Der Aufzugnotruf ist mittels Zweiwege-Kommunikationssystem herzustellen.
Foto: Schneider Intercom

Alarmierung

Aufzugnotruf: Pflicht zur Nachrüstung bis Ende 2020

Bis zum 31. Dezember 2020 muss jede Aufzugsanlage mit Personenbeförderung über ein Zweiwege-Kommunikationssystem als Aufzugnotruf verfügen.

Auf die Notwendigkeit eines Aufzugnotrufs weist die Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit (DGWZ) hin. Basis hierfür ist die novellierte Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), die seit 2015 festlegt, dass sowohl bestehende als auch neuinstallierte Aufzüge ab dem 1. Januar 2021 über Fernnotruf-Systeme verfügen müssen. Darunter fallen Anlagen, die Personen befördern, sowie Plattformlifte oder Befahranlagen mit über drei Metern Förderhöhe, wenn darin Personen eingeschlossen werden können.

Aufzüge mit Notglocke, Klingel oder sonstigen „Notruf“-Lösungen sind somit nicht mehr zulässig. Über das Zweiwege-Kommunikationssystem können Personen im Aufzug rund um die Uhr eine Sprechverbindung zu einem Notdienst bzw. einer Notrufzentrale herstellen. Die Kommunikation ist dann in beide Richtungen möglich. Innerhalb von 30 Minuten muss die Befreiung von der Notrufzentrale eingeleitet werden.

Aufzugnotruf muss im Zweifel nachgerüstet werden

Bestehende Anlagen können in der Regel bereits mit relativ einfachen Mitteln nachgerüstet werden, zum Beispiel mit einer Gegensprechanlage oder einem fest angebrachten Telefon. Die technische Basis bieten häufig GSM-Mobilfunk-Geräte. Das jeweilige Serviceunternehmen stellt dabei auch die SIM-Karte, so dass für den Betreiber eine Anschlusskoordination entfällt und keine monatlichen Telefonrechnungen zu bearbeiten sind.

Damit erfüllen Betreiber die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für eine sichere Personenbefreiung. Die genauen Anforderungen an das Zweiwege-Kommunikationssystem und den Notruf sind in den TRBS 3121 „Betrieb von Aufzugsanlagen“ unter Ziffer 3.4.3 verzeichnet.

Foto: MS-AG/ Alarmempfangsstelle

Lösungen für Aufzugsteuerung

Technischer Wandel der Fernmeldenetze

Die Fernmeldenetze werden einem grundsätzlichen Strukturwandel unterzogen – diese Erkenntnis setzt sich nun auch in der Aufzugsbranche durch. Bereits 2010 wurde die Umstellung aller Telekommunikationswege auf ein IP (Internet Protokoll)-basierendes Protokoll angekündigt und soll spätestens 2018 vollzogen sein.

2018 wurden neue Bestimmungen für den Aufzugnotruf mit der Fassung der Betriebssicherheitsverordnung verabschiedet.
Foto: Telecom Behnke

News

Aufzugnotruf normkonform umrüsten gemäß DIN EN 81-28

Mit dem neuen Aufzugnotruftelefon der Notrufzentrale Behnke GmbH ist eine normkonforme Umrüstung gemäß DIN EN 81-28 für den Aufzugnotruf möglich.

Foto: Johnson Controls

Outsourcing für Notruf- und Service-Leitstellen

Auf Qualität vertrauen

Kunden erwarten heute stets freundlichen, schnellen und fehlerfreien Service. Das gilt besonders bei einem Notruf aus einem steckengebliebenen Aufzug oder gar bei Feuer oder Einbruch. Für viele Unternehmen ist das Outsourcing hier eine ideale Lösung.

Stößt eine dritte Person hinzu, bleiben die Türen geöffnet, die Ansage ertönt und bittet einen der Gäste auszusteigen.
Foto: Avire

Aufzüge

So wird der Mindestabstand in Aufzügen garantiert

Avire, Anbieter von Sicherheits- und Kommunikationslösungen für Aufzüge, stellt eine KI-Lösung vor, die den Mindestabstand in Aufzügen garantieren soll.