsaufwand stark in Grenzen. Das Objektiv lässt sich präzise und flott justieren – dabei ist auch das bequem über den Browser einstellbare automatische Auflagemaß hilfreich. Das Kameramenü wirkt auch sonst übersichtlich und ist logisch gegliedert. Als Nutzer findet man sich schnell zurecht und kann die Einstellungen nach seinen Wünschen umfangreich verändern. Das Gehäuse des Vanderbilt-Modells macht einen soliden und wertigen Eindruck. Es ist aus Metall gefertigt und sollte damit ausreichend widerstandsfähig gegen normale Beanspruchung sein. Der Onvif-Standard wird in der Version Profile-S unterstützt.

Bildqualität

Beim Aufbau mit Motivtisch unter Normallicht erzeugt die CCMW 3025 ein subjektiv angenehmes Bild. Farben und Hauttöne werden kräftig und weitgehend naturgetreu reproduziert. Auch die Zeichnung ist in allen Partien ausreichend. Sowohl dunkle wie auch helle Bildteile werden in gleichem Maße ohne Probleme abgebildet. Auflösung und Schärfe sind auf gutem Niveau, und Bildrauschen tritt kaum in Erscheinung. Auch das Testchart wird souverän erfasst. Die Kamera bildet alle Farbfelder gut differenzierbar ab. Dank der hohen Schärfe und Auflösung können auch kleinere Schriften gelesen werden. In Sachen Dynamik regelt sie Automatik gut nach und nutzt den Spielraum weitgehend aus – nur in den ganz dunklen und hellen Partien verschenkt sie ein wenig. Rauschen wird hier nur wenig sichtbar.

Der Encoder der Kamera bietet einen dynamischen Modus mit variabler Bitrate. Bei 720p-Auflösung und eingestellten 25 Bildern pro Sekunde erzeugt er bei ruhender Bildvorlage eine leicht schwankende Bitrate zwischen 600 Kilobit und 1,5 Megabit. Die Bildfrequenz wird zuverlässig bei 25 gehalten. Auf starke Bewegung im Bild reagiert der Encoder nur wenig, die Bitrate erfährt eine moderate Steigerung auf etwa 1,7 Megabit, die Bildfrequenz bleibt erfreulicherweise wieder unverändert.

Schwieriges Licht

Beim Low-Light-Test liefert die Kamera ein Bild mit ordentlicher Schärfe und Auflösung, jedoch nimmt auch das Rauschen sichtbar zu, was für einen insgesamt etwas unsauberen Eindruck sorgt. Die Farben werden noch ausreichend kräftig erfasst, leiden aber unter einem orangefarbenen Stich. Das Testchart belegt eine generelle Verschiebung ins Graubraune. Die Dynamik ist noch in Ordnung, das Bild könnte aber generell heller ausfallen. Trotz allem reicht die Zeichnung in allen Partien für brauchbare Aufnahmen bei Schummerlicht.

Im Gegenlicht-Szenario schlägt sich die Vanderbilt-Kamera recht gut, produziert jedoch ein tendenziell zu dunkles Bild. Das Überstrahlen um den Scheinwerfer hält sich so zwar in Grenzen, geht aber zu Lasten der restlichen Bildpartien. Die Farben sind auch hier etwas unsauber ins gelbliche verschoben, können aber noch differenziert werden. Die Schärfe und die Auflösung sind auf vergleichsweise hohem Niveau, das Rauschen bleibt moderat.

Ausstattung Sensor: 1/3 Zoll CMOS
Objektiv-Anschluss:C/CS-Mount
Auflösungen:3 MP, 1080p, 720p, SD
Codecs: H.264, M-JPEG
Streaming: Triple-Streaming
Onvif-Version: Profile-S
Anschlüsse: RJ45, Audio-In, Audio-Out, Alarmein- und -ausgang, Composite-Video, SD-Kartenslot
Leistungsaufnahme: 6,5 W

Die Reaktion auf das Einschalten des Gegenlichts verläuft zunächst recht flott, die Automatik pegelt sich aber final erst nach einer Weile ein. Beim Abschalten dauert es ebenfalls einen Moment, bis sich die Kamera vollständig nachjustiert hat.

Michael Gückel



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Das Modell GCI-K3505B von Grundig ist eine Tag/Nacht-Boxkamera mit einem 1/2,8 Zoll CMOS-Sensor und einer Auflösung von maximal 1.920 mal 1.080 Pixeln. Sie liefert vier parallele Video-Streams in den Formaten H.264 oder M-JPEG mit bis zu 50 Bildern pro Sekunde (die maximalen Bildraten sind je nach Stream-Konfiguration teilweise auflösungsabhängig). Die Kamera bietet eine Farb/Schwarz-weiß-Umschaltung mittels IR-Schwenkfilter. Als minimale Lichtempfindlichkeit gibt der Hersteller 0,01 Lux in Farbe und 0,001 Lux in Schwarzweiß (jeweils bei F1.2 und IRE30) an.