Smartsurveil ist ein ideales Werkzeug für einen potenziellen Pförtner, Sicherheitsdienst oder Schließanlagenverwalter, um Türzustände zu überwachen.
Foto: Simonsvoss

Zutrittskontrolle

Zustand von Schließkomponenten per Software überwachen

Simonsvoss demonstriert die Vorteile kabelloser Online-Überwachung. Per smarter Software lassen sich alle Zustände der Schließkomponenten sofort darstellen.

Das Software-Tool Smartsurveil der Simonsvoss Technologies GmbH aus Unterföhring visualisiert Schließkomponenten und Türen in einem Gebäude direkt auf dem PC-Bildschirm. Das Programm zeigt in übersichtlicher Form alle Ereignisse und Zustände von Schließkomponenten an, die über kabelloses Doormonitoring verfügen. Die Voraussetzungen für die Nutzung sind unkompliziert: Smartsurveil setzt eine über Wavenet vernetzte Schließanlage mit Doormonitoring-Schließungen voraus. Der Computer, auf dem das Programm ausgeführt wird, muss Netzwerkzugriff auf die Schließanlage besitzen.

Doormonitoring ist eine integrierte Überwachungstechnik für Simonsvoss-Zylinder und für die Smarthandle-Beschläge. Dieses Feature kann ohne Kabel in die Tür eingebaut werden. Zylinder und Smarthandle erkennen den Öffnungszustand über einen Sensor in der Stulpschraube und einen in der Zarge installierten Magneten. Veränderungen im Magnetfeld zeigen, ob die Tür offen oder geschlossen ist. Hier greift der Vorteil des Programms: Smartsurveil visualisiert diese Zustände am PC-Bildschirm.

Software eigent sich für Sicherheitsdienste, Pförtner und Co

Smartsurveil funktioniert sowohl mit der Simonsvoss Standard-Software Locking System Management (LSM) wie auch als autarkes Programm. Das Software-Tool hat nach erfolgreicher Einrichtung direkten Zugriff auf die Datenbank. Mit diesem Zugriff wird in Echtzeit eine Zustandsänderung in der Software dargestellt. Des Weiteren bedeutet das für den Nutzer, dass er auf dem gleichen Rechner nicht zwingend eine zusätzliche LSM Installation benötigt. Das hat auch Auswirkungen auf den potenziellen Nutzerkreis von Smartsurveil. Aufgrund der Trennung von der Schließanlagenverwaltung ist das Programm in erster Linie für Sicherheitsdienste, Objektschutz und ähnliches vorgesehen, eignet sich aber auch für firmeninterne Nutzer wie Facility Manager oder Pförtner.

Fünf Türzustände sind identifizierbar und in der Software darstellbar

Die Nutzer haben nicht nur den Überblick, sondern können auf einen Blick Abweichungen vom Soll-Zustand erkennen und Maßnahmen initiieren. Erkennbar und mit entsprechenden Symbolen dargestellt sind auf dem Bildschirm fünf Türzustände:

  • Tür offen
  • Tür geschlossen
  • Tür verriegelt
  • Tür sicher verriegelt
  • Tür zu lange offen

Hinzu kommt noch die Funktion Manipulationsalarm.

Türen können mit diesem Programm in Überwachungsgruppen zusammengefasst werden, um gezielt einzelne Bereiche zu selektieren. Den Gruppen wird ein Soll-Zustand zugewiesen (zum Beispiel „Tür ist sicher verschlossen“) und optional ein Zeitraum, in dem dieser Zustand eingestellt sein soll. Türen, die im geplanten Zeitraum von dem Soll-Zustand abweichen, können somit leicht erkannt und überprüft werden.

Die Benutzeroberfläche bietet dazu zwei Ansichten, zwischen denen der Anwender wechseln kann: Ansicht 1 zeigt die Türen mit ihrem aktuellen Status. Hier lassen sich einzelne oder mehrere Türen ansteuern, um eine Aktion durchzuführen (etwa Fernöffnung, Verriegelung). Die zweite Ansicht zeigt die zu Überwachungsgruppen zusammengefassten Doormonitoring Schließungen – etwa die einer kompletten Etage. Über definierte Soll-Zustände lässt sich sofort ermitteln, ob alle Schließungen der Gruppe diesem Soll-Zustand entsprechen.

Gebäudepläne und Grundrisse sind in der Software direkt integrierbar

Simonsvoss bietet für das Software-Tool weitere Features: Für eine realitätsnahe Visualisierung können in Smartsurveil Gebäudepläne eingelesen und Türen inklusive ihres aktuellen Zustands per Drag and Drop am tatsächlichen Standort im Gebäude platziert werden. Das Programm zeigt dann die jeweiligen Türzustände direkt im Grundriss an. Für den Anwender heißt das: Er kann sofort reagieren und die notwendigen Maßnahmen einleiten. Außerdem lassen sich direkt Aktionen an den vernetzten Schließungen durchführen, beispielsweise eine Fernöffnung von Türen oder die Notfreischaltung im Brandfall.

Fachhandel ist in Vermarktung der Schließkomponenten eingebunden

Das Programm dient auch der Vertriebsunterstützung. Smartsurveil stellt in Kombination mit den Doormonitoring-Komponenten das fehlende Puzzleteil für eine einfache Visualisierung der Türzustandsüberwachung dar und soll so den Fachhandel bei der Vermarktung dieser Komponenten unterstützen. Darüber hinaus ist das Tool mit aktuellem Funktionsumfang für den Nutzer von netzwerkfähiger LSM Software kostenfrei. Die Installation und Inbetriebnahme der Software sollte nach Möglichkeit von geschultem Personal des regionalen Fachhandels ausgeführt werden. Dessen Experten übernehmen bei Bedarf auch die Einweisung der jeweiligen Nutzer vor Ort.

Informationen zur Software und den Anwendungmöglichkeiten als Download

Die Internetseite von Simonsvoss bietet weitere Informationsmöglichkeiten über die Vorzüge der Software und die Anwendungmöglichkeiten. Hier steht seit Mai 2019 das aktualisierte Handbuch Smartsurveil zum Download zur Verfügung. Neben allgemeinen Hinweisen zum Programm werden unter anderem die Schritte beschrieben, die notwendig sind, um sich mit einer Schließanlage zu verbinden. Schwerpunkt im Handbuch ist das Arbeiten mit Smartsurveil, beginnend mit den Erläuterungen des Bildschirmmenüs und des Aktionsmenüs, mit dem in die Türzustände eingegriffen werden kann. Auch das Anlegen und der Umgang mit Überwachungsgruppen und die Integration von Gebäudeplänen werden ausführlich erläutert. Ein eigener Abschnitt widmet sich der Rechteverwaltung und dem Datenschutz.