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Foto: ASW Norddeutschland
Thorsten Neumann, Vorstandsvorsitzender der ASW Nord.

Wirtschaftsschutz

Wirtschaftsschutz in einer globalisierten Gesellschaft

Die Allianz für Sicherheit der Wirtschaft Norddeutschland (ASW Nord) fordert in der globalisierten Welt zum Schutz der Unternehmen ein zeitgemäßes Risikomanagement.

Sicherheit ist nicht nur ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen, sondern auch eine der wichtigsten Herausforderungen für die vernetzte und globalisierte Gesellschaft und Wirtschaft. Auf alle Bereiche übertragen könnte man sagen: Sicherheit ist ein Risiko, das durch Maßnahmen zum Risikomanagement beherrscht ist, insbesondere Maßnahmen zur Risikovermeidung, Risikobegrenzung und Risikoabwälzung.

Wie unser Verbandsname sagt, haben wir uns hauptsächlich der Sicherheit für die Wirtschaft verschrieben, und das schon seit über 50 Jahren. Sichere Wirtschaft heißt aber auch: Erhalt unseres Wohlstands in Staat und Gesellschaft. Und Sicherheit durch Wirtschaftsschutz bewirkt, dass Zukunftsentwürfe, wie die freie Marktwirtschaft ihre Kontinuität nicht verlieren.

Wirtschaftskriminalität bedroht Wohlstandsgesellschaft

Das Schadensvolumen durch Wirtschaftskriminalität in Deutschland betrug im letzten Jahr rund 220 Milliarden Euro. Dies zeigt die jüngste Studie des Digitalverbands Bitkom, der auch auf erhebliche Defizite bei der Cyberabwehr hinweist. Im Zwei-Jahres-Vergleich lagen die Schäden durch Spionage, Sabotage und Cyberangriffe dabei um das Vierfache höher. Wirtschaftskriminalität ist somit längst zu einer der größten Gefahren für den Wohlstand unseres Landes geworden.

Neben dem ASW Bundesverband haben wir in den fünf norddeutschen Bundesländern eine Menge Sicherheits-Know-how gebündelt. Den Eigenschutz der Wirtschaft und die Eigenverantwortung der Unternehmen unterstützen wir durch Sensibilisierung und Themendienste in den klassischen Sicherheitsbereichen, aber auch in speziellen Wirtschaftszweigen wie der Windenergie, der maritimen Wirtschaft und zukünftig der Sicherheit von Wasserstoffenergie. Wir betrachten dabei langfristig die Entwicklung der Technik sowie der Wirtschaft und sprechen über vielfältige Kanäle die Sicherheitsaspekte an.

Wir verstehen uns als Stimme der Wirtschaft in Sachen Wirtschaftsschutz und Sicherheit. Diesem Anspruch wollen wir als größter Regionalverband der ASW dadurch gerecht werden, indem wir insbesondere in andere Wirtschaftsverbände Norddeutschlands, Vereinigungen in den politischen Parteien, allen wirtschafts- und innenpolitischen Sprechern in den fünf Landtagen sowie den Industrie- und Handelskammern die aktuellen Bedarfe und Belange der Sicherheitswirtschaft hineintragen. Mit unserer umfangreichen Medienarbeit präsentieren wir einen aktuellen Querschnitt der Sicherheitsthemen in unserem Netzwerk. Dazu gehören auch vielfältige Kontakte und thematische Informationen in die Polizeibehörden, den Landesverfassungsschutzämtern, der Bundespolizei sowie Hochschulen von Polizei und Sicherheitsmanagement.

Gemeinsam mit dem Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) konnten wir die Systemrelevanz der Sicherheitsberufe während der Corona-Pandemie in vier Bundesländern gesetzlich festschreiben lassen und bemühen uns derzeit um Sonderrechte für Sicherheitsdienstleister bei zunehmenden Verkehrssperrungen der Citylagen in den Metropolstädten Norddeutschlands.

ASW Bundesverband: Positionspapier „Wirtschaftsschutz 2025“

Der ASW Bundesverband stellt sein Positionspapier zur Bundestagswahl 2021 und für die 20. Legislaturperiode des Deutschen Bundestags vor.
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Kooperationen zwischen Staat und Wirtschaft intensivieren

Krisenmanagement und Risikobewältigung sind Themen, die in der Wirtschaft, besonders dem Mittelstand, noch nicht vollumfänglich gelebt werden. Mit einem regelmäßigen Veranstaltungsformat wollen wir diese Themen mit Handlungsanleitungen im Mittelstand platzieren.

Last but not least, ist die ASW Nord eine wichtige Plattform für die Sicherheitswirtschaft, um ihre zentrale Rolle innerhalb der bundesdeutschen Sicherheitsarchitektur gegenüber Politik und Behörden zu unterstreichen.

Die Erwartungen notwendiger Gesetzesänderungen aus der Wirtschaft, wie zum Beispiel die Gesetzentwürfe zum Verbandssanktionengesetz und dem Sicherheitsdienstleistungsgesetz, geben wir mittels formulierter Forderungen an die Politik weiter. Wir wollen anerkannter Partner für Verbandsanhörungen und Fachgesprächen in politischen Gremien werden. Kooperation von Staat und Wirtschaft sind uns sehr wichtig, denn nur gemeinsam können zukünftige Herausforderungen gemeistert werden.

Neben unserer aktiven Mitarbeit in den norddeutschen Sicherheitspartnerschaften und in temporären wirtschaftspolitischen Bündnissen kommen auch zunehmend Sicherheitskonferenzen auf der kommunalen Ebene in unseren Fokus. Weitere Themen werden in diesem Jahr sein: Einsatz der künstlichen Intelligenz in der Sicherheitswirtschaft, Cargo-Crime sowie Pandemie-Krisenmanagement.

Mit einem ausgeprägten Selbstverständnis werden wir uns den zukünftigen Herausforderungen stellen.

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Foto: Fraunhofer IML

Märkte

Logistische Aufgaben in einer globalisierten Wirtschaft

In einer globalisierten Wirtschaft hat die Logistik entscheidende Bedeutung. Güter müssen zeitgenau und störungsfrei über weite Strecken bewegt werden. 

Foto: BDSW

BDSW

Spitzendialog zum Wirtschaftsschutz

Anlässlich der Security Essen 2014 führte BDSW Präsident Gregor Lehnert ein Spitzengespräch zum Wirtschaftsschutz mit Klaus-Dieter Fritsche, Staatssekretär im Bundeskanzleramt und Beauftragter für die Nachrichtendienste des Bundes, sowie dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Dr. Hans-Georg Maaßen.

Foto: Henning Schacht

BMI

Wirtschaftsschutz muss Chefsache sein

Rund 200 Vertreter aus Unternehmen, Verbänden, Sicherheitsbehörden und Forschungseinrichtungen trafen sich im Juni 2017 in Berlin, um bei der Tagung unter dem Titel „Wirtschaftsschutz gemeinsam stärken“ die Herausforderungen

Foto: ASW

ASW

Wirtschaftsschutz im Fokus

Der ASW Bundesverband (Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft e.V.) vertritt die Sicherheitsinteressen der deutschen Wirtschaft auf Bundesebene. Er schafft Bewusstsein für das Thema Wirtschaftsschutz – bei den Unternehmen, der Politik und in den Medien.