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International SOS

Mangelnde Fürsorge für Auslandsreisende

International SOS hat eine neue Studie zum Thema Fürsorgepflicht bei Organisationen mit internationaler Reisetätigkeit publiziert. Die Benchmark-Studie zeigt, inwieweit verschiedene Länder und Branchen sich ihrer Fürsorgepflicht bewusst sind und welche Maßnahmen sie nutzen, um diese in die Tat umzusetzen.

Die Untersuchung hat zum Ziel, deutschen Unternehmen die Einordnung ihrer Sicherheitsmaßnahmen für reisende und ins Ausland entsendete Mitarbeiter im weltweiten und europäischen Vergleich zu ermöglichen und dementsprechend Best Practices zu entwickeln.

Bei der Hälfte der Befragten handelt es sich um Führungskräfte, wobei fast drei Viertel davon männlich sind. Sie schätzen die Brics-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) als Gebiete mit hohem Risiko ein, dennoch geben 88 Prozent der befragten deutschen Unternehmen an, regelmäßig Geschäftsreisende in diese hochriskanten Gebiete zu senden. Die größten Gefahren gehen dabei ihrer Ansicht nach von medizinischen Notfällen und Verkehrsunfällen aus. Dabei bestehen bezüglich der Risikowahrnehmung Unterschiede zu den befragten Unternehmen aus anderen Ländern.

Die Studie bescheinigt deutschen Unternehmen bei den eher theoretischen Indikatoren „Risikobewertung, Abläufe, globale Mobilität, Kommunikation, Beratung, Kontrolle und Analyse“ einen höheren Rang als Unternehmen aus anderen Ländern. Gänzlich anders sind hingegen die Ergebnisse der Studie bei den eher praxisorientierten Indikatoren „Strategie, Versicherung, Tracking und Kommunikation, Ausbildung, Schulung und Abläufe“. Hier schnitten deutsche Unternehmen schlechter ab als der weltweite Durchschnitt. Deutsche Unternehmen nehmen ihre Fürsorgepflicht somit eher im Hinblick auf die Erstellung von Verfahren und Richtlinien wahr, als bezüglich der Vorbereitung von Auslandsentsendungen oder den Schutz von Mitarbeitern, während diese sich im Ausland befinden.

Die Studie Die Studie von International SOS “Duty of Care and Travel Risk Management Global Benchmarking” beruht auf 718 Teilnehmern von 628 global tätigen Organisationen zum Thema internationaler Reisetätigkeit und der Herausforderungen für die Mitarbeiter und deren Familien. Der Anteil der deutschen Befragten lag bei vier Prozent, was 30 Teilnehmern entspricht.

Die teilnehmenden Unternehmen aus Deutschland erreichen in der Studie letztlich eine niedrigere Gesamtpunktzahl als diejenigen aus Europa und der restlichen Welt. Zusätzlich zur Publikation „Fürsorgepflicht und Management von Reiserisiken – Benchmarking Studie Deutschland“ ist der Sonderbericht für die Region Europa in deutscher und englischer Sprache erhältlich.

International SOS

Risikoprävention zahlt sich aus

Unternehmen und Organisationen, die Mitarbeiter und Expatriates ins Ausland entsenden, können für jeden in Gesundheits- und Sicherheitsprävention investierten Euro mit einer potentiellen Ersparnis von 2,20 Euro im Jahr rechnen.

Foto: European Agency for Safety and Health at Work

International SOS

Risikoprävention am Arbeitsplatz

Obwohl in der Europäischen Union die Sicherheit am Arbeitsplatz höher ist als je zuvor, verunglücken hier jedes Jahr mehr als 5.500 Menschen während der Arbeit. Zusätzlich sterben jährlich 159.000 Arbeitnehmer infolge von Berufskrankheiten.

Foto: Fotolia/Jürgen Fälchle

Travel Risk Management

Sicheres Reisen

Jeder Geschäftsreisende bereitet sich fachlich und auf kritische Gesprächssituationen vor. Aber an die persönliche Sicherheit, das richtige Einschätzen von gefährlichen Situationen und das daraus resultierende kompetente Handeln, wird in der Regel eher selten gedacht.

Foto: RainerSturm/Pixelio

ASWN

Wie Geschäftsreisende sicher verreisen

Die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft Norddeutschland e.V. (ASW Nord) lädt am 15. März 2018 zum Seminar „Sicherheit auf Geschäftsreisen - Risiken minimieren – präventiv handeln“ ins Berliner Tor Center in der Hamburger City ein.