Foto: Wellner; Fotolia/LesCunliffe

Mobile Sicherheitssysteme

Mehr Sicherheit für unser Wasser

Primäre Versorgungseinrichtungen, zu denen auch Wasser- und Abwasserwerke gehören, sind für das Funktionieren unserer komplexen verkehrstechnischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Infrastrukturen unerlässlich. Ein Versagen derselben führt dabei nicht nur zu Versorgungsengpässen, sondern geht auch stets einher mit hohen wirtschaftlichen Schäden.

Die Betreiber solcher Anlagen sind daher verpflichtet, vorbeugend geeignete Maßnahmen zur Ausfallsicherheit, Schadensbegrenzung und -bewältigung zu treffen. Terroristische Anschläge und kriminelle Handlungen müssen, wenn möglich, im Ansatz unterbunden werden. Gelingt dies nicht, gilt es schnellstmöglich auf derartige Vorfälle zu reagieren und weitere Schäden zu verhindern. Potentielle Täter sollen abgeschreckt und deren Vorhaben erschwert werden. Kommt es dennoch zu strafbaren Handlungen, sollten die installierten Sicherheitsanlagen unterstützend zur Identifizierung und zum Ergreifen der Täter eingesetzt werden können.

Wasser ist Rohstoff Nummer 1

So abhängig wir Menschen vom Wasser als Nahrungsmittel Nummer eins auch sind, die echten Großverbraucher stellen Landwirtschaft und Industrie dar. Hier können mehrtägige Ausfälle, hervorgerufen durch funktionsunfähige Pumpen, Rohr- oder Speicheranlagen zur Vernichtung von ganzen Ernten oder Stillstand in den Fabriken und damit Millionenschäden führen.

Zu den zu schützenden Objekten gehören daher unter anderem Förder-, Aufbereitungs-, Speicher-, Pump-, Entsorgungs- und Verteilungsanlagen. Nicht alle sind in gleichem Maße von den möglichen Gefahren betroffen, und es bedarf bei jedem Objekt einer gründlichen individuellen Einschätzung potentieller Risiken beziehungsweise deren Ausprägungen. Mögliche Einbrüche, Diebstähle, Vandalismus, Sachbeschädigungen und terroristische Aktionen sollten jedoch bei all diesen Einrichtungen Beachtung finden.

Eine besondere Herausforderung aus Sicht eines Sicherheitsverantwortlichen stellen dabei die Vielzahl der Anlagen, deren örtliche Lage (oftmals in verkehrsungünstigen, abgelegenen, teils technisch sonst nicht erschlossenen Bereichen) und die jeweils unterschiedlichen Anforderungen dar.

Betrachtet man bisher getroffene Schutzmaßnahmen, so beschränken sich diese oftmals nur auf Zaunanlagen und einfache Schließsysteme. Kameras kommen deutlich seltener, moderne Technik noch seltener zum Einsatz. Ob und wie weit Sicherheitsdienstleister Streifendienste übernehmen oder bei größeren Objekten mit Personal dauerhaft vor Ort sind, lässt sich bestenfalls regional beantworten. Alles in allem wirken die getroffenen Maßnahmen weder abschreckend noch ausreichend.

Wie steht es um die Sicherheit?

Zuallererst muss man zwischen Objekten unterscheiden, die sich in Firmen- oder öffentlicher Hand befinden. Global Player wie Nestle haben nicht nur ausgefeilte Sicherheitskonzepte, sondern auch Geldmittel und eigenes Personal genug, um ihr Firmeneigentum abzusichern. Mittelständische Unternehmen arbeiten oftmals mit einem regionalen Sicherheitsdienstleister zusammen. Die von Städten, Gemeinden oder den Bundesländern betriebenen Einrichtungen hingegen widmeten Sicherheitsaspekten bisher am wenigsten Aufmerksamkeit oder übertragen die Thematik einer Person in der Verwaltung, welche nicht dafür geschult wurde und daher nur rudimentär über mögliche Gefahren und noch viel weniger über Lösungsansätze Bescheid weiß.

Eine Entdeckung oder gar Reaktion von Wachpersonal muss man scheinbar selten oder gar nicht fürchten. Einen hohen Schaden für das Wasserwerk Kell am See haben zum Beispiel Diebe über Nacht verursacht, als sie Wasseruhren und Messingmaterialien im Wert von rund 20.000 Euro mitgehen ließen. Neben den gestohlenen Materialien sind auch stets hohe Summen aufgrund zerstörter Zaunanlagen und anderer Schäden zu beklagen. Unbekannte haben in einem anderen Fall an einem Wasser-Hochbehälter zwei Regenfallrohre aus Kupfer entwendet. Trotz der geringen Beute war der Sachschaden nicht unerheblich. Um auf das Grundstück zu gelangen, wurde die Zaunanlage aufgeschnitten. Beim Versuch weitere Teile zu entwenden wurde sogar noch die Dacheindeckung beschädigt. An den Wochenenden werden Werke immer wieder von den Tätern aufgesucht und dann in Ruhe Container geknackt, Garagen aufgebrochen oder Werkstätten durchsucht. Ein beliebtes Diebstahlgut sind dabei Wasseruhren, Werkzeuge und Elektrogegenstände.

