Offene Standards erhöhen erhöhen die Einsatzmöglichkeiten für physische Zutrittskontrollsysteme.
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Zutrittskontrolle

Zutrittskontrolle mit offenen Standards

Offene Architekturen und einheitliche Kommunikationsstandards erhöhen die Einsatzmöglichkeiten für physische Zutrittskontrollsysteme.

Physische Zutrittskontrollsysteme sind die Standardlösung für die Sicherung des Zugangs zu Gebäuden oder Büros. Darüber hinaus werden sie aber mehr und mehr zum Dreh- und Angelpunkt für die Steuerung betrieblicher Prozesse, meint HID Global, weltweit führender Anbieter von vertrauenswürdigen Identitätslösungen. Möglich wird diese Entwicklung durch offene Architekturen und Kommunikationsprotokolle, vor allem durch den OSDP-Standard.

Neueste Zutrittskontrolllösungen basieren auf offenen Architekturen und Standard-Kommunikationsprotokollen, die eine hohe Interoperabilität der Produkte und Flexibilität bei der Implementierung gewährleisten und gleichzeitig ein einfaches und kostengünstiges Upgrade auf neue Funktionen ermöglichen. Die Lösungen enthalten alle erforderlichen Funktionen für die Verbindung und Interaktion mit anderen Sicherheitssystemen, Services und Applikationen eines Unternehmens.

OSDP als zentraler Standard

Ein zentrale Rolle spielt dabei das Open Supervised Device Protocol (OSDP), das immer mehr zum neuen Standard für die Kommunikation zwischen Controller und Lesegerät wird. Die Vorteile, die OSDP mit sich bringt, sind weitreichend, da die OSDP-Spezifikation auf hohe Kompatibilität, Skalierbarkeit und Sicherheit ausgelegt ist. Eine hochsichere bidirektionale Kommunikation ist durch die AES-128-Verschlüsselung gewährleistet, die Hacker-Angriffe erheblich erschwert.

OSDP schafft vor allem auch eine offene und interoperable Architektur mit Unterstützung der IP-Kommunikation. Damit kann ein Unternehmen das Zutrittskontrollsystem für zusätzliche Einsatzbereiche und Applikationen nutzen und auch die Systemfunktionalität flexibel erweitern, wenn sich die Anforderungen ändern. Ein mit OSDP-Unterstützung modernisiertes Zutrittskontrollsystem kann ein Unternehmen unter anderem für folgende Einsatzszenarien nutzen:

Optimierte physische Zutrittskontrolle

Das Zutrittskontrollsystem identifiziert Personen und gewährt ihnen Zugang zu den Bereichen, für die sie eine Berechtigung haben – vom Parkhaus über den Gebäudezugang bis hin zu Aufzügen, Etagen, Büros oder Besprechungs- und Gemeinschaftsräumen. Bereiche, die eine strengere Zugangskontrolle erfordern, können bei Bedarf um eine biometrische Verifikationsebene erweitert werden.

Nahtlose Benutzerauthentifizierung sollte integriert sein: Mitarbeiter erhalten nicht nur physischen Zutritt, sondern auch logischen Zugang zum Unternehmensnetz und zu Cloud-Anwendungen wie Office 365 mit demselben Identitätsnachweis, den sie beim Betreten des Gebäudes verwendet haben. Als eine zusätzliche Sicherheitsebene kann eine Multifaktor-Authentifizierung hinzugefügt werden, die eine PIN oder biometrische Daten erfordert.

Personalzeiterfassung im Blick

Wenn ein Mitarbeiter ein Gebäude betritt oder verlässt, kann mittels desselben Ausweises, der die Tür öffnet, die Eintritts- und Austrittszeit über ein integriertes Zeit- und Anwesenheitssystem (Workforce Management) erfasst werden. Es braucht heute zudem hohe Flexibilität für die agile Belegschaft. Eine Büroraumverwaltung mit Hotdesking ersetzt in immer größerem Umfang die traditionellen Büros, da viele Unternehmen Kosten reduzieren und die Arbeitsoptionen für ihre Mitarbeiter optimieren wollen. Mit ihrem Identitätsnachweis können Mitarbeiter dabei bei der PC-Nutzung sicherstellen, dass sie nicht auf die Vorteile eines individualisierten Arbeitsplatzes verzichten müssen.

Zentral verwaltete Drucker mit eingebetteten Lesegeräten und aktualisierter Firmware ermöglichen ein Drucken nur nach ordnungsgemäßer Authentifizierung der Benutzer. Bezahlvorgänge in Kantinen oder an Verkaufsautomaten können über ein sicheres, geschlossenes Zahlungssystem erfolgen, ohne dass Bargeld oder Kreditkarten benötigt werden.

Interoperabilität als Basis für Vernetzung

„Die Standardisierung mittels OSDP ist von erheblichem Nutzen für Anwender. Sie bietet eine hohe Skalierbarkeit, Sicherheit und Flexibilität, etwa beim Einsatz der für die eigenen Anforderungen am besten geeigneten Controller beziehungsweise Lesegeräte“, erklärt Markus Baba, Area Sales Manager DACH bei HID Global. „Und schließlich kann OSDP durch seine Interoperabilität auch die Basis für die Vernetzung unterschiedlichster Systeme und Applikationen bilden und damit zur Harmonisierung betrieblicher Prozesse beitragen: von der physischen Zutrittskontrolle über die logische Zugangskontrolle bis hin zu Anwendungsfällen wie Zeiterfassung, sicheres Drucken oder bargeldloses Bezahlen.“

Mittels OSDP-Standard werden physische Zutrittskontrollsysteme stärker zum Dreh- und Angelpunkt für die Steuerung betrieblicher Prozesse, meint HID Global.
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Zutrittskontroll-Systeme

OSDP-Standard für physische Zutrittskontrollsysteme

Mittels OSDP-Standard werden physische Zutrittskontrollsysteme stärker zum Dreh- und Angelpunkt für die Steuerung betrieblicher Prozesse, meint HID Global.

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Gesundheitswesen

Modernisierung ist Pflicht

Viele Unternehmen sehen keine Notwendigkeit, ihr Zutrittskontrollsystem zu modernisieren. Auch bei Institutionen im Gesundheitswesen zeigt sich diese Tendenz. Allerdings gibt es mehrere Gründe, die für ein Upgrade von Zutrittskontrolllösungen sprechen, vor allem die Sicherheit, der Benutzerkomfort und die Flexibilität betreffend.

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Standardisierung

Zukunft der Sicherheitstechnik

Vernetzung ist in der Sicherheitstechnik ein zentraler Trend, denn integrierte Sicherheitslösungen bieten eine hohe Kosteneffizienz und einen reduzierten Administrationsaufwand. Voraussetzung für deren Realisierung ist die Nutzung von offenen Plattformen und standardisierten Protokollen.

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Identitätssicherheit

Top-Trends für 2015 identifiziert

Das auf dem Gebiet sichere Identitäten und Zutrittskontrolle tätige Unternehmen HID Global gibt einen Ausblick auf die wichtigsten Trends auf dem Markt für Identitätssicherheit im Jahr 2015.