Brandschutztüren müssen im Notfall selbsttätig schließen. Mit funkbasierten Feststellanlagen wird dies effektive erreicht.
Foto: Annika Feuss / Geze GmbH

Brandschutz

Funk-Feststellanlagen machen Brandschutz komfortabler

Eine Brandschutzlösung mit kabellosen Feststellanlagen sorgt in einem Gründerzeit-Gebäude in Dortmund für Komfort und Sicherheit.

Die Brandschutzplanung bei Bauarbeiten im historischen Bestand kann oftmals eine große Herausforderung darstellen. Vor allem das Verlegen der Kabel für eine Brandschutzlösung kann enormen Aufwand bedeuten. Beim Umbau und der Modernisierung des denkmalgeschützten Sitzes des Unternehmensverbandes der Metallindustrie in Dortmund gelang es dagegen wesentlich einfacher - mit der Geze-Funkerweiterung FA GC 170 für Feststellanlagen.

Umbauarbeiten integrieren moderne Türtechnologie

Was in dem Ziegelsteingebäude wie „aus der guten alten Zeit“ passiert, ist hochaktuell. Darin geht es um wichtige und aktuelle Themen der modernen Arbeitswelt. Der 1894 erbaute Gründerzeit-Bau mit der Fassaden-Ornamentik, dem Gewölbeeingang, dem Erker darüber und den hohen Räumen war die erste „Fabrikantenvilla“ des um das Jahr 1900 entstandenen wohlhabenden Quartiers in der Prinz-Friedrich-Karl-Straße. Heute steht der Stadtpalast unter Denkmalschutz.

Doch entsprach die Residenz des Unternehmensverbandes in puncto Technik und Nutzung nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen. Umgebaut und modernisiert hielt ein frisches Innenleben Einzug in das dreistöckige Bürogebäude mit etwa 20 Räumen. Türtechnologie von Geze macht es noch ansprechender, denn es bietet allen Nutzern und Besuchern modernen Türkomfort und optimale Sicherheit mit dem geforderten Brandschutz.

„Einfacher und schneller hätte die Installation der Brandschutztüren nicht sein können. Sie sollten auch barrierefrei sein und bei Bedarf offen gehalten werden können. Mit den Funkfeststellanlagen von Geze mussten für die zusätzlichen Decken-Rauchmelder, die durch die hohen Räume erforderlich wurden, keine Wände für Kabel aufgeschlagen werden. Wir konnten die denkmalgeschützte Gebäudeoptik belassen, verfügen über ein sicheres, zugelassenes Gesamtsystem und konnten zudem Aufwand und Kosten sparen“, so Gerhard Kämper. Er ist seit vielen Jahren Haustechniker des Gebäudes und Mitorganisator des Umbaus.

Modernisierung erfordert gänzlich neues Brandschutzkonzept

Der Umbau mit einer veränderten Gebäudenutzung erforderte ein angepasstes Brandschutzkonzept. Für den barrierefreien Begehkomfort und eine offene Atmosphäre sollten die Brandschutztüren im Tagesbetrieb offen stehen – aber im Notfall selbsttätig schließen. Das ist mit Feststellanlagen möglich. Sie halten Türen offen, bis sie manuell oder – im Brandfall – durch Auslösung des Rauchschalters sicher geschlossen werden.

Nur, wie sollte man die besonderen Anforderungen erfüllen, die an Brandschutztüren mit Feststellanlagen in dieser historischen Architektur gestellt werden? Durch die großen Raumhöhen und die Abstände zwischen Türsturz und Decke von weit mehr als einem Meter sind zusätzliche Decken-Rauchmelder an beiden Türseiten vorgeschrieben. Dafür sind zusätzliche Kabelführungen in der Decke unvermeidbar. Vor der Herausforderung die historischen Decken – teils mit Balken – unberührt zu lassen, standen Gebäudebetreiber, Türbauer und Planer.

Das neue GEZE Wireless Kit ermöglicht es Ihnen, bei allen GEZE Feststellanlagen, die Deckenmelder und den Handauslösetaster kabellos mit dem Sturzmelder zu verbinden. Es ist einfach nachzurüsten. Da eine separate Leitungsverlegung entfällt. Das erleichtert die Planung, gerade auch in denkmalgeschützten Gebäuden.Foto: Annika Feuss / Geze GmbH
Der Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes des Unternehmensverbandes der Metallindustrie in Dortmund erforderte ein neues Brandschutzkonzept.

Alle beteiligten Gewerke früh mit einbeziehen

Dass Geze maßgeblich zu den optimalen Brandschutztüren beitragen konnte, liegt daran, dass die Mitarbeiter des Unternehmens mit den Kunden und Partnern immer im Gespräch bleiben. Sie tauschen sich mit diesen über die Herausforderungen bei den anstehenden und künftigen Projekten aus. Schon im frühesten Projektstadium brachte Geze alle beteiligten Gewerke-Akteure zusammen. Damit keine Anforderung und keine Fragestellung vergessen wurde, keine inspirierende Idee außen vor blieb und Abläufe in einem effizienten Netzwerk Hand in Hand gehen konnten. Das historische Gebäude mit seinen spezifischen Gegebenheiten verwirklichte Geze zusammen mit den Türexperten der Dömer Metallbau GmbH in Nordwalde

Zusätzliche Rauchmelder leicht installierbar

Dank des Geze-Funksystems konnten alternative nicht zugelassene Erweiterungslösungen mit objektbezogenen, kostspieligen und zeitraubenden Genehmigungsprozessen vermieden werden. Die zusätzlichen Rauchmelder konnten durch den Service einfach an der Decke befestigt werden. Alle Komponenten der Funkerweiterung FA GC 170 wurden über ein Funkmodul an das bestehende System angebunden. FA GC 170 ist darum auch eine Nachrüstlösung: Auch an weiteren Feststellanlagen im Gebäude können Decken-Rauchmelder und Handauslösetaster kabellos angebunden werden.