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Foto: Ingenieurbüro Braasch
Mobiler Infrarozaun in einer Kiesgrube: Die neueste Infrarotzaun-Generation nutzt zur Perimetrabsicherung adaptive Algorithmen, kommuniziert mit allen weiteren Alarmzonen im Areal.

Perimeterschutz

IR-Zäune für Effizienz und Sicherheit am Perimeter

Der IR-Zaun ist die Lichtschranke 2.0: In der Perimeterabsicherung bietet er ein attraktives Preis/Leistungsverhältnis und sorgt für Effizienz.

Um modernen Einbruchsmethoden zu begegnen, müssen Täter im Rahmen der Perimeterabsicherung zuverlässig und so früh wie möglich detektiert werden – und das am besten ohne hohe Investitionen. Was wie die Quadratur des Kreises klingt wurde im Prinzip bereits 1914 erfunden: Lichtschranken. Das unschlagbare Preis-/Leistungsverhältnis wird von Profis besonders bei langen Perimetern längst hochgeschätzt, aber wie steht es mit Detektions- und Fehlalarmrate?

Denjenigen, die bereits mit Industrie-Lichtschranken im Außenbereich gearbeitet haben, waren enttäuscht oder gar entsetzt. Das liegt daran, dass sich seit 1914 viele Jahrzehnte lang nicht viel getan hat. Einfache oder doppelte Modulation der Lichtstrahlen erschwerte die Manipulation und sorgte für weniger Probleme mit der Sonneneinstrahlung. Der Energieverbrauch und die Lebensdauer der Sensorik wurden optimiert. Und schließlich hat die Kopplung zweier Lichtstrahlen auch die häufigsten Fehlalarme etwas reduziert, aber erst um die Jahrtausendwende wurde ernsthaft begonnen, an „intelligenten“ Systemen zu arbeiten.

Moderne Weiterentwicklung in der Perimeterabsicherung: der Infrarotzaun

Firmen wie das Ingenieurbüro Braasch (Braaschguard) in Deutschland oder IDS (Rayonet) im europäischen Ausland haben erste moderne Infrarotzäune entwickelt. Bei diesen wird in jeder Zone ein engmaschiges „Netz“ aus vielen einzelnen Infrarotstrahlen aufgespannt und mit modernen Mikrocontrollern auf bis zu drei Metern Höhe volumetrisch analysiert.

Die neueste Infrarotzaun-Generation nutzt dafür adaptive Algorithmen, kommuniziert mit allen weiteren Alarmzonen im Areal und kann optional sogar über das Internet auf meteorologische Vorhersagen zurückgreifen. Das Ergebnis sind höchste Detektionsraten in Kombination mit branchenführender Fehlalarm-Resilienz gegen Witterungsphänomene und Kleintiere.

Natürlich kann keine noch so ausgeklügelte Technik die Physik überlisten, aber in Verbindung mit teilweise mehr als zehnfachen Sicherheitsmargen der Sensorik können selbst Nebel, Starkregen, Schneefall, Frost oder Laubverwehungen gemeistert werden. Und in Zukunft sind unter Zuhilfenahme weiterentwickelter neuronaler Netzwerke sogar noch bessere Ergebnisse zu erwarten.

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Enge Zusammenarbeit mit Behörden und Verschlüsselung

Die fortschreitende Entwicklung des modernen Infrarotzauns ist durch die enge Zusammenarbeit mit Behörden sowie privaten und gewerblichen Kunden geprägt. In Zeiten, in denen im Internet Online-Kurse angeboten werden, um selbst VdS-konforme klassische Verkabelung und unverschlüsselte Bussysteme zu sabotieren, müssen nicht nur die Sensoren sondern das Gesamtsystem höchsten Sicherheitsstandards genügen.

Hochwertige Infrarotzäune verschlüsseln deshalb die gesamte Kommunikation mit TLS (Transport Layer Security – vergleiche „HTTPS“ im Internet) und stellen über Zertifikate mit Schlüssellängen von 2.048 oder 4.096 Bit sicher, dass alle Komponenten nur mit den korrekten Gegenstellen kommunizieren. Natürlich kann dabei auch eine permanente Leitungsüberwachung erwartet werden und durch unabhängige eigene Netze wird ein unbeabsichtigter Datenabfluss in höchstsensiblen Bereichen effektiv verhindert.

