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Mobotix setzt auf Field Programmable Gate Arrays

Mobotix reagiert auf aktuelle Meldungen über den Einsatz von unsicherer Hard- und Software in IT- oder Netzwerk-Infrastrukturen.

Schon jetzt haben bereits globale Player aus den USA reagiert und bestimmte Hersteller aus öffentlichen Aufträgen verbannt. Auch Australien untersagt die Verwendung von Produkten einzelner Lieferanten, die im Verdacht stehen, den unrechtmäßigen Zugriff auf Daten zu erleichtern oder einen Hackerangriff über Zellen auf SoCs (Systems-on-Chips) nicht abwehren zu können.

Thomas Dieregsweiler, Leitung Produktmanagement bei Mobotix, bestätigt, dass bei gewissen Systems-on-Chips kein zuverlässiger Schutz bei deren Einsatz garantiert werden kann. Vor allem wenn die Basissoftware von SoC-Drittanbietern verwendet wird, ist eine Risikoeinordnung für diese Hersteller schwer einzuschätzen. SoCs sind Chips, auf denen Funktionen eines programmierbaren elektronischen Systems, etwa eines IP-basierten Videoüberwachungssystems, integriert sind. Mobotix verwendet für seine Hardware und Bildgenerierungsketten nur leistungsstarke industrielle FPGAs (Field Programmable Gate Arrays) und bietet damit einen zuverlässigen Schutz für den Anwender.

Kontrolle behalten

Ein FPGA dient der kontinuierlichen Verarbeitung digitaler Signale wie Audio- und Videosignale, neuronaler Netzwerke und Deep Learning Algorithmen/Künstliche Intelligenz und macht das System weitaus unangreifbarer für Hackerangriffe und Spionagesoftware. „Wir verwenden auf diesen Prozessoren die proprietäre Mobotix-Software und behalten die volle Kontrolle darüber, was das gesamte System leistet und kann", erklärt Thomas Dieregsweiler. Diese Vorgehensweise ist integraler Bestandteil des Mobotix ‚Cactus Concepts’, eine unternehmensweite Gesamtstrategie für cybersichere Produkte und Lösungen. Neben vielen technischen Maßnahmen – wie zum Beispiel der Verwendung der FPGAs – ist zur Umsetzung des Mobotix ‚Cactus Concepts’ die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette ein wesentlicher Faktor.