Auch die Unternehmenssicherheit bedient sich der Sozialen Medien, sollte dabei aber immer einer Strategie folgen.
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Sicherheitskonzepte

Soziale Medien unterstützen Unternehmenssicherheit

Die Nutzung der Sozialen Medien hat die Kommunikation stark verändert. Die Unternehmenssicherheit kann die Chancen, die sich dadurch bieten, nutzen.

Das „Social Web“, die Sozialen Medien in der Ausprägung, wie wir sie heute kennen, hat die Art und Weise, wie wir in der Gesellschaft kommunizieren, nicht nur weiterentwickelt, sondern grundsätzlich verändert; davon kann auch die Unternehmenssicherheit profitieren. Denn Nachrichten werden quasi im Minutentakt generiert und umrunden die Erde in einer immer höheren Geschwindigkeit und Quantität. Jeder Nutzer kann zum Autor werden: „User Generated Content“ ist das Schlüsselwort. Das Phänomen der „Fake News“ beschäftigt die sozialen Medien immer stärker und mittlerweile auch Politik und Gesellschaft. Alle sind mit dem Risiko gezielter Meinungskampagnen konfrontiert, der einzelne User bei Facebook ebenso wie Prominente, Politiker oder auch Unternehmen. „Shitstorms“ sind schnell produziert und können im schlimmsten Falle Menschen gezielt manipulieren.

Informationsflut in den Sozialen Medien

Letztendlich handelt es sich hier um digitale Informationen, die in der Lage sind, Unternehmen, Menschen und Länder zu verändern. Diese Datenfluten nutzbar zu machen, ist die große Herausforderung für die Politik, Unternehmen, Organisationen und die Gesellschaft weltweit. Das Ziel des Verbreitens falscher Informationen zu oder über Unternehmen kann sein, einen Mitbewerber zu schädigen, sei es, dass sein Ruf in Misskredit gebracht wird oder konkret Verkaufszahlen verringert werden. Auch vermeintlich seriöse Pressemitteilungen können sich rasend schnell verbreiten, ohne dass etwa deren Wahrheitsgehalt geprüft worden wäre. Die Algorithmen der Plattformen tun ihr Übriges, denn je häufiger eine Meldung geteilt wird, desto höher steht sie im Ranking und wird prominenter platziert.

Unternehmen sind daher gefordert, sich den sozialen Medien als Herausforderung für die eigene Kommunikation zu stellen. Die Risiken, dass sich Krisen vor allem auch im sozialen Netz verbreiten, muss man im Business Continuity Management (BCM), Enterprise Content Management (ECM) oder Krisenmanagement bedenken. Auf der anderen Seite ist das Informationsmanagement/die Informationsbeschaffung zur Risikominimierung oder Lageanalyse so einfach wie nie zuvor. Dabei ist das Social-Media-Monitoring sowohl essenziell zur Risikominimierung als auch zur Chancennutzung. Gemessen an speziellen Fragestellungen ist es möglich, die Kommunikation und damit die öffentliche Meinung zu verstehen. Helfen können technologisch der Einsatz von KI und Data Analytics, um Trends und Meldungen frühzeitig zu erkennen und ob ihres Risikos einordnen zu können.

Unternehmenssicherheit zur effizienten Informationsbeschaffung

In Anbetracht der großen gesellschaftlichen Akzeptanz ist es wichtig, die Sozialen Medien auch in der Unternehmenssicherheit nicht zu ignorieren. Es gilt dabei, einige wichtige Fragen von Unternehmensseite zu klären. Dazu gehört eine Bestandsaufnahme, ob es bereits Social-Media-Aktivitäten im Unternehmen und entsprechende Regelungen gibt. Ferner muss geklärt werden, welches Ziel hinter diesen Aktivitäten steckt, welche Plattformen genutzt werden und welche Abteilungen damit betraut sind. Danach ist es wichtig, die Bedürfnisfrage zu beantworten, also ob das Unternehmen die Nutzung der Sozialen Medien durch Mitarbeiter und/oder im Betrieb reglementieren muss und ob eine effiziente Informationsbeschaffung in ihrem Bereich notwendig ist. Aktivitäten in Sozialen Medien sollten immer einer Strategie folgen und nie aus reinem Selbstzweck stattfinden.

Zahlen und Fakten

  • Soziale Medien verzeichnen weltweit 3,725 Milliarden Nutzer
  • Im Durchschnitt bewegt sich jeder Nutzer circa 60 Minuten pro Tag in den Sozialen Medien
  • Fast das gesamte Internet beinhaltet Elemente der Sozialen Medien (liken, teilen und kommentieren)
  • 2,47 Milliarden Facebook-User produzieren 13 Milliarden Interaktionen pro Tag
  • Youtube-Nutzer produzieren pro Minute 400 Stunden an Videomaterial
  • 500 Millionen Tweets werden täglich von 328 Millionen Usern auf Twitter versendet.
  • Im Durchschnitt hat jede Person 7,6 Social-Media-Konten

Robert Schwerdtner, Leiter des Innovation Teams der Rola Security Solutions GmbH; verantwortlich für Implementierung des Digitalen Lagemonitorings im Bereich des Notfall- und Krisenmanagements im Konzernlagezentrum der Deutschen Telekom AG

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Fake News

Offen kommunizieren

Fake News – dieser Begriff hat es inzwischen sogar in den Duden geschafft. Falschnachrichten werden bewusst in die Welt gesetzt, um anderen zu schaden. Wie die Unternehmenssicherheit von Fake News betroffen sein kann, erfuhr PROTECTOR & WIK von Dr. Elke Neujahr, Lehrbeauftragte im Studiengang Risiko- und Sicherheitsmanagement an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Bremen.

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Social Media in der Unternehmenssicherheit

Einsatz, der sich auszahlt

Soziale Medien haben die Kommunikation, aber auch die Verbreitung und Verfügbarkeit von Informationen in unserer Gesellschaft maßgeblich verändert. Während die sozialen Netzwerken der ersten Generation längst vom Markt verschwunden sind, entwickelt sich die aktuelle Social Media-Landschaft rund um Facebook, Twitter & Co. täglich weiter. Diese kann einen wesentlichen Beitrag zur Unternehmenssicherheit leisten.

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Effektives Krisenmanagement

Richtig reagieren

Am 3. und 4. April 2017 hatte die Simedia Akademie zu ihrem neunten Netzwerktreffen für Krisen- und Notfallmanager beim ZDF in Mainz geladen. Im Mittelpunkt standen Beispiele und Erfahrungsberichte aus ganz unterschiedlichen Branchen.

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Kommunikation vor und in der Krise

Sicher vor Skandalen?!

Die Wahrscheinlichkeit eines Skandals ist heute groß. Pferdefleisch, Korruptionsaffären, Datenpannen, Bischofssitze... Unternehmen überlegen sich am besten bevor sie in die Schlagzeilen kommen, wie sie mit einem Problem in den Medien umgehen.

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