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Zutrittskontrolle in chinesischem Airport

Vielschichtig und verschlüsselt

Der Nanchang Changbei International Airport ist mit 3,3 Millionen Passagieren und 34.000 Flügen jährlich einer der belebtesten Flughäfen Chinas. Im Rahmen einer Erweiterung investierte man hier umgerechnet etwa 300 Millionen Euro – auch die Zutrittskontrolle wurde umfangreich modernisiert.

Seit seiner Fertigstellung ist der Nanchang Changbei Flughafen zu einem wichtigen Luftdrehkreuz der Provinz Jiangxi aufgestiegen. Wegen der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung dieser Region und der damit verbundenen steigenden Passagierzahlen sowie Frachtvolumen, war es nötig, umfangreichere und bessere Sicherheitsmaßnahmen für das Flughafenpersonal umzusetzen. Aufgrund des hohen Passagieraufkommens und der ausgefeilten Organisationsstruktur am Airport musste auch bei der Zutrittskontrolle auf strikte Vorgaben geachtet werden, damit der Zugang zu Schlüsselbereichen wirkungsvoll begrenzt wird und nur berechtigte Personen Zugang erlangen.

Klare Anforderungen

Der Flughafenbetreiber führte zunächst ein Safety-Management ein, das sich um die Umsetzung der Maßnahmen kümmerte und die generelle Sicherheit erhöhen sollte. Die konkreten Anforderungen an die Zutrittskontrolle umfassten vier Kernaspekte. Zunächst musste das System verschiedene, aufgabenbezogene Nutzergruppen verwalten können, damit das Personal je nach Tätigkeit nur Zugang zu den notwendigen Bereichen erhält.

Weiter war ein zentrales Management auf Netzwerkbasis gefordert, das alle Kontrollpunkte und sämtliche Subsystemen vernetzt, so dass eine Überwachung und Verwaltung der Daten in Echtzeit möglich wird. Zudem musste das Managementsystem automatisch alle Zutrittsdaten und Karteninformationen dokumentieren und Berichte für die spätere Auswertung generieren. Abschließend sollte eine nahtlose Integration der Zutrittskontrolle mit den Gewerken Alarm, Brand, Safety und Video möglich sein.

Effektive Lösung

Die Verantwortlichen entschieden sich, am neuen Terminal 2 des Airports auf die netzwerkfähige Vertx-Zutrittskontrolle sowie iClass-Leser und -Karten aus dem Hause HID Global zu setzen. Die Leser befinden sich an den Gates und Zutrittspunkten und sind an die Vertx V1000 Controller angeschlossen. Über diese werden die ausgelesenen Kartendaten mittels IP-Verbindung an die Host-Computer weitergeleitet. Das Zutrittssystem trägt auch der Anforderung des Flughafens Rechnung, eine strikte Zugangsbeschränkung bestimmter Bereiche je nach Uhrzeit zu verwirklichen. Gleichzeitig können Berechtigungen auch passend zum Tätigkeitsbereich der Mitarbeiter vergeben werden und bestimmte Gebäudeteile nur einem sehr eingeschränkten Personenkreis zugänglich gemacht werden.

Ein besonders kritischer Bereich des Airports betrifft beispielsweise die ELV-Area (Extra-Low-Voltage), wo die Kommunikationstechnik sowie Komponenten von Brandmeldeanlage und Videosystem untergebracht sind. Hier hat ausdrücklich nur Wartungspersonal Zutritt. Die Leser von HID schützen diese Bereiche genauso zuverlässig wie Büros, Lager und andere Einrichtungen des Flughafens. Um Missbrauch – auch durch geklonte Karten – vorzubeugen, wurden die alten Ausweise durch neue iClass ID-Cards mit Foto ersetzt. Diese müssen alle Mitarbeiter an den Eingängen vorweisen und dürfen erst nach erfolgreicher Prüfung passieren.

Zufriedene Anwender

Die Betreiber des Nanchang Changbei International Airport zeigten sich mit der neuen HID-Lösung sehr zufrieden, da diese einfach zu bedienen und problemlos zu warten ist sowie eine extrem geringe Ausfallquote aufweist. Das Sicherheitsniveau des Flughafens wurde durch das mehrschichtige Zutrittskonzept mit unterschiedlichen Berechtigungsebenen sowie die Verschlüsselungstechnik der iClass-Komponenten wesentlich erhöht. Für künftige Anforderungen und Erweiterungen ist man dank der offenen Systemarchitektur der Vertx-Controller ebenfalls gerüstet. Per Firmware-Update bleibt man immer auf dem neuesten Stand. Dies kann sich als entscheidender Mehrwert erweisen, denn bis zum Jahr 2020 soll die Passagierzahl am Flughafen auf bis zu zwölf Millionen wachsen.