Zur Adaption der Lautsprechertechnik an unbemannte Flugobjekte (UAV/Drohnen) und Fahrzeuge der Polizei, Hilfsdienste und Feuerwehren sind hochwertige Trägersysteme verfügbar.
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Gefahrenmeldetechnik

Wie Lautsprechertechnik in Katastrophenlagen warnt

Modernste Lautsprechertechnik ermöglicht die effektive und schnelle Warnung der Bevölkerung in diversen Gefahrensituationen und in Katastrophenlagen.

Die Bevölkerung muss in Katastrophenlagen und Gefahrensituationen schnell und effektiv gewarnt werden können, etwa mit moderner Lautsprechertechnik. Die durch den Klimawandel begünstigte Zunahme extremer Wetterlagen wie Wirbelstürme, Überflutungen oder Waldbrände stellen für die zuständigen Behörden und Katastrophenschutzeinrichtungen ebenso eine stetig wachsende Herausforderung dar wie Ausnahmesituationen, die durch Terroranschläge verursacht werden oder die die wachsende Gefährdung der öffentlichen Infrastruktur – besonders der Energie- und Kommunikationsnetze.

Im Zuge des Bund-Länder-Projekts „Warnung der Bevölkerung“ wird die Bevölkerung bei auftretenden Gefahrenlagen neuerdings lokal und überregional zusätzlich zu der herkömmlichen Warnung per Radio und Fernsehen auch über die inzwischen vielerorts vorhandenen digitalen Anzeigetafeln und nicht zuletzt via Smartphone über eine entsprechende App oder Push-Nachricht alarmiert.

In Katastrophenlagen nicht erreichte Bevölkerungsteile mit Lautsprechertechnik warnen

Dennoch kommt es vor, dass Warnungen oder Notfallinformationen einige Teile der Bevölkerung nicht erreichen oder nicht wahrgenommen werden. Dadurch werden die betroffenen Personen vermeidbaren Gefahrensituationen ausgesetzt. So möchten sich Menschen zum Beispiel manchmal nicht evakuieren lassen, weil sie die Gefährdung anders einschätzen als die Einsatzkräfte. Oder sie haben den Evakuierungsaufruf einfach nicht wahrgenommen. Eine Warnung ist nur dann effektiv, wenn sie von allen Gruppen wahrgenommen, verstanden und angemessen umgesetzt wird. Daher ist es erforderlich, auch diejenigen Personen zu erreichen, die kein Smartphone zur Hand haben oder denen die genannten Informationskanäle nicht zur Verfügung stehen.

Hochleistungslautsprecher – mobil oder fest installiert beziehungsweise auf Fahrzeugen oder an Drohnen montiert – sind das wohl effizienteste Mittel, um diese Personengruppen zu erreichen, zumal durch die Weiterentwicklung einfacher Druckkammerlautsprecher hin zu modernen Treiber-/Horn-Systemen hier ein Quantensprung in puncto Reichweite und Sprachverständlichkeit stattgefunden hat.

Neue Maßstäbe in der Sprachqualität für eine bessere Übertragung zum Zuhörer

Deutlich wird die Verbesserung der Verständlichkeit durch die Messwerte des STI (Speech Transmission Index), dem Maßstab für die Qualität, in der ein Text vom Sprecher zum Zuhörer übertragen wird. Darüber hinaus ist es gelungen, negative Einflüsse auf die Sprachübertragung durch technische Neuerungen weitestgehend zu eliminieren. Das betrifft besonders die Schallreflexionen in städtischen Umgebungen wie durchgängig bebauten Straßenschluchten. Beim Einsatz herkömmlicher Lautsprechersysteme trifft hier nur circa 30 % des Direktschallanteils auf den Zuhörer, der restliche Schallanteil besteht aus Reflektionen. Die Verständlichkeit von Durchsagen wird so maßgeblich negativ beeinträchtigt.

