VdS bietet betroffenen Produzenten ein beschleunigtes Verfahren zur Zertifikatserstellung an.
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VdS unterstützt Hersteller beim Brexit

Britische Zertifikate sind bei einem ungeregelten EU-Austritt Großbritanniens ab 30. März obsolet. Der VdS beschleunigt deshalb sein Zertifizierungsverfahren.

Klar abgelehnt hatte das britische Unterhaus Mitte Januar den von seiner Regierungschefin ausgehandelten EU-Austrittsvertrag. Seitdem titeln die Medien von „Mega-Krise“, „Wirtschaftskrise“, „Zitterpartie“, sogar von „Chaos ohne Ende“.

Schnellere Ausstellung von Zertifikaten

Eine sehr unangenehme Brexit-Folge nicht nur für die Sicherheitsbranche: Durch im Vereinigten Königreich notifizierte Produktzertifizierer ausgestellte Bestätigungen der Leistungsbeständigkeit von Bauprodukten verlieren sehr wahrscheinlich in Kürze ihre Gültigkeit. Dass bei einem ungeregelten Brexit die Notifizierung dieser Stellen am 30. März 2019 erlischt, hat die Europäische Kommission in ihrer Mitteilung „Der Austritt des Vereinigten Königreichs und die EU-Vorschriften im Bereich der Industrieprodukte“ festgelegt.

Dank der langjährigen Partnerschaft mit dem englischen Institut LPCB kann Europas Nr.1 für Sicherheit die EU-Belege innerhalb von etwa drei Wochen auf Basis vorhandener LPCB-Prüfberichte erstellen, wenn bereits eine VdS-Anerkennung für das betreffende Bauprodukt besteht. Selbst ohne VdS-Anerkennung ist im Einzelfall eine beschleunigte Zertifikatsvergabe möglich.

Harter Brexit wird immer wahrscheinlicher

„Ein ungeregelter Austritt Großbritanniens aus der EU wird leider immer wahrscheinlicher“, erklärt Gunnar Bellingen, Leiter der VdS-Laboratorien für Brandschutztechniken. „Aus zahlreichen Gesprächen mit unseren Kunden wissen wir, dass Hersteller weltweit unter Hochdruck an Möglichkeiten zum Minimieren der zu erwartenden Schäden durch Kosten, Mehraufwand und vor allem Zeitverlust arbeiten. Wir hoffen, die Sorgen unserer Partner mit diesem schnellen Unterstützungsangebot etwas abmildern zu können.“ Alle Infos zum Verfahrensablauf finden Interessierte auf vds.de/brexit

Haye Hösel, Geschäftsführer der Hubit Datenschutz GmbH & Co. KG.
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Wirtschaftsschutz

Datenschutz bei ungeregeltem Brexit bedenken

Die Hubit Datenschutz GmbH sieht im Falle eines ungeregelten Brexits große datenschutzrechtliche Herausforderungen auf Unternehmen zukommen.

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MPA Dresden

Brandschutztest wegen Herstellerhaftung erforderlich

Unkontrollierter Brand von Baumaterialien und Bauprodukten kann zu schwer vorhersagbaren, komplexen Gefährdungen führen. Die MPA Dresden bietet deshalb Brandschutztests an, um Risiken zu minimieren.

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Neue Bauproduktenverordnung

Viele offene Fragen

Die neue EU-Bauproduktenverordnung hat zum 01.07.2013 in Deutschland unmittelbare Geltung erlangt. Betroffen sind damit auch technische Anlagen und deren Teile, die im Rahmen der Erfüllung von sicherheitsrelevanten Aufgaben zum Einbau in Gebäuden verwendet werden.

Ab 2022 steht der Tausch von 43 Millionen Führerscheinen bevor.
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Öffentliche Sicherheit

Tausch der Führerscheine steht bevor

Ab 2022 muss eine Vielzahl der Bundesbürger ihren Führerschein umtauschen. Die Umtauschpflicht bis zum 19. Januar 2033 ist zur Umsetzung einer EU-Richtlinie erforderlich.