Foto: Südzucker AG

Produktionssicherung

Zuckersüß kontrolliert

Die Südzucker-Gruppe ist Europas größter Anbieter von Zuckerprodukten. In 29 Fabriken und zwei Raffinerien werden jährlich über 30 Millionen Tonnen Rüben verarbeitet, um das Lebensmittel Zucker zu gewinnen. Dennoch zählt das Unternehmen zu den chemischen Fabriken, an die besondere gesetzliche Anforderungen gestellt werden. Eine effiziente Zutrittskontrolle ist deshalb sehr wichtig.

So muss zum Beispiel in Notfällen, bei Bränden oder Unfällen, klar sein, wer sich alles auf dem Werksgelände befindet. Einen zusätzlichen Anstoß zur Einführung eines neuen Zutrittssystems gab der geforderte Produktschutz, den die neue Version 6 des International Featured-Standard Food (IFS Food V6) verlangte. Der IFS Food Standard ist ein anerkannter Standard für die Auditierung von Lebensmittelherstellern. Das Unternehmen war bereits für die Version 5 zertifiziert. Nachdem sich Südzucker für das Zutrittsmanagement-System „Kaba exos“ von Dormakaba entschieden hatte, erarbeitete das Unternehmen gemeinsam mit dem Hersteller ein umfassendes Sicherheitskonzept für seine Produktionswerke aus. Ziel war es, alle als sicherheitskritisch bewerteten Bereiche adäquat zu schützen und alle relevanten Zugänge zu kontrollieren, um unbefugtes Eindringen zu verhindern.

Zeitabhängige Berechtigungsprofile

Zunächst erfolgte eine komplette Arealabsicherung durch einen Zaun und gesicherte Zugänge zum Gelände. Dafür sorgen Vereinzelungsanlagen wie Drehkreuze und Drehsperren. Bestimmte Mitarbeiter und Lieferanten dürfen auch aufs Gelände fahren. Über eine Weitbereichslösung werden Fahrer und Fahrzeug über größere Distanzen sicher identifiziert. Die Fahrzeuge wurden mit einem Window-Button ausgestattet und werden aus der Ferne identifiziert. Besucher melden sich beim Pförtner und erhalten dort einen Besucher-Ausweis. Sie werden in der Besucherverwaltung registriert, als Stammbesucher können sie ihren Ausweis auch für bestimmte Zeit behalten. Verlässt der Besucher das Gelände wieder durch die Ausfahrt-Schranke, muss er den Ausweis an einem Kartenschluckautomaten einwerfen. Befristete Besucherausweise, ungültige und gesperrte Ausweise werden hier einbehalten, berechtigte wieder ausgegeben. Die Zugänge zu den Gebäuden und zu sensitiven Bereichen im Inneren sind mit Online-Lesern abgesichert. Dabei handelt es sich hauptsächlich um die „weißen Bereiche“, in denen produziert wird. Das gesamte Berechtigungsmanagement übernimmt dabei „Kaba exos“. Jedem Mitarbeiter ist ein zeitabhängiges Berechtigungsprofil zugeordnet, je nachdem welche Bereiche er betreten darf. Die Zutrittsrechte sind auf seinem Mitarbeiterausweis gespeichert.

Zertifizierung dank Zutrittskontrolle

Mit dieser umfassenden Absicherung erhielt Südzucker auch die gewünschte IFS 6 Zertifizierung. „Dank der Zutrittskontrolle sind wir zertifiziert, stellen unsere Produkte sicher her und schützen sie vor Kontamination“, erläutert Projektleiter Frank Trinks. In Mannheim und Zeitz wurde das System ohne größere Probleme eingeführt. Danach folgte der Rollout an elf weiteren Standorten. Auch der 2015 eingeweihte Neubau der Hauptverwaltung wurde umfassend abgesichert. Alle Außentüren erhielten Online-Leser, Bürotüren, Besprechungsräume und Kellertüren wurden mit etwa 200 Digitalkomponenten ausgerüstet. Mitarbeiter und Besucher betreten die Hauptverwaltung durch eine Karusselltür. Während sich die Besucher hin zum Empfang wenden, identifizieren sich die Mitarbeiter mit ihrem Ausweis an Sensorschleusen im Foyer und buchen dann an den Zeiterfassungsterminals ihre Arbeitszeiten. So zieht Frank Trinks eine positive Bilanz: „Unser Zutrittssystem sorgt für die nötige Sicherheit und war die Basis für die IFS 6 Zertifizierung. Insgesamt sind wir mit der Zusammenarbeit mit Dormakaba sehr zufrieden.“ Die Lösung funktioniert reibungslos und wird als gruppenweiter Standard bei Südzucker installiert.

Foto: Südzucker

Sichere Lebensmittelproduktion

Alles in Zucker!

Wer kennt ihn nicht, den Marktführer im Zuckerbereich in Europa, die Südzucker AG. Für die Zeiterfassung gibt es im Unternehmen seit langem ein elektronisches System. Dieses war allerdings in die Jahre gekommen und sollte ersetzt werden.

Foto: ZF Lenksysteme

Einheitliche Zutrittskontrolle

Weltweit vernetzt

Die ZF Lenksysteme GmbH versteht sich als Tempomacher und Richtungsgeber auf dem Gebiet der Lenksysteme für Pkw und Nutzfahrzeuge. Genauso innovationsfreudig zeigte man sich bei der Auswahl eines kombinierten Zeiterfassungs- und Zutrittskontrollsystems.

Foto: Kaba

Design und Funktion

Passgenau für moderne Gebäude

Im September 2013 weihte der Werkzeug-Dienstleister und Systemlieferant Hahn+Kolb seine neue Unternehmenszentrale in Ludwigsburg ein. Das moderne Gebäude wurde mit einer ebenso modernen Zutrittskontrolle ausgestattet, die sich nicht nur ins Design einfügt, sondern auch Zeiterfassung und Bezahlfunktionen integriert.

Foto: Thinkstock/ hxdyl

Sicherheit in der Lebensmittelindustrie

Ganzheitliche Lösung gesucht

Seit dem 11. September 2001 rücken auch Unternehmen in die Sicherheitsbetrachtungen, die zuvor nur wenig im Fokus standen. Begriffe wie Bio- oder Agrarterrorismus haben sich mittlerweile im Wortschatz etabliert. Gezielte Anschläge auf Unternehmen der Lebensmittelindustrie sind eine große Gefahr.