Foto: IFA/DGUV

Institut für Arbeitsschutz

Gefahrstoffliste 2012 veröffentlicht

Das IFA Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hat in der Gefahrstoffliste 2012 die wichtigsten Regelungen für die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz sowie ergänzende Hinweise in einer Tabelle zusammengefasst.

Das kostenlose Nachschlagewerk richtet sich an Betriebe, Aufsichtsbehörden, Arbeitsmediziner und andere, die sich mit Gefahrstoffen und Gesundheitsschutz befassen. Es enthält alle wichtigen Informationen, um Gesundheitsgefährdungen durch Gefahrstoffe zu beurteilen.

Die IFA-Gefahrstoffliste hilft dem Arbeitsschutzpraktiker, den Überblick zu behalten. Sie hält ihn durch regelmäßige Aktualisierungen auf dem Laufenden: Die Liste enthält die aktuellen Luftgrenzwerte und biologischen Grenzwerte und informiert über Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Gemischen. Sie geht aber auch auf ärztliche und medizinische Vorgaben ein, beschreibt Messverfahren und verweist auf geltende deutsche Verordnungen, Richtlinien und Regeln für Gefahrstoffe.

Die Gefahrstoffliste ist ein Grundlagenwerk für die Gefährdungsbeurteilung, die der Arbeitgeber laut Gefahrstoffverordnung in seinem Betrieb durchführen muss.

Die vorliegende Version aktualisiert die Gefahrstoffliste aus dem Jahr 2009. Die Liste enthält die vorgeschriebenen Einstufungen und Kennzeichnungen von Stoffen und Gemischen gemäß der GHS-(CLP)-Verordnung 1272/2008 (einschließlich 1. Anpassung) sowie die in der TRGS 905 „Verzeichnis krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe“ aufgeführten Stoffe.

Weiterhin aufgenommen wurden die Luftgrenzwerte (TRGS 900 „Arbeitsplatzgrenzwerte“) und die Biologischen Grenzwerte – BGW (TRGS 903). Abschließend werden Hinweise zu Messverfahren (DFG, BGI 505, IFA-Arbeitsmappe, HSE, NIOSH, OSHA), zur Arbeitsmedizin und auf stoffbezogene Regelungen in der GefStoffV, der ChemVerbotsV, den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) sowie auf Regelungen der Unfallversicherungsträger gegeben.

Foto: Rolf van Melis/ Pixelio.de

DGUV

DNEL-Datenbank hilft bei der Gefahrstoffbeurteilung

Die europäische Reach-Verordnung will den Umgang mit Chemikalien sicherer machen. Diesem Zweck dienen unter anderem neue Werte zur Beurteilung chemischer Stoffe, so genannte DNEL-Werte, die nun in einer DGUV-Datenbank hinterlegt sind.

Foto: Hinte

Arbeitsschutz Aktuell

Technik und Kommunikation vereint

Über 10.500 Fachbesucher kamen nach Augsburg, um sich auf der Arbeitsschutz Aktuell 2012 über alle Facetten zeitgemäßer Präventionsarbeit zu informieren. Das dreitägige Forum aus Messe und Kongress deckte Themen rund um die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ab.

Foto: Asecos

Asecos

Gefahrstoff-Serviceleistungen ausgebaut

Beim Umgang mit Gefahrstoffen hat sich der Einsatz von Gefahrstoffschränken und -arbeitsplätzen oder Umluftfilteraufsätzen als technische Entlüftungssysteme in den Betrieben etabliert. Sie sollen Schutz für Mitarbeiter, Umwelt und Gebäude bieten. Doch ist es mit dem einmaligen Erwerb der technischen Ausstattung nicht getan.

Foto: Nürnberger Versicherung

Sicherheit am Arbeitsplatz

Gesund durch den Job

75 Milliarden Euro mussten deutsche Arbeitgeber 2016 für die Arbeitsunfähigkeit ihrer Mitarbeiter zahlen, so die Schätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Zwar ist die Zahl der Arbeitsunfälle gesunken, doch die Zahl der gemeldeten Fälle von Berufskrankheiten steigt.