Das Trendbarometer liefert Antworten zum Markt der IT-Sicherheit.
Foto: Nürnbergmesse

IT-Sicherheit

Wie entwickelt sich das Thema IT-Sicherheit?

Aussteller und Besucher der It-Sa 2019 wurden zur Entwicklung in IT-Sicherheit befragt. Ein Thema war unter anderem, wo der größte Handlungsbedarf liegt.

Aussteller und Besucher der IT- Sicherheitsfachmesse It-Sa, die vom 8. bis 10. Oktober stattfand, wurden vom Marktforschungsinstitut Gelszus befragt, wie sich die IT-Sicherheit ihrer Meinung nach entwickelt. Hier ein paar Eckdaten des Trendbarometers.

Drei Faktoren für die Entwicklung von Sicherheitsmechanismen

Meist sind konkrete Sicherheitsvorfälle der Anlass für Investitionen in IT-Sicherheit. 61 % der Aussteller gaben dies an, nur 39 %, dass proaktives Handeln bei ihren Kunden dafür der Anlass sei. Die wichtigsten Treiber für den proaktiven Aufbau von Sicherheitsmechanismen wiederum sind

  1. die Einführung eines IT-Sicherheitskonzeptes
  2. IT-Security als Teil der Digitalisierungsstrategie
  3. der Wunsch, Haftungsrisiken zu minimieren

IT-Sicherheit bei Kritis-Branchen besonders wichtig

Den höchsten Handlungsbedarf sehen Kunden der Aussteller in den Segmenten Gesundheitswesen, Verwaltung, Industrie, Kredit- und Finanzwesen sowie bei den Energieversorgern. Gleichzeitig erwarten die Aussteller der it-sa aus den genannten Branchen auch in Zukunft den höchsten Anstieg der Nachfrage. Im Vergleich zur letzten Befragung hat sich die erwartete Nachfrage aus dem behördlichen Bereich um drei Positionen nach oben verschoben, während der Bereich Kredit- und Finanzwirtschaft dafür nach unten wanderte.

Die IT-Sicherheitsbranche ist nach wie vor ein Job-Motor

Drei Viertel der Aussteller gaben an, dass sich die Beschäftigtenzahl im Bereich IT-Sicherheit seit der letzten it-sa nach oben entwickelt hat. Bemerkenswert: In keinem einzigen Fall wurden Stellen abgebaut. Im Vergleich zu den Befragungsergebnissen der Vorjahre zeichnet sich damit, ausgehend von einem bereits sehr hohen Niveau, ein weiterer geringfügiger Aufwärtstrend ab.

Kleine Unternehmen geben nur wenig für IT-Sicherheit aus

Zum dritten Mal in Folge sind die Budgets für IT-Sicherheitsinvestitionen insgesamt gewachsen. Verantwortlich dafür ist vor allem die Entwicklung bei mittleren und insbesondere bei großen Unternehmen (ab 250 Mitarbeitern). Erneut zeigt sich aber, dass bei kleinen Unternehmen (unter 50 Mitarbeiter) die Budgets noch immer mehrheitlich unverändert sind. Einen eigenen Verantwortungsbereich in der Unternehmensführung für IT-Sicherheitsbereich haben weniger als die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen, lediglich bei großen Firmen liegt der Anteil mit 56 Prozent darüber.