Beim Feuerteufel-Brunch digital am 28. Oktober werden aktuelle Themen für Planer, Betreiber und Errichter beleuchtet, auch das Thema BIM (Building Information Modeling) und die Frage, wie sich Fachplanungen detaillierter gestalten lassen, wird hier eine
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BIM: „Die Fachplanungen müssen detaillierter werden“

Errichter Jens Gruneberg über Herausforderungen für Facherrichter im Projektgeschäft, und wie BIM dabei hilft, Fachplanungen detaillierter zu gestalten.

Beim Feuerteufel-Brunch digital am 28. Oktober werden aktuelle Themen für Planer, Betreiber und Errichter beleuchtet, auch das Thema BIM (Building Information Modeling) und die Frage, wie sich Fachplanungen detaillierter gestalten lassen, wird hier eine Rolle spielen: „Als Errichter sitzen wir sprichwörtlich am Ende der Nahrungskette. So sind wir meist das letzte Gewerk auf der Baustelle“, sagt Jens Gruneberg. Er ist Geschäftsführer der Gruneberg Gebäudetechnik GmbH und kennt das Projektgeschäft aus jahrelanger Praxis.

Um die wirtschaftliche Errichtung einer Brandmeldeanlage im Projektgeschäft dreht sich sein Vortrag. Kommt es bei den anderen Gewerken zu Verzögerungen, „müssen wir in wenigen Wochen Arbeiten leisten, für die wir definitiv mehr Zeit brauchen als wir dann noch haben“. Die Ursache dafür sieht er in der Planung im Vorfeld: „Die Planung im Vorfeld ist aktuell nicht so ausführlich wie sie sein müsste, damit man einen reibungslosen Ablauf gewährleisten kann.“

Um die Fachplanungen im Detail auf der Baustelle umsetzen zu können, müssten sie detaillierter sein, lautet daher eine Forderung von Jens Gruneberg, um diese Herausforderung in den Griff zu bekommen. „Der Errichter muss viele Dinge auf der Baustelle selbst entscheiden und klären.“ Auch die Leistungsverzeichnisse seien manchmal lückenhaft oder mit dem Plan nicht deckungsgleich: „In der Praxis erlebe ich immer wieder, dass Leistungen in den Verzeichnissen beschrieben sind, die ich gar nicht im Plan finden kann.“

Fehlende Fachplanungen können gravierende wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen

Meist würden diese Planungsungenauigkeiten auf den Errichter abgewälzt. „Der Facherrichter hat dann die Schwierigkeit, dass er im Projektmanagement einen höheren Aufwand betreiben muss, um eine Baustelle fertig zu stellen.“ Dies habe auch wirtschaftliche Folgen für die Facherrichter: „Wenn ich aufgrund fehlender Planung Nachträge für Mehrleistungen stellen muss und diese dann abgelehnt werden, hat das für viele Unternehmen auch gravierende wirtschaftliche Folgen.

Das kann in die Zehntausende, manchmal sogar in die Hunderttausende Euro gehen.“ Dies könne das ganze Geschäftsfeld unattraktiver machen. Doch auch für den Betreiber und Bauherren hat eine zu ungenaue Planung wirtschaftliche Folgen, nicht nur, weil sich der zeitliche Ablauf verzögern kann.

BIM wird in der Planung von Sicherheitstechnik bislang wenig eingesetzt

Building Information Modelling kann hier Abhilfe schaffen: „Man kann auf diese Weise tiefer in die Struktur der Gebäude bereits im Vorfeld eintauchen.“ So lassen sich die Arbeiten besser abschätzen und in der Folge auch eine genauere und verbindlichere Terminplanung erstellen. Vorteile sieht Gruneberg auch bei der Materialbeschaffung: „Wir können genauere Bestellungen zum richtigen Zeitpunkt auslösen.“ Auch die Logistik spiele beim Thema Wirtschaftlichkeit eine große Rolle.

Derzeit werde BIM selten in der Praxis eingesetzt. Gleichzeitig warnt er vor den wirtschaftlichen Folgen, die die Einführung von BIM für Facherrichterbetriebe haben kann: „BIM wird unbestritten eine Vielzahl an Erleichterungen mit sich bringen, wenn es einmal läuft. Aber der Weg dorthin, die Einführung der Methode, die wird steinig werden.“ Vor allem, wenn sich die Einführung nicht auf der monetären Seite widerspiegele.

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Seit 20 Jahren ist Jens Gruneberg nun schon in der Branche tätig. Die Elektrotechnik ist seine Leidenschaft. „Insgesamt sind die Baustelle papierlastiger geworden in den letzten Jahren und die Verträge sowie die Projekte zunehmend komplexer.“ Darin und in der zunehmenden Komplexität der Anlagen und Technik sieht er Herausforderungen für die Branche. „Die Brandmeldeanlagen werden immer komplexer und immer mehr Funktionen werden darüber automatisiert gesteuert.“ Das verlange allen Akteuren eine Menge an Fachwissen und Detailwissen ab. Auf diese Herausforderung freut sich Jens Gruneberg, denn er sieht darin Chancen für die Branche: „Das wird spannend, das wird den Markt verändern und wir werden uns alle zunehmend spezialisieren müssen.“

Anmeldung zum Feuerteufel-Brunch und Podcast und Podcast mit Jens Gruneberg

Wer mehr über die wirtschaftliche Errichtung einer Brandmeldeanlage im Projektgeschäft erfahren möchte und sich mit den Experten austauschen will kann sich auf der Homepage von Schraner zum Feuerteufel Brunch digital anmelden. Seine Einschätzung zu den Herausforderungen und Chancen zur Planung mit BIM in der Sicherheistechnik führt Jens Gruneberg zudem in einem Podcast aus, der vorab veröffentlicht wurde.

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