Das Onvif Exportdateiformat ermöglicht Behörden eine effizientere Analyse von Videoaufzeichnungen verschiedener Anbieter.
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Videoüberwachung

NIST empfiehlt Onvif Exportdateiformat für das FBI

Das Exportdateiformat von Onvif ist die neu vom NIST empfohlene Norm für den Export und die Wiedergabe von Videoüberwachungsaufzeichnungen.

In einem vom FBI in Auftrag gegebenen Forschungsprojekt zur Unterstützung der Strafverfolgung bei gerichtlichen Ermittlungen, hat das National Institute of Standards and Technology (NIST) in Zusammenarbeit mit der Onvif das Exportdateiformat als neue Mindestanforderung des FBI an die Kompatibilität beim Export und bei der Weitergabe von Videoclips übernommen. Damit soll der Wiedergabeprozess von Videos von verschiedenen Videoaufzeichnungsplattformen unterschiedlicher Anbieter optimiert werden. Diese Dateien werden oft in andere proprietäre Formaten exportiert, was es für die Strafverfolgungsbehörden schwierig macht, die Videodaten zu sammeln, zu vergleichen und zu analysieren. Das zeigte der Bombenanschlag auf den Boston Marathon 2013, bei dem mehr als 120 FBI-Analysten mehr als 13.000 Videos überprüften, bevor sie wichtige Beweise in den Aufnahmen fanden.

Onvif-Exportdateiformat sorgt für schnellere Analyse von Videomaterial

Das Onvif-Exportdateiformat wird es sowohl der Strafverfolgungsbehörde als auch privaten Nutzern ermöglichen, gerichtliche Ermittlungen unter Verwendung von Videos von einem Vorfall aus verschiedenen Quellen – sowohl privaten als auch öffentlichen – schneller und effizienter durchzuführen, unabhängig davon, mit welchem Aufzeichnungssystem das Video ursprünglich aufgenommen wurde. Das Exportdateiformat wird auch Teil neuer weltweiter Normen sein, die in diesem Jahr von der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (International Electrotechnical Commission, IEC) über den Einsatz von Videoüberwachungssystemen in Sicherheitsanwendungen veröffentlicht werden. Das erhöht die Anwendbarkeit dieses standardisierten Formats auf globaler Ebene.

Standardisierung erhöht Sicherung der Videoqualität

Der NIST-Bericht behandelt technische Details, wie die Verwendung von MP4 als standardisiertes Dateiformat und beinhaltet die Unterstützung von H.264-Videocodecs sowie zukünftigen Varianten zur Sicherung der Videoqualität. Das exportierte Video muss standardisierte UTC-Zeitstempel enthalten, die jedem Videoframe entsprechen, mit einer aufgezeichneten UTC-Uhrzeit des Exportsystems und mit einer zuverlässigen externen Referenzzeit, die zum Zeitpunkt des Exports des Videos bestimmt wird. Die Verwendung des Onvif-Exportdateiformats liefert auch nützliche exportierte Metadateninformationen und ermöglicht die digitale Signatur der Videodatei, um die Beweismittelkette für Beweiszwecke zu gewährleisten.