Mechatronik ergänzt Funkalarm

Zwei Stärken in einem System

Seit dem 1. März 2015 ist die neue Secvest Funkalarmanlage von Abus im Handel. Mit der Weiterentwicklung seines Verkaufsschlagers kombiniert der Hersteller seine Kompetenzen in mechatronischem Einbruchschutz und Gefahrenmeldetechnik in einem Produkt.

Mechanik schützt, Elektronik meldet“, lautet eine bekannte Regel, wenn es um geeignete Maßnahmen beim Thema Einbruchschutz geht. Zusätzliche Sicherungen am Fenster verhindern zum Beispiel meistens dessen Aufhebeln, die beliebteste, weil schnellste Methode für geübte Einbrecher – aber nicht immer. Der Alarm, den dagegen elektronische Systeme auslösen, vertreibt zwar ungebetene Gäste – oft aber erst, wenn der Einbruchsversuch bereits geglückt ist und Schaden verursacht hat.

Dass sich die Vorteile beider Einbruchschutzmethoden in einem Produkt vereinen lassen, davon konnte sich die PROTECTOR-Redaktion selbst überzeugen. Bei Abus Security-Center in Affing, wo Alarmanlagen, Video-überwachungssysteme, Türsprechsysteme und Gefahrenmelder hergestellt werden, demonstriert das Unternehmen Besuchern die Wirkung seiner neuen Funkalarmanlage Secvest. Einbruchwerkzeug liegt bereit, um ein mit der Anlage gesichertes Fenster aufzuhebeln. Doch kaum setzt man dazu an, bekommt man gleichzeitig einen massiven, mechanischen Widerstand zu spüren und erschrickt durch ein ausgelöstes Alarmsignal.

Die von dem Unternehmen auf Basis mechanischer Tür- und Fenstersicherungen entwickelten, so genannten „Funkalarm-Präventionsmelder“ schützen also nicht nur vor Einbrüchen, sondern detektieren und melden diese auch. „Effektiver kann ein Einbruchsversuch nicht abgewehrt werden“, betont Michael Zabler, Bereichsleiter Marketing Kommunikation bei Abus Security-Center. „Aus unserer Sicht ist das das Nonplusultra.“

Neue Partner- und Vertriebsstruktur

Ein Alleinstellungsmerkmal bedeutet die neue Funkalarmanlage aber nicht nur für den Hersteller, sondern vor allem auch für Errichter, die Sicherheitstechnik als ihr Kerngeschäft sehen, erklärt Michael Zabler. Den Aufstieg der Secvest zu Deutschlands erfolgreichster Alarmanlage, habe die „Errichter-Szene“ in den vergangenen Jahren bereits aufmerksam beobachtet. Die inzwischen vierte Generation hebe die Anlage jedoch noch einmal auf ein neues technisches Niveau und biete Errichtern mit der mechatronischen Komponente neuen Nutzen und gegenüber Wettbewerbern attraktive Differenzierungsmöglichkeiten.

Denn mit der Markteinführung der weiterentwickelten Funkalarmanlage setzt man auf qualifizierte Errichter. „Weg vom Massenmarketing, hin zu engen Partnerbeziehungen“, betont Zabler. Selbstinstallationen des komplexen Produkts sollen so möglichst vermieden werden. Stattdessen bietet der Hersteller Schulungen für Errichter in der hauseigenen Abus Akademie an, damit bei der Installation der Endanwender qualifiziert beraten und die Installation und Wartung optimal durchgeführt werden kann. Denn die Montage einiger mechatronischer Präventionsmelder erfordere vom Errichter mit Bohrungen am Fenster- beziehungsweise Türrahmen ungewohnte Tätigkeiten, die normalerweise vom Bauelemente-Verarbeiter vorgenommen würden, ergänzt Zabler.

Für besonders interessierte Partner gebe es dabei die Möglichkeit, den „Secvest Kompetenzpartner“ Status zu erreichen und damit von Abus Marketing und Services bevorzugt zu profitieren. Wer gelernt hätte, das Vorgängermodell zu konfigurieren, zu installieren und zu warten, werde die neue Funkalarmanlage ohnehin schnell meistern, ist man bei Abus Security-Center sicher. Bewährte Installationsroutinen würden auch bei dem neuen Modell beibehalten, im Detail aber noch einfacher gestaltet.

Komfort im Vordergrund

So erhalten Errichter mit der Weiterentwicklung die Möglichkeit, sobald die Funkalarmanlage an ein IP-Netzwerk angeschlossen ist, über Webserver oder eine App auf alle Parameter auch aus der Ferne zuzugreifen und zum Beispiel eine Fernwartung durchzuführen. Sollte die Alarmanlage versehentlich nicht aktiviert worden sein, könne sie nun von jedem Punkt der Erde mit nur einem Klick aktiviert oder deaktiviert werden.

Über die App könnten in Verbindung mit der Secvest Funk-Steckdose zudem gezielt Ausgänge geschaltet werden, sodass beispielsweise Lampen oder andere Verbraucher ferngesteuert werden können. Die von der Innenkamera aufgenommenen Bilder werden im Alarmfall per E-Mail an berechtigte Anwender versandt und in der Zentrale gespeichert.

So können sie von der Polizei ausgewertet werden. Über den Livestream kann zudem im Falle eines Alarms sofort überprüft werden, ob eventuell nur ein Haustier einen internen Bewegungsmelder ausgelöst hat oder ob sich tatsächlich eine unberechtigte Person im Gebäude aufhält. Sämtliche Steuerungen wie das Aktivieren und Deaktivieren der Alarmanlage oder die Abfrage von Statusberichten sind ebenfalls mit der Secvest App für Android oder iOS möglich.

Andreas Albrecht

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