Konfrontationsunfälle gegen private Sicherheitsdienstleister nehmen laut BDSW in der Branche zu.
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Sicherheitsdienstleister

BDSW warnt vor Gewalt gegen Sicherheitsdienstleister

In den letzten 30 Jahren hat sich der Anteil der Konfrontationsunfälle in der Branche der Sicherheitsdienstleister verfünffacht. Dies berichtet der BDSW.

Wie der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) weiter mitteilt, gab die im Jahr 2018 für die Branche der Sicherheitsdienstleister zuständige, gesetzliche Unfallversicherung VBG einen Sicherheitsbericht zur Analyse des Unfallgeschehens in der Sicherheitswirtschaft heraus. Dieser zeigt eine dramatische Zunahme von Gewaltanwendungen gegen private Sicherheitskräfte: „Von den registrierten 4.000 Konfrontationsunfällen in 2017 entfielen über 95 Prozent auf nur sechs Einsatzgebiete: Warenhausdetektive, Sicherheitsbeschäftigte im ÖPNV, in Erstaufnahme- und Flüchtlingsunterkünften, im Veranstaltungsdienst, in Diskotheken sowie den Sicherheitsdienst in Jobcentern und zunehmend auch Kliniken“ so Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des BDSW.

Branche der Sicherheitsdienstleister fordert effektive Maßnahmen

Die zunehmende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft mache auch vor den Beschäftigten in den genannten Einsatzbereichen nicht halt. Während diese bei staatlichen Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr schon seit langem öffentlich diskutiert werde, sei die private Sicherheitsbranche meistens außen vor. Eine nachhaltige Verbesserung dieser Situation sei nur durch ein Bündel von Maßnahmen möglich. Die Arbeitgeber müssen ihrer, sich aus den Unfallverhütungsvorschriften ergebenden, Verpflichtung gerecht werden und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adäquat qualifizieren und mit notwendiger Schutzausrüstung ausstatten.

BDSW Bodycams können deeskalierend wirken

Zudem müsse der Gesetzgeber den Einsatzkräften den flächendeckenden Einsatz von Bodycams erlauben, die erwiesenermaßen deeskalierende, gleichzeitig auch abschreckende Wirkung entfalten, so Olschok. Eine besondere Verantwortung hätten vor allem auch die Auftraggeber - diese müssten in den Ausschreibungen wirksame Vorgaben an die Ausbildung aber auch die Zahl der eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen. Der BDSW habe Leitfäden für den Schutz von Flüchtlingsunterkünften und Veranstaltungen mit konkreten Vorschlägen erarbeitet. Die VBG habe Schulungsfilme für die gefahrgeneigten Aufgabengebiete produziert. „Wenn diese Angebote nicht genutzt und gegen bestehende Unfallverhütungsvorschriften permanent verstoßen wird, müssen die ‚schwarzen Schafe‘ unserer Branche mit weitreichenden Sanktionen belegt werden“, so Olschok abschließend.