Fachartikel aus PROTECTOR 07-08/2012, S. 41

Videoüberwachung integrieren CCTV meets IT

Die dynamische Entwicklung im Bereich der Informationstechnologien (IT) setzt auch für die Sicherheitsbranche ein enormes Innovationspotenzial frei. Der Übergang von analoger auf digitale Technik war dabei nur der erste Schritt.

Bild: Accellence Technologies
Integration vom Videoüberwachung in moderne IT-Infrastrukturen. (Bild: Accellence Technologies)

Für Rechenzentren großer Unternehmen stehen heute leistungsstarke Technologien zur Verfügung, die bestens geeignet sind, auch die großen Datenmengen vieler hundert Kameras aufzunehmen, zu verarbeiten und bedarfsgerecht an allen gewünschten Endpunkten auszugeben. Daraus ergeben sich für die Realisierung anspruchsvoller Videoüberwachungslösungen ganz neue Möglichkeiten.

Mit Fibre Channel verbundene Server sorgen für ein Höchstmaß an Skalierbarkeit und Verfügbarkeit: Je nach Bedarf können Rechenleistung (CPU), Arbeitsspeicher (RAM) und Festplatten (SAN) hinzugefügt und dynamisch zugeordnet werden. Virtualisierungstechnologien teilen die verfügbaren Ressourcen je nach Bedarf den aktuell priorisierten Prozessen zu (Load Balancing). Umfassende Backup- und Restore-Mechanismen sind in solchen Lösungen bereits enthalten.

Das gesamte Videosystem kann zum Beispiel mittels Active Directory über die gewohnte Management-Console zentral administriert werden. Plattformübergreifende Standards wie LDAP können dazu genutzt werden, dass sich jeder Anwender nur noch einmal anmelden muss, um sich bei EDV und Videosystem zu authentifizieren (Single Sign-on). Es gibt die Möglichkeit, alle Videostreams verschlüsselt zu übertragen und aufzuzeichnen. Mit einer Public Key Infrastructure (PKI) und Vier-Augen-Prinzip mit Hardware-Schlüsseln wird die Datensicherheit in einer Form gewähr­leistet, die auch die hohen Anforderungen von Betriebsrat und Datenschutz erfüllt.

Für die Zugänge von außen können demilitarisierte Zonen (DMZ) eingerichtet werden, die das sensible Unternehmensnetzwerk vor Angriffen schützen und dennoch die gewünschte Konnektivität bieten. Verbindungen werden stets nur aus dem sensiblen Bereich nach außen aufgebaut; die entgegengesetzte Richtung wird mit Firewalls blockiert, um Eindringlinge auszuschließen. Für eine möglichst einfache und sichere Konfiguration der Firewalls sollte die Video-Management-Software möglichst wenige, verbindlich konfigurierbare Ports verwenden.

All dem trägt Accellence mit dem Produkt Vimacc Rechnung: Konsequent macht diese Videomanagement-Software einfach moderne IT Konzepte und kostengünstige Standard-Komponenten für die Videoüberwachung nutzbar. Dieses Vorgehen zahlt sich gerade bei sehr großen und komplexen Anlagen aus:

  • Offene Schnittstellen gewährleisten maximale Flexibilität und bieten Investi­tionsschutz.
  • Verschlüsselung und Virtualisierung erfüllen höchste Anforderungen an Datensicherheit und Verfügbarkeit.
  • Die Dienstbündelung im Rechenzentrum senkt Kosten und Verwaltungs­aufwand.

Den Kern von Vimacc bildet eine hocheffiziente Implementierung des Video­streamings. Das sorgt für maximale Performance bei minimalem Ressourcen­verbrauch.

In einem Projekt konnten damit die benötigten IOPS (Input-Output-Operationen pro Sekunde) gegenüber Wettbewerbern auf ein Viertel gesenkt und somit die Anforderungen an die Server-Auslegung bei gleicher Funktion drastisch reduziert werden. Der Kundennutzen liegt auf der Hand:

  • Anschaffungskosten bei der Hardware wurden gespart,
  • Wartungs- und Betriebskosten deutlich gesenkt,
  • und auch der Energieverbrauch wird massiv reduziert (Green IT).

Mit den hier beschriebenen Technologien können Leitstellen sehr effizient ihre Prozesse optimieren und somit massiv Kosten senken.

Dipl.-Ing. Hardo Naumann, Accellence Technologies

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