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Analysetechnik im Bahnbetrieb

Warnen, lenken, überwachen

An Videotechnik im öffentlichen Nah- und Fernverkehr werden komplexe Anforderungen gestellt. So müssen beispielsweise Menschenmassen an überfüllten Bahnhöfen kontrolliert und Fahrgastströme zuverlässig erfasst werden. Der Hersteller Panasonic hat Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Bahnunternehmen weltweit.

Der Hersteller verfügt unter anderem über eine Analysetechnologie, mit der man sich nach eigener Aussage zunächst auf den Bereich Sicherheit und Schutz konzentriert, die aber auch in anderen Bereichen eingesetzt werden soll, in denen kommerzielle Betreiber von Schienennetzen und Bahnlinien profitieren.

So können durch die in den Überwachungskameras des Herstellers integrierte Analyse-Software Warnmeldungen ausgegeben und der Betriebsleiter des Bahnhofs informiert werden, falls sich Personen zu nahe an der Bahnsteigkante aufhalten. Die Fahrgäste können durch eine automatische, hörbare Warnung aufgefordert werden, sich von der Bahnsteigkante zu entfernen.

Zudem kann bei jedem Übertreten der virtuellen Begrenzungslinie eine automatische Warnmeldung an den sich nähernden Zug gesendet werden, wodurch die Gefahr von Personenschäden verringert wird.

Präzise Analyse der Beförderungskapazität

Während der Fahrt erfassen Panasonic-Überwachungskameras die Anzahl und die Verteilung der Fahrgäste und liefern genaue Daten an die nächste Station. Somit wissen die wartenden Fahrgäste, in welchen Waggon sie zusteigen können. Damit ließen sich Verzögerungen bei der Abfahrt verhindern und letztendlich auch die Kundenzufriedenheit steigern, so der Hersteller.

Durch die Erfassung von Geschlecht und Alter der Fahrgäste könnten über die Infotainment-Systeme im Zug zudem gezielte Marketingbotschaften gesendet werden. Durch die Verbindung zentraler Sensortechnologie, photovoltaischer Energiesysteme, Wärmekameras und Cloud-basierter Konnektivität über das „M2M-Netzwerk“ sichert der Hersteller kritische Bereiche wie unbemannte Bahnübergänge.

Auch bei anderen, abgelegenen Standorten könne die Technik dazu beitragen, Infrastrukturinvestitionen zu reduzieren und gleichzeitig für mehr Sicherheit zu sorgen, beton das Unternehmen. Durch das Einrichten von Sperrbereichen oder kritischen Zonen mithilfe der Analysetechnologie in den Überwachungskameras kann zudem genau verfolgt werden, ob sich Personen gezielt verbergen oder sich in gefährlichen Wartebereichen aufhalten. Diese Funktionen können so eingestellt werden, dass Mitarbeiter nicht erfasst werden.

Überwachung und Kontrolle von Menschenmengen

Bei Veranstaltungen und während der Stoßzeiten ist mit der Technik des Herstellers der Einsatz von Heat-Mapping und Personenzählung möglich, um die Sicherheit aller Fahrgäste zu gewährleisten. Im Falle eines Alarms können Bahnhofsmitarbeiter entweder den Zugang zum Bahnhof einschränken oder Fahrgäste in weniger belebte Bereiche leiten. Der Alarm kann so eingestellt werden, dass kritische Bereiche automatisch markiert werden.

Bei Vorfällen können Aufnahmen zum Nachweis der Sicherheitsvorkehrungen verwendet werden. Bei Gefährdung der nationalen Sicherheit können die Gesichtsbilder möglicher Verdächtiger in das System geladen werden. Mithilfe der Gesichtserkennung können diese Personen verfolgt und aufgespürt werden, falls sie die den Schienenverkehr benutzen.

Darüber hinaus lässt sich Analysefunktion der Kamera so einstellen, dass sie einen Alarm auslöst, sobald ein Gegenstand oder Gepäckstück über einen bestimmten Zeitraum unbeaufsichtigt abgestellt bleibt.

Integrierte Gesamtlösungen

Panasonic Security besitzt eine lange Tradition an nach eigener Aussage nachweislich hochqualitativem Überwachungsmaterial, in die 50 Jahre Entwicklungsarbeit eingeflossen sind. Auf diesem Fundament hat man die Erweiterung seines Sicherheitssystems um Feuermelder, Zugangskontrolle, Einbruchsmeldung und um ein zentrales Kontroll-Hub vorgenommen.

Die Kooperation zwischen Panasonic und Bravida, Anbieter von technischen Installationen und Service-Lösungen in Skandinavien, ermöglichte die vollständige Integration der Systeme für Zugangskontrolle und Einbruchmeldung von Bravida mit der Sicherheitstechnik von Panasonic.

Jedes Ereignis, jede Transaktion werde als sichtbarer Beweis von den Kamerasystemen erfasst, heißt es. Durch die Zugangskontrolle könne eine schier unbegrenzte Anzahl an Zugangspunkten gesichert werden. Darüber hinaus hat Panasonic einen großen Schritt hin zur Entwicklung einer umfassenden Sicherheitslösung unternommen und ein Brandmeldesystem für den europäischen Markt entwickelt.

Durch die Integration des Brandmeldesystems mit Überwachungskameras und Zugangskontrollen habe man sich erfolgreich vom Hardware-Hersteller zu einem Anbieter integrierter Gesamtlösungen entwickelt.

Umsetzung von End-to-End-Lösungen

Um seine Unternehmenskunden bei der Maximierung ihres Geschäftspotenzials zu unterstützen, hat Panasonic Anfang April 2015 das neue Unternehmen Panasonic Europe Solutions Company gegründet, das auf die Entwicklung und Umsetzung von End-to-End-Lösungen für unterschiedliche vertikale Branchen spezialisiert ist.

Das neue Unternehmen würde Kunden völlig neue Möglichkeiten bieten, die mithilfe von Panasonic-Hardware realisiert würden. So erhöhe man Automatisierungsgrad und die Präzision von Prozessen und schaffe letztendlich größeren Mehrwehrt für seine Kunden, so der Hersteller.

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Panasonic

„Das Schlagwort heißt Lösungen“

Unter dem Begriff „Total Security” positioniert sich Panasonic als Komplettanbieter für Sicherheitstechnik. PROTECTORRedakteur Andreas Albrecht sprach mit Andrew Dicken, Head of European Key Accounts & Solution Sales, über die neue strategische Ausrichtung des Unternehmens.

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Videoüberwachung im Verkehrsbetrieb

Erhöhte Effizienz

U-Bahnen sind ein wesentliches Verkehrsmittel in Ballungszentren. Neben einer zuverlässigen Beförderung steht vor allem die Sicherheit der Fahrgäste an oberster Stelle. Daher ist Videoüberwachung oft ein zentraler Aspekt des Sicherheitskonzeptes.

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Videodetektions- und Überwachungssysteme

Frühzeitig erkannt

Im Umfeld des öffentlichen Personennahverkehrs sind im täglichen Betrieb unterschiedlichste Situationen gegeben. In den Zeiten der Rushhour halten sich unzählige Personen in den Gebäuden und Fahrzeugen sowie auf Bahnsteigen auf. Dabei sind völlig andere Gefahrensituationen zu berücksichtigen als zum Beispiel in der Nacht, wenn sich nur vereinzelt Fahrgäste aufhalten oder die Bahnsteige und Gebäude sogar für einige Zeit komplett verwaist sind.