Für private oder gewerbliche Benutzer, die keine „sterilen“ Grundstücke möchten, wurden darüber hinaus Funktionen wie eine intelligente Überwachung der optischen Signale integriert. So können im Frühjahr oder Herbst Bewuchsprobleme frühzeitig vom Garten- und Landschaftsservice angegangen und damit in aller Regel vermieden werden.

Einfache Installation, schnelle Inbetriebnahme am Perimeter

Trotz all dieser Features erfordert die Installation keine aufwendigen oder langwierigen Personal-Schulungen. Die Komponenten werden bereits vorkonfiguriert geliefert und Einstellungen können mit einer einfachen, klar strukturierten Web-Oberfläche bei Bedarf sogar aus der Ferne angepasst werden. Außerdem ist ein moderner Infrarotzaun mit offenen Schnittstellen einfach in bestehende Einbruchmeldeanlagen, Zutrittskontrollsysteme oder industrielle Steuerungen über potentialfreie Kontakte zu integrieren.Wenn für viele der Perimeterschutz die Königsdisziplin der Sicherheitstechnik ist, dann ist sind mobilen Perimetersysteme die Krönung.

Speziell bei sich schnell verändernden Anforderungen wie zum Beispiel im Baustellenumfeld gelangen viele Sicherheitskonzepte an ihre Grenzen. Kamera-basierte Systeme werden immer wieder durch den Baufortschritt verdeckt, sodass blinde Flecken entstehen. PIR oder andere Flächenmelder sind fehlalarmträchtig und – wenn überhaupt – können nur Spezialisten dieses Manko durch regelmäßige Neupositionierung und Einstellungsanpassungen teilweise kompensieren.

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Foto: Ingenieurbüro Braasch Analyse- und Steuerungselektronik für die neueste Infrarotzaun-Generation, die zur Perimeterabsicherung eingesetzt werden kann.

Infrarotzaun ist minutenschnell einsatzbereit

Um jedes Gelände herum gibt es allerdings eine Grenze - und einen Infrarotzaun kann nach kürzester Einweisung jeder mit technischem Grundverständnis aufbauen. Eine grobe Ausrichtung mit einem Reddot-Visier, kleine Korrekturen mit einer Bargraphen-Anzeige in Ampelfarben und schon ist ein Infrarotzaun-Segment mit bis zu 100 Meter Länge minutenschnell einsatzbereit. Durch das Sender und Empfänger Prinzip können auch keine Hindernisse übersehen werden – selbst Laien erkennen sofort, ob die Überwachung funktioniert.

Wie es sich im Zeitalter des IoT (Internet of Things) gehört, verfügen moderne mobile Infrarotzaun-Säulen jeweils über eine eigene Mobilfunkanbindung mit automatischer Anbieterwahl, sodass man sich keine Sorgen um Funkprobleme machen muss. Das geht auch nicht zu Lasten des Schutzes, denn zertifikatsbasierte Verschlüsselung sowie permanente Sabotage- und Ausfallüberwachung sind auch bei guten mobilen Systemen selbstverständlich.

Perimeterabsicherung von Braasch nutzt Kombination aus Infrarotzaun und Kameras

In Kombination mit in den Infrarotzaun-Säulen integrierten Kameras muss sich auch niemand Sorgen um Kamerablickwinkel machen. Wie bei einem Blitzerfoto kann die Alarmzentrale die Alarmursache schnell und effektiv verifizieren. Die Aufschaltung kann dabei fast genauso einfach wie bei verkabelten Systemen in die eigene Technik erfolgen oder im Sinne eines Rundum-Sorglos-Pakets als Mietsystem zum Beispiel beim Ingenieurbüro Braasch mit deutschlandweit agierender Alarmzentrale kombiniert werden. Egal, ob eine Anwendung im Perimeterschutz mobil oder stationär umgesetzt werden soll, der Infrarotzaun stellt dabei eine moderne, kosteneffiziente und zuverlässige Sicherheitslösung dar.

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