KI und Smart Video eröffnen die Möglichkeit, mehr Erkenntnisse aus Sicherheitsvideos zu gewinnen.
Foto: The Creative Box - stock.adobe.com

Videoüberwachung

Wie KI Videosicherheit smarter und effizienter macht

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Smart Video beflügelt diverse Trends in Sachen intelligente Sicherheitstechnik und Videoüberwachung.

Intelligente Sicherheit geht über die statische Überwachung hinaus und bewegt sich dank neuer Funktionen, die durch Künstliche Intelligenz (KI) ermöglicht werden, in Richtung Smart Video mit Echtzeit-Videoanalyse. So versprechen KI und Smart Video die Möglichkeit, mehr Erkenntnisse aus Sicherheitsvideos zu gewinnen. Da immer mehr dieser Always-On-Systeme eingeführt werden, spielt die Edge eine wichtige Rolle bei der Erfassung, Sammlung und Analyse von Daten mit hoher Auflösung.

Dank KI sind Kameras mehr als nur Aufnahmegeräte

Dank KI sind Kameras keine simplen Aufnahmegeräte mehr, sie erledigen heute wesentlich mehr, beispielsweise Musterabgleiche oder das Fokussieren auf bestimmte Zonen oder Bewegungen. Kameras, die früher Ladendiebe nachträglich identifiziert haben, können nun Ladendiebstähle in Echtzeit aufdecken. Diese Geräte können auch verwendet werden, um das Käuferverhalten zu analysieren. Durch das Gewinnen neuer Erkenntnisse über die Kaufgewohnheiten können Geschäfte ein angenehmeres und profitableres Einkaufserlebnis schaffen. Alle diese intelligenten Überwachungskameras streamen nicht mehr nur Videodaten, sondern benötigen Intelligenz und Speicherplatz auf dem Gerät selbst. Darüber hinaus gibt es immer mehr Arten von Kameras. Dazu gehören beispielsweise Body-Cams, Dashboard-Kameras und neue Geräte und Sensoren des Internet of Things. Videodaten sind mittlerweile so informationsreich, dass sie in Echtzeit analysiert und viele wertvolle Informationen daraus abgeleitet werden können.

Edge-basierte Videoanalyse erhöht Effizienz und Intelligenz

Als die Public Cloud immer beliebter wurde, sahen Unternehmen und Organisationen die Plattform als zentralen Ort für große Datenmengen. Aber es gibt auch einen neuen Trend in die entgegengesetzte Richtung. Wir sehen derzeit, wie Daten an der Edge und nicht in der Cloud verarbeitet werden. Der Hauptgrund für diesen Wandel liegt in der Latenzzeit. Wenn man eine Mustererkennung in Echtzeit durchzuführen will, wird die Latenzzeit zum Problem. Für Kameras ist es sehr kompliziert, Daten zu verarbeiten, wenn sie an ein zentrales Rechenzentrum zurückgesendet werden müssen, das Hunderte von Kilometern entfernt liegt. Das ist insbesondere bei 4K-Überwachungsvideos, die rund um die Uhr aufgezeichnet werden, der Fall. Diese Datenanalyse muss schnell erfolgen, um in Bereichen wie der öffentlichen Sicherheit zeitnah auf dynamische Situationen anwendbar zu sein. Durch die Speicherung relevanter Daten an der Edge kann die KI schneller schlussfolgern. Das kann zu sichereren Communities, effektiveren Abläufen und einer intelligenteren Infrastruktur führen.

4K- und UHD-Formate sind bei Videoüberwachungskameras im Kommen

KI-fähige Anwendungen und Funktionen, wie zum Beispiel die Mustererkennung, hängen von HD-Auflösungen wie 4K, auch bekannt als UHD, ab. Diese detaillierten Daten haben einen großen Einfluss auf den Speicher – sowohl was die Kapazität und Geschwindigkeit betrifft, mit der er beschrieben werden muss, als auch auf das Netzwerk. Im Vergleich zu HD haben 4K-Videos einen wesentlich höheren Speicherbedarf. Bekanntermaßen haben 4K-Videos die vierfache Anzahl von Pixeln gegenüber HD-Videos. Darüber hinaus unterstützen 4K-kompatible Videos acht, zehn und zwölf Bit pro Kanal, was zu einer Farbtiefe von 24, 30 oder 36 Bit pro Pixel führt. Ein ähnliches Muster gilt für HD - mehr Farbe mit 24 Bit oder weniger Farbe mit zehn oder zwölf Bit Farbtiefe pro Pixel. Insgesamt steigt die Anzahl der von 4K im Vergleich zu 1080p-Videos erzeugten Bits um das bis zu 5,7-fache.

