Foto: Gotschlich

Vandalismussicherer Stadion-Zugang

Drehkreuz als Elektronik-Tresor

Mit einem Zutrittskontrollsystemhersteller entwickelt Gotschlich ein Portaldrehkreuz für Stadien, das außerhalb der Betriebszeiten zum Tresor für Lesegeräte, Bedienelemente und Kabel wird, und es dem Personal ermöglicht, schnell in den Betriebsmodus zu wechseln.

Massenhaft anstürmende Fans in aufgeheizter Stimmung sind nicht die einzige Herausforderung für die Zutrittskontrolle am äußeren Stadion-Zugang. Sie müssen zwischen den Veranstaltungen dem Wetter und Vandalen-Angriffen Stand halten. Die Anforderungen von Stadien an Systeme für die Zutrittskontrolle unterscheiden sich von denen anderer Einrichtungen unter anderem dadurch, dass diese zwischen den einzelnen Veranstaltungen oft längere Zeit nicht verwendet werden. Das ist zwar auch bei Stadthallen, Kongress- und Messezentren der Fall, doch im Gegensatz zu diesen findet die Zutrittskontrolle zu Stadien häufig im Freien statt, direkt an der äußersten Umgrenzung des Geländes.

Gefahr zwischen Veranstaltungen

In Skigebieten, wo sich im Sommer nur wenige Wanderer dorthin verirren, wo die Zutrittskontrolle zu den Liften stattfindet, mag es genügen, über den Sommer die Leser mit Planen abzudecken. Doch Stadien befinden sich heute zumeist in Stadtrandlage. Dort ist die Gefahr ungleich höher, dass zwischen zwei Veranstaltungen Displays eingeschlagen oder Kabel herausgerissen werden. Die für die sichere Personenvereinzelung auch bei massenhaftem Ansturm ungeduldiger Fans ausgelegten Drehkreuze sind den Bedrohungen durch Wetter und Vandalismus außerhalb der Veranstaltungszeiten ohne Weiteres gewachsen. Die technisch anspruchsvollen, hochwertigen Lesegeräte und die Bedienelemente für das Kontrollpersonal müssen jedoch ebenso wie die Kabelverbindungen besonders geschützt werden.

Dabei ist es wesentlich, Arbeitsaufwand und benötigte Zeit für die Wieder-Inbetriebnahme der Zutrittskontrolle vor einer Veranstaltung gering zu halten. Die manchmal geübte Praxis, die Lesegeräte in Veranstaltungspausen abzubauen, stellt nicht nur einen erheblichen zeitlichen Aufwand dar, sondern erhöht auch die Gefahr von Fehlern beim erneuten Anschließen.

Spezifisch für Stadien

Der österreichische Personenvereinzelungs-Spezialist Gotschlich Maschinenbau entwickelte daher gemeinsam mit Skidata, einem Hersteller für Zutrittskontrollanlagen für Stadien, innerhalb der Portaldrehkreuz-Familie Ecco ein speziell für diesen Markt optimiertes Produkt. Bei Ecco Arena.Gate handelt es sich um Einzel- oder Doppeldrehkreuze mit holmförmigen Sperrelementen in 90-Grad-Teilung, die an der Vorderseite mit versenk- und verschließbaren Aufnahmen für die Lesegeräte ausgestattet sind und an der Rückseite mit einer Elektronik-Box zur Aufnahme der Bedienelemente für das Personal, die ebenfalls auch in abschließbarer Ausführung erhältlich ist.

Die vollständig abgedichteten Mittelboxen machen die Drehkreuze wetterfest und haben den Vorteil, dass sich auch alle Kabel für Vandalen unerreichbar im Inneren der Einheit befinden. Außerhalb der Betriebszeiten werden die Lesegeräte in das Innere des Drehkreuzkörpers zurückgefahren und der Ausschnitt mit einer dicht schließenden Klappe verschlossen. Der Operator Safe zur Aufnahme diverser Bedien- und Steuerkomponenten wie Display, Freigabetasten, Alarmöffnungs-Pilztaster oder Schlüsselschalter ist als kompakte Einheit an der gegenüberliegenden Seite angeordnet und lässt sich – wichtig, wenn die Einheit außerhalb der Betriebszeiten auch von der Innenseite zugänglich ist – optional ebenfalls durch abschließbare Edelstahl-Läden gegen unbefugten Zugriff schützen.

Schnelle Aktion entscheidet

Wesentliches Entwicklungsziel war, einen schnellen Übergang zwischen Betriebs- und Ruhezustand zu ermöglichen. Dazu verfügt Ecco Arena.Gate über eine mechanisch verschiebbare Montagebühne für die Kartenleser. Diese können innerhalb weniger Sekunden mittels Akkuschrauber in den Innenraum versenkt werden. Zum Verschließen der Öffnung genügt es, die Edelstahl-Abdeckung herunterzuziehen und per Zylinderschloss zu verriegeln.

Auch der Operator Safe ist für die schnelle Reaktion optimiert. Er unterstützt eine hohe Systemverfügbarkeit, indem er dem Personal einen schnellen Austausch defekter Komponenten erlaubt. Dazu genügt es, den ganzen Kasten herauszukippen. So werden nach Abnahme des Deckels die Komponenten zugänglich.

Dass die Entwicklung von Ecco Arena.Gate die richtige Antwort auf eine offene Frage war, beweist der Erfolg, der sich mit seiner Verfügbarkeit einstellte. So sind viele der EM-Stadien von 2012 bereits mit diesem Spezialprodukt ausgestattet, aber auch das Stadion des italienischen Spitzenclubs Juventus Turin.

In vollbesetzten Stadien gefährliche Entwicklungen sofort zu erkennen, ist eine große Herausforderung. Eine Videoüberwachung kann dabei unterstützen.
Foto: Borussia Dortmund

Videoüberwachung

Stadionsicherheit: Nicht nur die Abwehr stärken

Um die Sicherheit im und um ein Stadion zu gewährleisten, sind umfassende Sicherheitskonzepte notwendig. Videoüberwachung nimmt dabei eine wichtige Rolle ein.

Foto: Gotschlich

Zugangssteuerung durch Drehkreuze

Sperren mit System

Wesentlichen Anteil an Wirksamkeit und Erfolg von Zutrittskontrollsystemen haben die verwendeten Personenvereinzelungsgeräte. Längst sind diese nicht mehr bloße mechanische Ausführungsorgane, sondern eigenständige mechatronische Geräte zur Zugangssteuerung.

Foto: Herholz

Herholz

Einbruchhemmende Wohnungstüren

Die Wohnungsabschlusstüren (WAS-Türen) von Herholz bringen in ihrer Funktionalität vieles mit: Ästhetisches Design und neben normgerecht geprüftem Einbruchschutz auch leistungsstarken Schall- und Klimaschutz.

Foto: Gotschlich

Drehsperren-Retrofit

Upgrade zur Zukunft

Ältere Personenvereinzelungsanlagen wie Drehsperren und Drehkreuze zu ersetzen, scheitert oft an hohen Investitionskosten und am Umbauaufwand. Retrofit durch Antriebstausch bietet die Möglichkeit, Komfort und betriebliche Flexibilität von Zutrittskontrollanlagen zu überschaubaren Kosten heutigen Standards anzugleichen.