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Foto: Andreas Albrecht
VfS-Geschäftsführer Dr. Clemens Gause, erklärte am Stand des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) ein Pilotprojekt zur KI-gestützten Krisenbewältigung.

Verbände

VfS-Kongress 2021: Mit KI in die Post-Corona-Zeit

Der VfS-Kongress Mitte Oktober in Kassel war als eine der ersten Veranstaltungen der Sicherheitsbranche nach langer Corona-Zwangspause ein voller Erfolg.

Die Aufbruchsstimmung und Erleichterung, nach der neunzehnmonatigen Corona-Zwangspause endlich wieder an einer Präsenzveranstaltung teilnehmen zu können, war auf dem VfS-Kongress Mitte Oktober in Kassel allgegenwärtig. Sowohl in den Vortragsräumen als auch auf der begleitenden  Messe entwickelten sich während des zweitägigen Kongresses intensive Gespräche zwischen Ausstellern, Fachbesuchern und Veranstaltern.

VfS-Geschäftsführer Dr. Clemens Gause betonte in seiner Begrüßungsrede vor der historischen Kulisse der Stadthalle Kassel, der Kongress sei nach der langen Coronapause einer der ersten Branchenveranstaltungen, die wieder live stattfinden würden, und gab einen Ausblick auf das zweitägige Konferenzprogramm, das unter der Leitfrage stand, auf welche Weise neue Technologien wie Künstliche Intelligenz in der Branche genutzt werden, um die Sicherheit in Gesellschaft und Wirtschaft zu erhöhen.

Der Krisenmanagement-Experte Prof Dr. Peer Rechenbach von der Hochschule Hamburg betonte in seiner Keynote, die Frage, ob Künstliche Intelligenz zu mehr Sicherheit beitragen könne, sei eigentlich längst beantwortet und bereits eine Tatsache. Es gehe aktuell vor allem um die praktikable Umsetzung neuer, innovativer Projekte und der Möglichkeiten und Grenzen Künstlicher Intelligenz: KI leistet längst einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit der Gesellschaft und spielt inzwischen einen entscheidende Rolle in der Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, im Perimterschutz und bei Sicherheitsdienstleistungen“, so Rechenbach.

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Foto: Andreas Albrecht Das Thema KI war an vielen der insgesamt 50 Ausstellerständen allgegenwärtig, auch am Stand von Axis-Communications, an dem A&E Manager Jochen Sauer die neuesten Anwendungslösungen seines Unternehmens erläuterte.

VfS-Kongress beleuchtet KI in der Post-Corona-Zeit aus Entwicklungs- und Anwendungsperspektive

Behandelt wurde der Einsatz Künstlicher Intelligenz in mehreren Vorträgen als auch an den Ausstellerständen aus technischer als auch gesellschaftspolitischer Perspektive. So demonstrierte beispielsweise das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) ein Pilotprojekt für effektives Krisenmanagement im Katastrophenfall anhand der Coronapandemie. Mithilfe des KI-gestützten Simulationsprogramms, in das alle relevanten Daten der Gesundheitsämter idealerweise automatisiert eingespeist werden, könnten sich politische Entscheidungsträger und Einsatzkräfte bundesweit ein umfassendes Bild der aktuellen Lage verschaffen, und schnell geeignete Maßnahmen ergreifen, vorausgesetzt alle Kommunen würden sich daran auch beteiligen.

Auch an vielen der insgesamt 50 Ausstellerstände sowie in den Vortragsforen war das Thema KI allgegenwärtig. Madlen Venus etwa, die im Axel Springer Verlag in Berlin für die Konzernsicherheit verantwortlich ist, berichtete über die Herausforderungen bei der Implementierung eines auf Gesichtserkennung basierenden Zutrittskontrollsystems  sowie über die anfängliche Skepsis der Belegschaft gegenüber dieser Technik.

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Ulrich Dörr, der dem VfS-Vorstand angehört und zuvor viele Jahre bei Mobotix tätig war, erklärte den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Videoüberwachungskameras aus technischer Sicht. Dabei identifizierte er vier große Trends in der Videoanalyse. Die zunehmende Verfügbarkeit von KI-Chip-Sets (Deep Learning) in Kameras und Rekodern, beschleunige die Anwendungsentwicklung enorm, betonte Ulrich Dörr und prophezeite: „ Die Fähigkeit, unstrukturierte Videodaten in aussagefähige Erkenntnisse umzuwandeln, wird in eine videozentrierte IoT-Welt (IoVT) führen.“

Die Integration von Videoanalyse und die Verarbeitung von zugehörigen Metadaten, erleichtere zudem eine größere betriebliche Nutzung über den reinen Sicherheitsaspekt hinaus, so Dörr. Mit zunehmender Verbreitung von Deep-Learning-basierter Videoanalyse könnten schließlich sekundäre KI-Ebenen integriert werden, um KI-gestützte Entscheidungen auf der Basis von Klassifizierungen und Metadaten zu erstellen.

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