Foto: Thyssenkrupp Nirosta

Sicherheitsmanagement am Industriestandort

Durchblick bewahren

Thyssenkrupp Nirosta ist heute zusammen mit den verbundenen Unternehmen Thyssenkrupp Acciai Speciali Terni, Thyssenkrupp Mexinox und Shanghai Krupp Stainless einer der weltweit führenden Hersteller von nichtrostenden Flacherzeugnissen. Am Standort Krefeld kommt ein Sicherheitsmanagement zum Einsatz, das alle eingehenden Informationen verwaltet.

Die heutige Thyssenkrupp Nirosta GmbH entstand 1995 durch die Zusammenlegung der Rostfrei Flach-Aktivitäten der damaligen Konzerne Krupp und Thyssen. Im Geschäftsjahr 2009/2010 haben die 4.259 Mitarbeiter von Thyssenkrupp Nirosta Umsatzerlöse in einer Größenordnung von 2,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Leistungsstarkes System

Krefeld ist der bedeutendste Standort von Thyssenkrupp Nirosta und umfasst ein Stahlwerk und ein Kaltbandwerk – und das mit hohen Anforderungen an das Sicherheitsmanagement. Für die Sicherheit von 2.200 Mitarbeitern tragen die Werkfeuerwehr und der Werkschutz gemeinsam die Verantwortung. Um die Systemvielfalt eines modernen Industriebetriebes beherrschbar zu machen, kommt ein umfassendes Sicherheitsmanagementsystem zum Einsatz: Arigon Plus.

Einsatzleitrechner, Gefahrenmanagementsystem und Kommunikationstechnik wurden in ein leistungsstarkes System integriert, damit alle Informationen und Daten nur einmalig vorgehalten werden müssen und die Datenpflege minimiert wird. Das Leistungsspektrum des Systems bei Thyssenkrupp Nirosta umfasst:

  • Aufschaltung und Steuerung der kompletten Gefahrenmeldetechnik von Thyssenkrupp Nirosta einschließlich des Industrieparks Krefeld
  • Wartungsüberwachung und -dokumentation für die verschiedenen Melder durch das System
  • Auslösung der Alarmierung von Einsatzkräften über Arigon Plus und ein angebundenes Alarmierungssystem
  • Steuerung und Überwachung der Haustechnik (Beleuchtung, Tore)
  • Integration der Kommunikationstechnik (Telefonie, Intercom, Funk, Lautsprecheranlagen)
  • Anbindung der Wetterstation, da die Windverhältnisse von besonderer Bedeutung sind
  • Steuerung und Dokumentation der gesamten Verwaltung der Werkfeuerwehr und des Werkschutzes

Multifunktionaler Arbeitsplatz

Für eine schnelle Einsatzaufnahme und effiziente Disposition stehen zwei Einsatzleitplätze mit je vier Monitoren und weiteren fünf Verwaltungsarbeitsplätzen zur Verfügung. Der Touch-Monitor ist das Kernstück zur Bedienung der gesamten Technik: Eingehende Meldungen werden effizient bearbeitet, und die komplette, vollständig integrierte Kommunikations- und Haustechnik ist hier übersichtlich und bedienfreundlich aufgeschaltet.

Ergänzend zu Funktionen in der Sicherheitszentrale wird das Sicherheitsmanagementsystem unter anderem auch für die Dokumentation und Terminüberwachung, der Wartung- und Instandhaltungsintervalle prüfpflichtiger Einrichtungen und Geräte eingesetzt.

Die Vorteile für das Unternehmen durch den Einsatz des Systems sind vielfältig. Die Kopplung von Subsystemen und externen Anlagen ermöglicht eine zentrale Bedienung unterschiedlichster Anlagen aus einer einheitlich gestalteten Softwareoberfläche. Das System arbeitet herstellerunabhängig und kann auch verschiedenste Fabrikate in Kombination anbinden. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Standorte eines Unternehmens auch mit ihren unterschiedlichen Erfordernissen in ein System integrierbar sind. Außerdem ist das System für den jeweiligen Kundenbedarf skalierbar und kann mit den Anforderungen des Unternehmens wachsen. Schließlich ist es über Terminalserver dezentral nutzbar.

Dipl.-Ing. Martina Kaster, Geschäftsführende Gesellschafterin der Vomatec International GmbH

Foto: Vomatec

Vomatec

Zentrales Management für die Werksicherheit

Vomatec zeigt, wie Unternehmen die Sicherheitsrisiken mit intelligenter Technologie minimieren können: "ARIGON PLUS" ist eine herstellerunabhängige Lösung für die komplette Werk- und Konzernsicherheit.

Foto: Vomatec

Vomatec

DIN EN 50518 konformes Sicherheitsmanagementsystem

Die Vomatec International GmbH führt an ihrem Messestand ihr integriertes Sicherheitsmanagementsystem Arigon Plus vor.

Gleistoranlage bei Thyssenkrupp Rasselstein

Bahn frei mit Schnellfalttoren

Der Weißblechhersteller Thyssenkrupp Rasselstein aus Andernach legt Wert auf einen zügigen Versand seiner Erzeugnisse. Anfang Juni 2015 suchte das Unternehmen deshalb nach einer bahnkonformen Gleistoranlage zur Sicherung einer Schieneneinfahrt am Werksgelände, die den hohen Qualitätsansprüchen des Unternehmens gerecht werden konnte.

Foto: Advancis

PSIM-Trends

Informationsflut kanalisieren

Die Vernetzung und Digitalisierung unserer Welt schreitet immer weiter voran. Mehr als in anderen Bereichen ist insbesondere in der Sicherheitstechnik eine übersichtliche und intuitive Bedienung von größter Bedeutung, da hier Menschenleben und erhebliche Sachwerte geschützt werden. Umso bedrohlicher ist es, dass gerade in diesem Bereich eine Vielzahl von Technologien und Systemen eine nicht mehr überblickbare Masse an Informationen liefert.