Konnektivität über 5G und KI-gestützte Software-Tools

Unabhängig davon, ob man Lösungen mit eingeschränkter Konnektivität oder mit schnellen 5G-Funktionen entwickelt, die meisten intelligenten Sicherheitslösungen müssen rund um die Uhr und unabhängig von ihrer Umgebung funktionieren. Doch gelegentlich scheitern die zugrunde liegenden Hard- und Softwaresysteme. In diesen Fällen ist es wichtig, einen Failover-Prozess einzurichten, um den weiteren Betrieb zu gewährleisten oder Daten nach einem Ausfall wiederherzustellen. Aus diesem Grund werden in Kameras Micro-SD-Karten verwendet, um eine kontinuierliche Aufzeichnung zu ermöglichen. KI-gestützte Software-Tools können dann fehlende Datenströme mit den auf der Karte erfassten Inhalten „patchen“ und somit sicherstellen, dass der Videostream chronologisch ohne Inhaltslücken betrachtet werden kann.

Fortschrittliche Geräteanalysen und Selbstüberwachung der Systeme

Die Selbstüberwachung ist zu einem entscheidenden Werkzeug geworden, um eine bessere Betriebszeit, proaktiven Support und Effizienz für viele Systeme zu ermöglichen. Unabhängig davon, ob es sich um intelligente Fabriken oder Unternehmen handelt, ein ganzes System kann aufgrund von Fehlfunktionen einer Komponente ausfallen. Durch die Entwicklung einer intelligenten Plattform zur Verfolgung des Gerätezustands können Systeme für ein proaktives Arbeiten aufgebaut werden. Die für intelligente Sicherheit optimierten Festplatten von Western Digital sind ein gutes Beispiel. Hier wird eine Vielzahl von Parametern überwacht, einschließlich der Temperatur, um Administratoren zu helfen, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, bevor die Zuverlässigkeit beeinträchtigt wird. Ähnlich wie bei Festplatten sind die für die Überwachung optimierten SD-Karten auswechselbar. Diese Speichergeräte werden in intelligenten Kameras verwendet und sind so konzipiert, dass sie über mehrere Jahre hinweg dauerhafte Aufnahmen ermöglichen. Da Flash-Medien begrenzt sind, ist es wichtig, die Karte extern zu überwachen, um die Wartung zu planen, bevor die Lebensdauer abgelaufen ist.

Brian Mallari

Neue Entwicklungen, etwa der Einsatz von Kameratechnologie in Drohnen, erfordern auch intelligente Speicherstrategien, um die Leistungs- und Kapazitätsanforderungen von Überwachungssystemen im Dauerbetrieb erfüllen zu können.
Foto: Wetsern Digital

Interviews

Intelligente Technologien in der Videoüberwachung

Barber Brinkman, Senior Business Development Manager von Western Digital, zu den Möglichkeiten intelligenter Technologien in der Videoüberwachung.

Foto: Adobe Stock/wellphoto

Erkenntnisgewinn durch Videodaten

Eine Frage des Umgangs

Bei der Videoüberwachung geht es nicht mehr nur um Sicherheit, sondern oft auch darum, aus den aufgenommenen Videos Mehrwerte und Informationen zu ermitteln. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

Die Western Digital WD Purple SC QD312 Extreme Endurance microSD-Karte

Speichersysteme

Leistungsfähige Speicherkarte für Videoüberwachung

Western Digital stellt eine neue Speicherkarte für KI-fähige Sicherheitskameras, intelligente Videoüberwachung und fortschrittliche Edge-Geräte vor.

Foto: NicoElNino/Fotolia

Datenmanagement in der Sicherheitsbranche

Die Zukunft der Datenspeicherung

Seit über dreißig Jahren lässt sich im Surveillance-Umfeld beobachten, wie sich die Branche entwickelt. Zu Beginn waren Sicherheitskameras schlicht analoge Geräte, aber dank Fortschritten in den Bereichen HDTV, Videokompression und natürlich Stromversorgung über Ethernet bestimmen heute IP-Kameras das Bild – und die Branche steht wieder an der Spitze des technischen Fortschritts.

Special Zutrittskontrolle: Informieren Sie sich rund um den Themenbereich der Zutrittskontrolle

×