Weiterbildung braucht Präsenzeinheiten, denn Deeskalationsstrategien oder mündliche Prüfungssituationen muss man in Interaktion mit anderen einüben.
Foto: Wisag/Alexander Heimann

Wirtschaftsschutz

Wie Weiterbildung dem Fachkräftemangel entgegenwirkt

In der Branche der Sicherheitsdienstleister wird der Fachkräftemangel zunehmend zum Problem. Wisag setzt deshalb konsequent auf Aus- und Weiterbildung.

Die Wisag Sicherheit & Service hat die Bedeutung von Weiterbildung früh erkannt und bereits 2006 eigens dafür eine Gesellschaft gegründet: die Wisag Sicherheit & Service Trainings GmbH, die sich auf die Aus- und Weiterbildung von Sicherheitskräften spezialisiert hat. Denn: Dienstleister brauchen Strategien, wie sie mit dem Fachkräftemangel umgehen – wie sie sich aufstellen, um qualifiziertes Personal zu finden und möglichst langfristig zu binden. Ein zeitgemäßes Schulungs- und Weiterbildungsangebot ist dafür ein absolutes Muss.

E-Learning und Präsenzeinheiten ergänzen sich perfekt

In den vergangenen zwei Jahren wurde das Angebot umfassend erweitert und modernisiert. Das betrifft die Inhalte ebenso wie die Schulungsformate. Hier hat zum Beispiel das E-Learning neue Möglichkeiten geschaffen, die es sinnvoll zu nutzen gilt. „Es gibt immer Inhalte, die man besser gemeinsam Vor-Ort in einer Gruppe verinnerlicht“, erklärt Isabelle Dichmann, Leiterin des Wisag Trainingszentrums. „Deeskalationsstrategien oder mündliche Prüfungssituationen muss man in Interaktion mit anderen einüben. Das lässt sich schwer zu Hause am Computer erlernen.“

Daher umfasst der Seminarkatalog klassische Präsenzschulungen, Kombinationen aus E-Learning- und Präsenzeinheiten sowie Inhouse-Schulungen vor Ort bei Kunden im gesamten Bundesgebiet. Aktuell finden die Präsenztermine ausschließlich im eigenen Trainingszentrum in Offenbach statt. Doch das wird sich bald ändern: Noch 2019 wird die Wisag zwei weitere Schulungszentren in München und Stuttgart eröffnen, ein Standort in Hamburg folgt im Frühjahr 2020.

Weiterbildungsangebote lindern Fachkräftemangel

Derzeit stehen mehr als 30 unterschiedliche Lehrgänge im Seminarkatalog: vom Deutschförderkurs mit Qualifizierung „Sicherheitsbranche“ über Kurse zur IT-Awareness bis hin zur Weiterbildung zum aktuell sehr gefragten Gefahrenmeldemechaniker. Im Fokus dieser Schulungen stehen längst nicht mehr nur die eigenen Mitarbeiter. Spätestens seit der Zertifizierung als anerkannter Bildungsträger durch den TÜV Rheinland im Frühjahr 2018 richtet der Dienstleister sein Angebot auch an Arbeitssuchende, die einen Einstieg in die Sicherheitsbranche finden wollen.

Hinzu kommen maßgeschneiderte Angebote für andere Unternehmen und Organisationen. So lässt beispielsweise ein Verkehrsunternehmen die Serviceschulungen für seine Fahrgastbetreuer im Trainingszentrum durchführen. Darüber hinaus bietet der Dienstleister Inhouse-Schulungen an, bei denen er Unternehmen und Organisationen verschiedenster Branchen für sicherheits- und servicerelevante Themen – etwa das Spannungsfeld Sicherheit und Datenschutz – sensibilisiert.

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Fachkräfte in der Branche der Sicherheitsdienstleister müssen diverse Situationen in Interaktion mit anderen einüben, um größte Praxisnähe herzustellen.

Erfahrungen aus der Praxis ergänzen das Fachwissen

Aktuelles Fachwissen kombiniert mit umfassender Praxiserfahrung in der Sicherheitsbranche – das zeichnet das Schulungsangebot aus. Und genau das liegt Dichmann auch besonders am Herzen: „Uns ist es wichtig, mit unseren Spezialisten aus der Praxis Kompetenzen berufs- und lebensnah zu vermitteln. Das gelingt uns, weil unser Unternehmen seit mehr als 45 Jahren in der Sicherheitsbranche aktiv ist und wir auf erfahrene Experten aus den eigenen Reihen zurückgreifen können. Aber natürlich ist auch der Blick von außen wichtig – gerade angesichts der Themenvielfalt in der Sicherheitswirtschaft.“ Aus diesem Grund kooperiert man mit zahlreichen externen Dozenten wie Psychologen, Kriminalisten und Professoren.

Qualität der Bildungsangebote ist entscheidend für kompetente Sicherheitskräfte

Neben dem Fachkräftemangel gibt es einen weiteren Aspekt, der den Dienstleister zum Ausbau seines Weiterbildungsangebotes bewogen hat: die deutlich gestiegenen Anforderungen an Sicherheitskräfte. Den klassischen Pförtner, der eine Schranke öffnet und schließt, gibt es kaum noch. Die Sicherheitsmitarbeiter übernehmen heute immer mehr und immer anspruchsvollere Aufgaben. Sie bedienen komplexe Technik und müssen dem wachsenden subjektiven Sicherheitsbedürfnis Rechnung tragen.

Das hat auch die Politik erkannt und mit der vorgesehenen Zuständigkeitsübertragung für das private Sicherheitsgewerbe vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie an das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat reagiert. Dieser Wechsel der Verantwortlichkeit wird die Qualitätsansprüche an die Sicherheitsbranche erhöhen. Ein Szenario, für das man auch dank des Qualifizierungsangebotes gut aufgestellt ist. Schließlich trägt die Wisag Sicherheit & Service Trainings GmbH nicht nur das Prädikat als vom Bundesverband der Sicherheitswirtschaft zertifizierte Sicherheitsfachschule, sondern besitzt mit der Auszeichnung als anerkannter Bildungsträger (AZAV) das höchste Prädikat, das eine Weiterbildungseinrichtung tragen kann.