Bettina Meyer, Sprecherin des Vorstandes der Euromicron AG
Foto: Euromicron

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Euromicron AG gewinnt Funkwerk als Ankerinvestor

Die Funkwerk AG strebt als strategischer Ankerinvestor eine Beteiligung von bis zu 28 Prozent des Grundkapitals an der Euromicron AG an.

Die Euromicron AG hat die Funkwerk AG, Kölleda, als strategischen Ankerinvestor gewonnen. Die Funkwerk AG ist ein führender Anbieter von innovativen Kommunikations-, Informations- und Sicherheitssystemen und beabsichtigt, insgesamt bis zu rund 28 Prozent des nach Durchführung der beschlossenen Kapitalmaßnahmen erhöhten Grundkapitals der Euromicron AG zu erwerben.

Euromicron gehe mit der Kapitalerhöhung einen richtungsweisenden Schritt, erläutert Bettina Meyer, Sprecherin des Vorstands der Euromicron AG, die Transaktionen. Sie begrüße das strategische Interesse von Funkwerk, enger mit Euromicron zusammenzuarbeiten, um künftige Potenziale für beide Unternehmen zu schaffen. Man stärke damit nicht nur seine Finanzierungskraft erheblich, sondern stelle sich auch strategisch schlagkräftiger auf.

Euromicron und Funkwerk schaffen mit der strategischen und langfristig ausgerichteten Beteiligung die Grundlage für eine enge Partnerschaft, die die technologische Lösungskompetenz beider Unternehmen stärkt und den Marktzugang erweitert. Durch das Ankerinvestment und die zu formierende Kooperation sollen gemeinsame Potenziale beider Unternehmen auf dem Gebiet der Kritischen Infrastrukturen sowie Synergien in den Bereichen Smart Building Solutions und IoT-Lösungen erschlossen werden.

Die Ausgabe der neuen Aktien soll in Form von Barkapitalerhöhungen in zwei Tranchen stattfinden. Mit der ersten Tranche wurden heute im Rahmen einer Privatplatzierung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Funkwerk 717.639 neue Aktien ausgegeben. Damit wird das Grundkapital der Euromicron AG auf 20.182.308,60 Euro, das heißt um zehn Prozent, erhöht. Vorstand und Aufsichtsrat der Euromicron AG haben dazu heute beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft durch vollständige Ausnutzung des genehmigten Kapitals um bis zu 7.339.020 Euro durch die Ausgabe von insgesamt bis zu 2.870.558 neuen auf den Namen lautende Stückaktien zu erhöhen. Der Platzierungspreis wurde auf 3,40 Euro je Aktie festgesetzt, so dass der Bruttoemissionserlös für die erste Tranche 2.439.972,60 Euro beträgt.

Die zweite Tranche soll im Rahmen einer Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht prospektfrei erfolgen. Vorbehaltlich der Eintragung der Durchführung der ersten Tranche wird das Grundkapital der Gesellschaft um einen weiteren Betrag von bis zu 5.504.266,28 Euro durch Ausgabe von bis zu 2.152.919 neuen, auf den Namen lautenden, Stückaktien erhöht. Funkwerk hat sich gegenüber der Gesellschaft verpflichtet, sämtliche von den bestehenden Euromicron-Aktionären nicht gezeichnete Aktien zu übernehmen („Backstop-Verpflichtung“). Die Backstop-Verpflichtung der Funkwerk AG steht unter der Bedingung der kartellrechtlichen Freigabe in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich. Der Beginn der Bezugsfrist ist für Ende Juli 2019 vorgesehen. Weitere Details sind dem Bezugsangebot zu entnehmen, das voraussichtlich am 25. Juli 2019 im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Der Bezugspreis wurde auf 3,40 Euro je Aktie festgesetzt, so dass der Bruttoemissionserlös für die zweite Tranche bis zu 7.319.924,60 Euro betragen soll.

Die nächste ordentliche Hauptversammlung der Euromicron AG findet am Donnerstag, den 29. August 2019, statt. In diesem Rahmen wird Funkwerk, vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigabe des Aktienerwerbs, voraussichtlich mindestens einen Kandidaten für die zur Neuwahl anstehenden Aufsichtsratssitze vorschlagen.

Der gesamte Bruttoemissionserlös der beiden Kapitalerhöhungen in Höhe von bis zu 9.759.897,20 Euro soll zur beschleunigten Umsetzung der strategischen Weiterentwicklung der Euromicron AG, wie zum Beispiel zur Digitalisierung von Serviceprozessen und dem weiteren Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen für die Kunden sowie zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verwendet werden.