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Dezentrale Netzwerkkamerasysteme

Mehr Sicherheit, weniger Kosten

Anwender erwarten von IT-Security-Produkten heute nicht nur ein Mehr an Sicherheit, sondern wollen auch umfassende Kosten-Nutzen-Analysen sehen. Vor allem Netzwerkkameras mit dezentralem Konzept haben hier im Vergleich zu analogen oder klassischen, digitalen Systemen auch bei den Kosten die Nase vorn.

Die tatsächlichen Einsparungen durch den Einsatz eines Video-Sicherheitssystems quantitativ zu bestimmen ist schwierig, denn der Return-on-Investment ist dort eher indirekt und kommt aus verschiedenen Bereichen. So fließen in die Kostenbetrachtung nicht nur einmalige Anschaffungs- und laufende Betriebskosten mit ein. Auch Ausgaben der Unternehmen, die durch den Betrieb von Sicherheitssystemen eingespart werden können, spielen bei dieser Betrachtung eine Rolle. Doch sind Kosten, die durch Diebstahl, Betrug, Vandalismus oder ähnlichem entstehen, aber dank Abschreckung durch Videoanlagen vermieden werden können, nicht wirklich quantifizierbar. So ist die Verbesserung der öffentlichen Sicherheit oder das Abschreckungspotenzial in Kaufhäusern durch den Einsatz von Sicherheitssystemen monetär nicht wirklich messbar.

Beispielsweise ist Diebstahl für den Einzelhandel ein spürbarer Renditekiller. So sind 2010 im deutschen Einzelhandel laut dem privaten Forschungsinstitut EHI Waren im Wert von 3,7 Milliarden Euro verschwunden. Ein Grund für den Einzelhandel, moderne Video-Sicherheitssysteme einzusetzen. Wie hoch die Kosten ohne den Abschreckungseffekt der Sicherheitssysteme liegen würden, lässt sich allerdings schwer sagen. Mit größter Wahrscheinlichkeit jedoch deutlich höher als der ermittelte Wert. Außerdem können intelligente Videoanwendungen auch zur Sicherheit in anderen Bereichen beitragen und damit einen zusätzlichen Return-on-Investment bringen. So lassen sie sich unter anderem im Einzelhandel dazu verwenden, das Kundenverhalten zu analysieren oder die Verweilzeit von Fluggästen am Abfertigungsschalter zu bestimmen. Aus diesen Daten können wiederum Konzepte entwickelt werden, die Kunden und Umsatz zugute kommen.

Anschaffungs-, Installations- und Betriebskosten

Wenngleich eine konkrete Return-on-Investment-Betrachtung schwierig ist, so lassen sich Anschaffungs-, Installations- und Betriebskosten (wie Kamerawartung, Software-Updates, Lizenzgebühren, Strom) verschiedener Systeme jedoch gut miteinander vergleichen. So hat beispielsweise die Mobotix AG eine Kostenbetrachtung der eigenen Lösung im Vergleich zu analogen und herkömmlichen Netzwerklösungen angestellt. Bei vergleichbaren Anwendungsszenarien sowie Soft- und Hardwareausstattung konnten aussagekräftige Ergebnisse ermittelt werden.

Die analoge Beispielinstallation bestand aus 50 Sicherheitskameras – 15 Outdoor, 35 Indoor – in D1 PAL-Auflösung. Außerdem waren vier analoge 16-Kanal-DVRs einschließlich 0,5 Terabyte Speicherkapazität sowie eine Multiplexer-Kreuzschiene für selektives Alarmmanagement notwendig. Zusätzlich fielen Kosten für eine Videomanagement-Software (VMS) zur Aufzeichnung, Suche, Analyse und Alarmmanagement sowie die Hardware-Ausstattung der Steuerzentrale mit vier Videoarbeitsplätzen an.

Auch die IP-Kamera-Installation bestand aus 50 Sicherheitskameras (15 Outdoor, 35 Indoor) inklusive Switches, Motherboard und RAID-System. Genau wie beim analogen System waren auch hier VMS und entsprechende Ausstattung der Steuerzentrale notwendig.

Weniger Kameras, niedrigere Installationskosten

Bei der Mobotix-Lösung konnte die Kamerazahl gegenüber dem Analogsystem auf 35 reduziert werden, da aufgrund der hohen Auflösung auch weniger Kameras notwendig waren, um die gewünschten Bildbereiche zu erfassen. Dies macht sich direkt in niedrigeren Installationskosten bemerkbar, da zum Beispiel deutlich weniger Kabel und PoE-Switches benötigt werden. Sowohl bei der Gegenüberstellung mit dem analogen als auch mit dem herkömmlichen IP-Kamerasystem fielen keine zusätzlichen Software- und Lizenzkosten an. Denn bei Mobotix wird die professionelle Videomanagement-Software MxControlcenter kostenfrei mitgeliefert.

Auch bei der Speicherausstattung und der Stromversorgung konnte in allen Vergleichsfällen gespart werden. Dies hat zwei Gründe: Zum einen läuft die Bearbeitung der Bilder direkt in den Kameras ab. Zum anderen können die Kameras durch den äußerst niedrigen Stromverbrauch per Ethernetkabel gespeist werden. Gerade in Zeiten ständig steigender Energiepreise schlägt sich dieser Aspekt ebenfalls positiv in der ROI-Betrachtung nieder.

Niedrigere Betriebskosten

Im direkten Kostenvergleich hat das Mobotix-System zum analogen Ansatz klar die Nase vorn. Die Anschaffung liegt rund 30 Prozent niedriger, die Installationskosten sind um knapp 15 Prozent geringer und 66 Prozent weniger an Betriebskosten pro Jahr müssen aufgewandt werden. Die Energiekosten betragen dabei weniger als 30 Prozent des Vergleichssystems. Auch im Vergleich zum HD-IP-System liegt die Mobotix-Lösung günstiger in der Anschaffung – die Differenz beträgt immerhin noch zehn Prozent. Dagegen sind die Betriebskosten um 79 Prozent geringer und damit deutlich unter denen der herkömmlichen Netzwerkkameralösung. Auch fallen weniger als die Hälfte (47 Prozent) der Energiekosten an, so dass die Mobotix-Lösung als besonders kosten- und ressourcenschonend eingestuft werden kann.

Der Vergleich der unterschiedlichen Systeme macht eines deutlich: Mit dem dezentralen Konzept und der kostenfreien professionellen VMS von Mobotix sind Unternehmen sowohl hinsichtlich Anschaffungs- als auch Betriebskosten gut beraten. Außerdem freut sich noch die Umwelt, da die Kameras des Pfälzer Unternehmens den günstigsten Verbrauch haben.

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