Bei all diesen Vorfällen wird deutlich, wie einfach die Schadensverursacher auf das Gelände gelangen konnten und dieses auch meist völlig unbehelligt verließen. Zudem existieren keine Aufzeichnungen oder sonstigen Anhaltspunkte über die Täter oder werden Maßnahmen getroffen, um für die Zukunft besser gerüstet zu sein.

Technische Sicherheitslösungen

Einige innovative Lösungen, angepasst an die besonderen Herausforderungen der Betreiber, gibt es bereits. Die Lösung der Firma Turck für das Brunnenproblem der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerke in Mülheim an der Ruhr zeigt ganz gut, was möglich ist. Im Prinzip ist die Überwachungslösung so einfach wie durchdacht: Am äußeren Rand von Brunnendeckeln sitzt ein induktiver Näherungsschalter, der den Metallrand des Brunnens erfasst, solang der Deckel geschlossen ist. Wird der Deckel geöffnet, „sieht“ der Sensor ins Leere und ändert sein Signal. Der Status von mehr als 50 Brunnen wird erfasst und kabellos an die zentrale Leitwarte des Wasserwerks übermittelt.

Der Schlüssel zum vorbeugenden Diebstahlschutz bei Außenanlagen jeder Art liegt in der Kombination aufeinander abgestimmter Komponenten. Bewegungsmelder können jeden Eindringling im festgelegten Kegel oder einem kompletten 360-Grad-Radius, Tag und Nacht melden. Infrarot- oder LED-Scheinwerfer dienen dazu, den Bereich zu erfassen. Hochmoderne Dome-Kameras ermöglichen die Identifizierung der Ursache, auch bei schlechten Wetterbedingungen und Lichtverhältnissen. Virtuelle Wächterrundgänge sollten Bestandteil des Systemssein, ebenso wie die Leitung und der gezielte punktuelle Einsatz von Wachpersonal im Ernstfall.

Geschulte Mitarbeiter in einer aufgeschalteten Sicherheitszentrale können Falschalarme verhindern und weitere Maßnahmen nur bei echten Alarmfällen vornehmen. Über zugeschaltete Lautsprecher kann eine Live-Ansprache potentieller Täter wirklich abschreckend wirken. Besonders wenn dies zum Beispiel in stockdunkler Nacht geschieht, in welcher sich die Personen unbeobachtet glauben. Aufzeichnungssysteme sollten alle Vorgänge dauerhaft und in Echtzeit dokumentieren.

Sehr wichtig für einen autarken Einsatz solcher Systeme ist die netzunabhängige Gewährleistung der Energieversorgung für einen störungsfreien und wartungsarmen Ganzjahreseinsatz, auch an den entlegensten Örtlichkeiten. Die Firma Wellner arbeitet an der kontinuierlichen Verbesserung eines derartigen Systems. Im Sinne der Sicherheit und Gesundheit sollten daher auch öffentliche Hand, Experten und Firmen zukünftig ihr Know-how und ihre Erfahrungen stärker bündeln und an gesellschaftlich wichtigen Einsatzorten, wie zum Beispiel Wasser- und Abwasserwerken, zur Anwendung bringen.

Foto: RWW

Absicherung eines Wasserwerks

Wasserdetektive

Trinkwasser - ein kostbares Gut. Nur etwa ein Prozent der weltweiten Wasservorräte ist überhaupt für die Menschheit als Trinkwasser nutzbar. Nicht erst seit der steigenden Zahl von Terroranschlägen auf kritische Infrastrukturen sind für diese besonders sensiblen Bereiche maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte gefragt.

Foto: Wellner GmbH

Wellner sichert Großveranstaltungen

Mobile Videotechnik aus der Box

Während uns Ende 2016 noch Schreckensmeldungen erreichten, ist das vergangene Jahr aus polizeilicher Sicht vergleichsweise ruhig ausgeklungen. Intensivierte Sicherheitsmaßnahmen von Veranstaltern, Behörden und Sicherheitskräften haben sich als effektiv erwiesen.

Foto: Assa Abloy Sicherheitstechnik

Wohnungseinbrüche

40 Prozent scheitern an Sicherheitstechnik

In Deutschland sind wieder mehr Einbrecher unterwegs. Laut aktueller Polizeilicher Kriminalstatistik wurden für das Jahr 2011 genau 132.595 Einbruchsdelikte in Wohnungen erfasst. Das ist ein Anstieg um gut neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sicherheitstechnik unterstützt hier bei der Prävention.

Foto: Adobe Stock/Thomas Iwainsky

Wirksamer Perimeterschutz für Kritische Infrastrukturen

Angriff per Gullydeckel

Kritische Infrastrukturen sind verwundbar – nicht nur durch komplexe Cyberattacken von Geheimdiensten. Und gerade beim Schutz von Außenflächen als erste Verteidigungslinie gibt es noch erheblichen Nachholbedarf. Die gute Nachricht: Moderne Video-, RFID- und Radar-Technik ermöglichen individuelle und kosteneffektive Systemlösungen.