Foto: CBC

Video-Analysefunktionen

Zähltag

Die Gewährleistung der Sicherheit der Gäste beim Public Viewing hat absolute Priorität. Da Videoüberwachung vor allem bei Großveranstaltungen mittlerweile üblich ist, ist die Kombination von integrierter Videoanalyse in Kameras nicht nur ein wichtiger zusätzlicher Sicherheitsfaktor, sondern vereinfacht auch die Installation insgesamt.

Großveranstaltungen mit wechselnder und nicht stets exakt zu berechnender Teilnehmerzahlen beherbergen verschiedenste Risiken. Um dennoch die Sicherheit gewährleisten zu können, sollten Systeme mit unterschiedlichen Fähigkeiten ineinander greifen. Im Mittelpunkt sollte zwar stets der Faktor Mensch und seine Erfahrung, Intuition und Kompetenz stehen. Um diese Stärken zu unterstützen, können technische Systeme helfend eingreifen.

Videoanalyse

In diesem Zusammenhang ist die Weiterentwicklung der Videoanalyse ein mögliches Hilfsmittel. Dadurch, dass die Rechenleistung stetig ansteigt, kann eine Überwachungskamera diese Funktion unmittelbar übernehmen, liefert also neben dem (HD-)Videobild weitere relevante Daten. Dabei ist insbesondere die Zählfunktion zu nennen. Zwar können auch Einlasssysteme dies übernehmen; bei offenen, breiteren Zugängen und Wegen kann eine Installation eventuell aber nicht möglich sein oder ist mit erheblichem Mehraufwand verbunden. Hier bietet sich die Videoanalyse an.

Im Konfigurationsbereich der Kamera würde man an einer Stelle simplerweise eine Linie ins Bild zeichnen. Alle Personen, die diese virtuelle Linie in eine bestimmte Richtung überschreiten, werden so gezählt. Zusätzlich dazu lässt sich für diejenigen, die das Gelände verlassen, in Gegenrichtung ebenfalls eine Linie einzeichnen. Somit wäre der Zu- und Abfluss nicht nur bildlich festgehalten, auch aktuelle Zahlen lägen unmittelbar vor.

Dadurch wäre ein manuelles Eingreifen durch Ordnerpersonal rechtzeitig möglich, um Besucherströme umzuleiten oder stoppen zu können. Im Übrigen könnte eine solche Videoanalyse mit anderen Zugangssystemen dahingehend kooperieren, dass eine gegenseitige Kontrolle möglich wird, wodurch Besucherzahlen genauer ermittelt werden könnten. Sollte zudem ein System, aus welchen Gründen auch immer, ausfallen, wäre stets ein weiteres ohne Verzögerung einsatzbereit.

Bessere Planung

Zur weiteren Nutzung lassen sich die ermittelten Daten zudem speichern. Diese Erfahrungswerte können dazu dienen, ähnliche Veranstaltungen im Vorfeld besser einschätzen zu können, um so Planung und Durchführung zu optimieren. Allen Verantwortlichen könnten diese Daten – um im Beispiel zu bleiben, die reinen Zählwerte - zur Verfügung gestellt werden.

Abschließend bleibt noch festzuhalten, dass moderne Videoanalysefunktionen nicht nur die Zählfunktion umfassen. Kameramanipulation, Erkennung von entfernten Objekten, Stopp- und Verweilerkennung seien beispielhaft genannt. Videoüberwachung wandelt sich so vom reinen Beobachten zur aktiven Komponente.

Foto: Axis Communications

Crowd Management

Netzwerkkameras sichern das TT Festival

Röhrende Motoren, Geschwindigkeit und Emotionen pur. Der TT Circuit in Assen in den Niederlanden ist für viele Motorsportfans ein Stück heilige Erde. Dazu gehört natürlich das TT Festival – ein Eldorado für Motorrad- und Musikliebhaber. Über 200.000 Menschen strömen in vier Tagen durch die kleine Stadt.

Foto: Schlemmi/ Pixelio.de

SGB Schutz & Sicherheit

Fünf Schritte zur sicheren Veranstaltung

Konzerte, Eröffnungen, Public Viewing, Festumzüge – Veranstaltungen dieser Art gelten als Publikumsmagnete und ziehen Besucher in Scharen an. Umso wichtiger ist dort die Gewährleistung von Sicherheit, um Gäste und Veranstalter zu schützen.

Foto: Rvongher

Virtuelle Realität und Simulationen bei Evakuierungsszenarien

Räumung in 3-D

Ob Feuer in einem Gebäude, eine Panik bei einer Massenveranstaltung oder die Havarie eines Kreuzfahrtschiffes, überall versuchen Menschen sich in der Regel schnellstens in Sicherheit zu bringen. Das Verhalten solcher Personenströme bei der Planung von Objekten und Veranstaltungen ausreichend zu berücksichtigen, ist dabei eine der großen Herausforderungen für die Verantwortlichen. Immer häufiger kommen daher Evakuierungssimulationen zum Einsatz, die bei der Erstellung von Brandschutz- und Sicherheitskonzepten helfen können. W&S gibt einen Überblick.

Foto: Dallmeier

Kamera-Kombinationen im Perimeterschutz

Paradigmenwechsel am Zaun

Wenn es um die Außenhautabsicherung und den Perimeterschutz sensibler Anlagen geht, kommen meist Wärmebildkameras zum Einsatz. Sie liefern eine hohe Detektionsrate unbefugter Eindringlinge – aber leider keine visuelle Verifikation der Alarme. Durch die Kombination von Thermalkameras und Multifocal-Sensortechnologie ergeben sich nun neue Möglichkeiten für die Analyse, Objektverfolgung und Erkennung von Personen am Perimeter.

Special Zutrittskontrolle: Informieren Sie sich rund um den Themenbereich der Zutrittskontrolle

×