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Die Online Kollaborationsplattform Entriworx Planning 360° ist eine Common Data Environment (CDE) für die Türenplanung.
Foto: Dormakaba
Die Online Kollaborationsplattform Entriworx Planning 360° ist eine Common Data Environment (CDE) für die Türenplanung.

Zutrittskontrolle

Volldigitale Tür- und Zutrittsplanung

Wie können Architekten und Planer die Effizienz in der Gebäudeplanung erhöhen? Ein Common Data Environment hilft, Informationen zentral verfügbar zu haben.

Gute Planung von Zugangskonzepten verlangt heute in hohem Maße ein effektives Management von unterschiedlichen Daten aus verschiedenen Quellen. Die Kollaboration und der Datenfluss über alle Gewerke und Partner ist eine große Herausforderung. Im Gebäudeentstehungszyklus folgt die Türinstallation nach der vorgelagerten Phase der Gebäudeplanung, danach folgt die Phase des Gebäudebetriebs. In jeder Phase gibt es verschiedene Personengruppen, die in diesem Prozess beteiligt sind. Jeder von ihnen hat dabei andere Herausforderungen und Anforderungen. Ziel der Planung ist es, diese für alle Beteiligten optimal zu lösen. Es sind also viele unterschiedliche Ansprechpartner, viele Einzelkomponenten von unterschiedlichen Herstellern, zahlreiche Normen und Richtlinien und meist eine aufwändige Verkabelung unter einen Hut zu bekommen.

Management und Verteilung von Daten

Das Management und die Verteilung von Daten ist dabei das zentrale Element einer erfolgreichen Planung und einer sicheren Installation. Hier hat sich in den letzten Jahren ein CDE (Common Data Environment) als sehr hilfreich erwiesen, um für alle Projektbeteiligten sämtliche Informationen zentral verfügbar zu halten – und zwar immer auf dem aktuellen Stand. Diese Idee greift Dormakaba mit dem neuen Entriworx Ecosystem und seinen digitalen Planungstools auf. Hier wird die Planung aus Sicht der Tür betrachtet, das Türlisten-Management optimiert und die Modelldaten verarbeitet. Für ein „Mehr“ an Sicherheit verbinden diese innovativen Planungstools alle relevanten Daten, verbessern den Austausch und vereinfachen die Zusammenarbeit. Dadurch erhalten die Gewerke und Partner sowohl im Projektverlauf als auch später in der Inbetriebnahme und Bewirtschaftung des Gebäudes eine neue Qualität an Transparenz.

Kollaboration in der Planungsphase

So ist die Online Kollaborationsplattform Entriworx Planning 360° eine Common Data Environment (CDE) für die Türenplanung. Sämtliche Daten der Tür werden zentral verwaltet und im Zuge des Projektfortschritts erweitert. Unterschiedliche BIM-Datenformate dienen dabei als Datenquelle für die Türenliste, die über das System verwaltet und mit den Projektbeteiligten geteilt werden kann. Die offene Plattform ermöglicht die Integration künftiger Dienste und Werkzeuge und bietet Schnittstellen in bestehende Systeme. Ergänzt wird die Plattform mit dem neuen Entriworx Planner. Mit diesem neuen Service können Planungsverantwortliche künftig die technische und betriebliche Umsetzbarkeit der Zugangssysteme prüfen. Der integrierte Türlösungskatalog unterstützt hier die Planung mit funktionalen Türmodellen. Für die Visualisierung, verwendet das Tool Grundrisse und Zeichnungen. So behalten Planer und Architekten während aller Bauphasen stets den Überblick über die Spezifikationen, können diese jederzeit flexibel anpassen oder auf frühere Türmodelle zugreifen. Die Angabe definierter Schnittstellen zu den angrenzenden Gewerken der Tür (etwa im Rohbau) ist dabei ein wesentliches Merkmal der Planungsleistung.

Industriestandards und Sicherheitsauflagen

In der Installationsphase geht es darum, wie die ausführenden Partner die Planungsdaten erhalten, damit sie die geplante Tür einfach installieren und letztendlich schnell und effizient in Betrieb nehmen können. Durch den digitalen Fortschritt werden technische Produkte nicht nur vielseitiger und leistungsfähiger, sondern auch immer komplexer. Insbesondere Zugangssysteme unterliegen strengen Industriestandards und Sicherheitsauflagen. Bei der Installation sind daher hochspezialisierte Kenntnisse unverzichtbar. Alles was hilft, die Komplexität im Installationsprozess zu reduzieren, ist in der Praxis hoch willkommen. Um die Installation noch einfacher und sicherer zu gestalten, hat Dormakaba daher eine übergreifende Türlösung entwickelt, die die einzelnen Produkte nahtlos miteinander verbindet und dadurch Installationszeit und Komplexität reduziert.

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Dr. Kai Oberste-Ufer, Senior Manager Digital Planning, Dormakaba.
Foto: Dormakaba
Dr. Kai Oberste-Ufer, Senior Manager Digital Planning, Dormakaba.

Schnelle und effiziente Installation

Die neue vernetzte Türlösung basiert auf der Idee, sämtliche Komponenten der Tür über ein einheitliches Bussystem zu verbinden und über eine zentrale Einheit – die Entriworx Unit – zu steuern. Reduzierte Komplexität bedeutet reduzierter Aufwand für Installation und Inbetriebnahme. Der Gesamtaufwand für Verarbeiter wird zudem durch Entriworx bereits vor Beginn der eigentlichen Installation deutlich reduziert, da für bauseitige Vorleistungen auf die kompletten Planungsunterlagen zugriffen werden kann. Bei Bestellung der Einzelkomponenten liegen somit schon alle notwendigen Produktinformationen vor - beginnend bei Verdrahtungs- und Anschlussplänen, über technische Zeichnungen, Grundrisse und Montagevideos bis hin zu Komponentenlisten für die Bestellung. In der Installationsphase entfällt also ein Teil des früher notwendigen Aufwands für die Verkabelung, da die Produkte für die Inbetriebnahme mit Hilfe der Entriworx Unit digital vernetzt werden. Diese digitalisiert die Türlösung, um sie dann einfach in andere Ökosysteme (zum Beispiel ein vorhandenes Gebäude-Managementsystem – GMS) zu integrieren.

Inbetriebnahme der Tür mit einer einfachen App

Eine benutzerfreundliche Setup-App (IOS und Android) macht alle technischen Informationen und Visualisierungen zur Installation mobil abrufbar. Sämtliche Planungsdaten aus dem Entriworx  Planner stehen in der App zur Verfügung und können vor Ort genutzt werden. Zur Inbetriebnahme kann sich der Verarbeiter dann auf der Baustelle mittels der App per Bluetooth mit der Entriworx  Unit verbinden und Einstellungen zur Inbetriebnahme von der App auf die Unit übertragen. Diese kommuniziert mit den Einzelkomponenten, führt Tests aus und überträgt die Setup-Parameter auf die Tür. Damit ist der Inbetriebnahmeprozess abgeschlossen und die Tür ist mit den vorkonfigurierten Parametern betriebsbereit.

Neben der Einsparung von Material, Zeit und Ressourcen in der Vorfertigungs- und Installationsphase geht insbesondere auch die Inbetriebnahme mithilfe der App und der vordefinierten Parameter viel zügiger von der Hand. Die innovative Türlösung kombiniert also umfassendes Datenmanagement mit einer nutzerfreundlichen Handhabung.

Dr. Kai Oberste-Ufer, Senior Manager Digital Planning, Dormakaba.