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Forsi

Wissenschaftspreis für Bewertung des Sicherheitsgewerbes

Im Rahmen des 13. Sicherheitswirtschaftstages des Forschungsinstitutes für Compliance, Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit (Forsi) in Berlin verlieh BDSW-Vizepräsident Gregor Lehnert den Forsi-Wissenschaftspreis 2012 an Prof. Dr. Wolfram Höfling von der Universität Köln.

Den Forsi-Wissenschaftspreis erhielt er für seinen Kommentar zur Gewerbeordnung. "Ich freue mich ganz besonders, den ersten Forsi-Wissenschaftspreis, der in Berlin vergeben wird, an Professor Höfling zu überreichen“, so Lehnert vor knapp 250 Teilnehmern.

Der Preisträger, so Lehnert in seiner Laudatio, gehe mit seiner Kommentierung weit über die übliche Bewertung des Sicherheitsgewerbes hinaus. Er skizziere darin die quantitativen und qualitativen Veränderungen vor allem im letzten Jahrzehnt. Dabei konstatiere Höfling zu Recht, dass sich Sicherheitsunternehmen zu „Allround-Sicherheitsdienstleistern“ entwickelt hätten.

Selbst der Staat greife im Rahmen von Police-Private-Partnership-Modellen immer mehr auf unsere Mitgliedsunternehmen zurück, so Lehnert weiter. Höfling weise in seinem Kommentar auch auf die DIN 77 200 sowie die Ausbildungsberufe in der Branche hin. Er konstatiere einen „Quantensprung“ in der Qualifizierung privater Sicherheitsdienste.

Auch in der rechtlichen Bewertung privater Sicherheitsdienste werde die Veränderung deutlich. Noch 1986, so Lehnert, habe sich der renommierte Staatsrechtler und spätere Bundesverfassungsrichter, Prof. Hoffmann-Riem, äußerst kritisch zur Entwicklung privater Sicherheitsdienste und deren rechtlichen Grundlagen geäußert. Dies sehe Professor Höfling ganz anders.

Prof. Dr. Wolfram Höfling Prof. Dr. Wolfram Höfling ist Direktor des Institutes für Staatsrecht, Inhaber des Lehrstuhls für Staats- und Verwaltungsrecht, Finanzrecht sowie Gesundheitsrecht und Leiter der Forschungsstelle für Recht des Gesundheitswesens. Er hat 1983 an der Universität zu Köln promoviert und habilitierte dort neun Jahre später. Es folgten Berufungen an die Universitäten Heidelberg und Gießen, bevor er als Professor nach Köln zurückkehrte. Er kann auf über 200 Publikationen zum Staats- und Verwaltungsrecht verweisen.

Der Grundsatz des staatlichen Gewaltmonopols beinhaltet nicht gleichzeitig ein staatliches Monopol der Gefahrenabwehr. Diese kann heute nicht mehr allein durch den Staat und seine Beschäftigten wahrgenommen werden. Der Staat hat hingegen eine Gewährleistungsverantwortung. Dazu gehöre eine Verantwortungsteilung auch in der Inneren Sicherheit und eine duale Sicherheitsverantwortung von Staat und Privat.

DUW/Forsi

Tagung zum Schutz kritischer Infrastrukturen

Das Forschungsinstitut für Compliance, Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit (Forsi) der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW) lädt am Mittwoch, 14. März 2012, von 9 bis 17 Uhr zum 13. Sicherheitswirtschaftstag ein.

Foto: Gückel

Sicherheitswirtschaftstag 2012 in Berlin

Kritisch und konstruktiv

Am 14. März 2012 ging der Sicherheitswirtschaftstag in seine 13. Runde. Im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin widmeten sich hochkarätige Referenten und zahlreiche Gäste aus öffentlicher Sicherheit, Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit dem Thema „Schutz kritischer Infrastrukturen“.

Der Präsident des BDSW, Gregor Lehnert, begrüßt es, dass das Sicherheitsgewerbe nun im BMI angesiedelt wird.
Foto: Schott-Lung

Verbände

Sicherheitsgewerbe wird beim BMI angesiedelt

Die Zuständigkeit für das Sicherheitsgewerbe wechselt am 1. Juli 2020 vom Wirtschafts- in das Bundesinnenministerium (BMI).

Foto: Richard Boorberg Verlag

DUW

Handbuch zur Unternehmenssicherheit erschienen

Im neuen „Managementhandbuch Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit“ kommen über 70 Experten aus Theorie und Praxis zu Wort. Herausgegeben wird es unter anderem von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rolf Stober von der DUW.