Der Einsatz von hochwertigen Glock 360°-Hochleistungslautsprechersystemen wirkt diesem Problem direkt entgegen, sodass der Zuhörer mit bis zu 100 % Direktschallanteil Nachrichten um ein Vielfaches besser verstehen kann. Neueste Hochleistungslautsprechertechnologie erlaubt durch die Sektor-Schaltung, die akustische Nachricht gezielt in alle Richtungen zu lenken. Eine weitere akustische Einflussgröße der neuen Hochleistungslautsprecher in Bezug auf eine optimale Sprachübertragung ist, dass der für die menschlichen Sprache entscheidende Frequenzbereich unterhalb von 400 Hz genutzt wird. Das trägt zur Sprachverständlichkeit entscheidend bei. Durch den von herkömmlichen Druckkammersystemen genutzten Frequenzbereich wird Sprache allgemein nur sehr minderwertig wiedergegeben.

Spezialisiert auf leistungsstarke Lautsprecher und Zubehörartikel zur Montage an Drohnen

Die Pass Medientechnik GmbH hat sich mit ihrer Marke Glock Audio auf eben dieses Marktsegment spezialisiert. Im Produktportfolio finden sich neben mobilen und tragbaren Lautsprechern auch fest auf Fahrzeugen oder an Drohnen montierbare Systeme, die speziell für hoheitliche Aufgaben konzipiert sind und bei Bedarf alle Einsatzparameter rechtssicher protokollieren. Neben Live-Durchsagen, bei denen mittels einer „Adhoc-Rekordfunktion“ die Rückkopplung des Livesignals verhindert wird, sind jederzeit auch gespeicherte Texte oder Sirenensignale abrufbar. Aus Sicherheitsgründen verfügen alle Systeme über eine Schutzschaltung, die verhindert, dass Personen, die sich unmittelbar vor dem Lautsprecher befinden, Schädigungen des Trommelfells erleiden können.

Zur Adaption an unbemannte Flugobjekte (UAV/Drohnen) und Fahrzeuge der Polizei, Hilfsdienste und Feuerwehren sind hochwertige Trägersysteme verfügbar. Den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und des Katastrophenschutzes sowie Hilfsorganisationen, wie etwa dem THW und dem DRK, steht bei Bedarf ein umfassendes Produkt-Portfolio der Akustikspezialisten von Pass zur Verfügung.

Foto: Novar

Überarbeitete Normen für Sprachalarmierung

Geänderte Rahmenbedingungen

Durch Normenüberarbeitungen und neue Normen wird es in Kürze einige Änderungen im Bereich der Sprachalarmierung geben, die sowohl für Facherrichterbetriebe als auch für Fachplaner von Bedeutung sind. Was diesbezüglich zu erwarten ist, und in welcher Weise die ersten Normenänderungen der jüngsten Vergangenheit in der Praxis umgesetzt wurden, folgt im Überblick.

Foto: Matthias Heyde/Fraunhofer Fokus

Alarmierungssysteme

Kommunikationsmix

Katastrophen wie das letztjährige Hochwasser zeigen das Fehlen einer zentralen Alarmierungsmöglichkeit für die Bevölkerung leider allzu deutlich. Doch es gibt Alternativen: PROTECTOR sprach mit Dr. Ulrich Meissen vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (Fokus) über Alarmierungssysteme, die sich unter anderem auf Mobiltelefone und Internet stützen.

Foto: Lupo/Pixelio

Stadt Nürnberg

Neues Online-Alarmierungssystem

Nürnberg führt das kommunale Warn- und Informationssystem „Katwarn“ ein. Ab sofort erhalten alle angemeldeten Bürger behördliche Warnungen vor Gefahrensituationen über eine Smartphone-App. Die Warnungen gibt es für iPhones und Android-Smartphones. Alternativ steht das System auch per Short-Message-Service (SMS) und per E-Mail zur Verfügung.

Foto: pixabay.com, CCO

Mit Sprachalarmierung Leben retten

Klare Ansage

Ob Hotel, Flughafen, Einkaufszentrum oder Sportstadion – wenn sich im Brandfall Menschen in betroffenen Gebäuden aufhalten, gilt nur eines: so schnell wie möglich raus! Bei der Suche nach dem kürzesten Weg ins Freie zählt dann jede Sekunde. Nur wenn Brandmelde- und Sprachalarmanlage eine Einheit bilden, kann die umgehende Evakuierung sichergestellt werden.